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Im Auge des Feuers: Kriminalroman
 
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Im Auge des Feuers: Kriminalroman [Taschenbuch]

Jorun Thørring , Sylvia Kall
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423213957
  • ISBN-13: 978-3423213950
  • Originaltitel: Ildens Øye
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 697.809 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Tromsø, Oktober 2007. Johan Fjeld traut seinen Augen nicht. Vor der Haustür steht sein Bruder Karl, der 1969 bei einem Brand ums Leben kam. Davon war Johan zumindest bis jetzt fest überzeugt. Wer aber liegt dann in seinem Grab? Und wo war Karl all die Jahre?

Wenige Tage später ist Karl Fjeld tatsächlich tot, und Johan steht unter dringendem Tatverdacht. Doch dann gibt es weitere Leichen in der nordnorwegischen Stadt, und die Polizei steht vor vielen Rätseln. Der eigenwillige Ermittler Aslak Eira muss vorerst die Schneehuhnjagd absagen und sich weit zurück in die Vergangenheit begeben – hinein in die Geschehnisse rund um die Brandnacht im Mai 1969.

Über den Autor

Jorun Thørring, 1955 in Tromsø, Norwegen, geboren, ist Gynäkologin und hat eine Praxis in Trondheim. Sie gilt als Shootingstar der norwegischen Krimiliteratur. Ihre Romane sind in mehrere Sprachen übersetzt. Auf Deutsch sind bisher von ihr erschienen: ›Schattenhände‹, der erste Fall für Orla Os, die norwegische Rechtsmedizinerin in Paris, ›Glaspuppen‹, der erste Fall für den samischen Ermittler Aslak Eira aus Tromsø, und ›Kein Zeichen von Gewalt‹, der zweite Fall für Orla Os.


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Dieser Artikel wurde noch nicht veröffentlicht und ist nicht zur Rezension qualifiziert. Die gezeigten Rezensionen sind von anderen Formaten dieses Artikels.
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ailis TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Im Auge des Feuers" ist ein klassischer Kriminalroman, eigentlich ganz so, wie ich es liebe, und dennoch bin ich noch unentschlossen, welchen Eindruck genau dieses Buch bei mir hinterlassen hat.
Es handelt sich hierbei um den zweiten Roman mit dem samischen Ermittler Aslak Eira, der Kriminalhauptkommissar der norwegischen Polizei ist. Er lebt und arbeitet in Tromsø, einer Stadt in Nordnorwegen, und schon beim Lesen konnte einem mitunter sehr kalt werden.
Sein zweiter Fall beginnt mit einer kleinen Sensation, denn es hat ganz den Eindruck, als sei ein Mann von den Toten auferstanden: Karl Fjeld, der seit einem Brand im Jahre 1969 als vermisst galt und schließlich für tot erklärt wurde, weil man eine Leiche im heruntergebrannten Bürogebäude der Familie Fjeld für seine hielt, taucht nach knapp 40 Jahren wieder auf und ist quicklebendig. Das scheint jedoch irgendjemandem ganz und gar nicht zu gefallen, denn kurz darauf ist Karl tot - seine Leiche, der der Kopf abgetrennt wurde, wird von einem Wanderer im Gebirge gefunden. Karls Leiche war jedoch nicht die erste, die mit dem Brand von 1969 in Verbindung gebracht wird und bleibt auch nicht die letzte. Aslak Eira und sein Team müssen also alte Akten auskramen und weit zurück ins Jahr 1969, um die aktuellen Mordfälle lösen zu können.
Das allein wäre schon Anstrengung genug, doch Eira hat auch privat einige Probleme, die ihm den Schlaf rauben. Sein Sohn Niillas, 17 Jahre alt und im Kampf um seine Unabhängigkeit vom Vater, hat eine neue Freundin, die ein Interesse an Eira zeigt, was weit über das normale Maß hinausgeht...

Die Geschichte an sich ist gut durchdacht, es gibt mehrere Stränge, denen man folgen kann und man legt sich im Kopf auch gleich mehrere Verdächtige zurecht, doch eins bleibt unklar: das Motiv! Leider hat sich das für mich bis zum Schluss nicht so ganz logisch ergeben, es ist vielmehr so, als würde man versuchen, ein großes Puzzlestück in eine viel zu kleine Lücke zu zwängen: die Form stimmt, aber perfekt passen tut es nicht. Und auch manche Schlussfolgerungen wirken irgendwie unförmig und man kann gar nicht nachvollziehen, wo diese Informationen nun herkommen oder sie sind wiederum so simpel, dass man sich unweigerlich fragt, warum um diesen Geistesblitz nun so ein Aufhebens gemacht wird. Daher wirkt dieser Roman an manchen Stellen einfach ein bisschen naiv, was mich einige Male an Agatha Christies Krimis erinnerte, die ja auch oft nach einem sehr simplen Muster gestrickt sind und in denen alltägliche Kleinigkeiten den Fall lösen.
Doch trotz aller Unlogik habe ich diesen Roman nicht weggelegt. Er ließ sich locker runterlesen, der Kommissar ist ein sympathischer und interessanter Mann und der Fall an sich auch schön verzwickt, nur die Auflösung hätte einfach eleganter erfolgen können - alles in allem also ein Kriminalroman mit Potential.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nordisch spannend... 31. Oktober 2011
Von AennA VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich ist Karl seit fast 40 Jahren tot, verbrannt bei dem großen Feuer im Jahr 1969,....doch nun steht er plötzlich bei seinem Bruder Johan vor der Tür!
Trotzdem löst sein Auftauchen keine Begeisterungsstürme aus, und wenig später findet man Karls Leiche. Und es soll nicht die Einzige bleiben in dem kleinen Städtchen Tromsø.
Für Kommissar Asrak Eira tun sich viele Fragen auf, und die Ermittlungen erweisen sich als schwierig...
Alles hat den Anschein, als ob die Ereignisse von heute mit dem Brand vor fast vier Jahrzehnten zusammenhängen.
Doch keiner will reden....

Die norwegische Schriftstellerin Jorun Thørring legt mit "Im Auge des Feuers" bereits ihren zweiten Krimi mit Ermittler Asrak Eira vor.
Den ersten Band "Glaspuppen" kenne ich noch nicht, doch ist mir Thørrings sympathischer Kommissar so ans Herz gewachsen, dass ich Lust habe, noch mehr von ihm zu lesen.

Dabei ist "Im Auge des Feuers" kein Krimi, bei dem man vor Spannung die Luft anhält.
Es dauert eine ganze Weile, bis der Leser sich an den eher nüchternen und ruhigen Stil der Autorin gewöhnt hat, bei dem er eher unvermittelt mit Mord und Totschlag konfrontiert wird.
Man muss auf jeder Seite auf Alles gefasst sein, und das macht hier die Spannung aus.

Hinzu kommt eine insgesamt gut konstruierte Geschichte, die über kleine Längen hinwegsehen lässt.
Zeitweilig hatte ich schon das Gefühl, dass Eira auf der Stelle tritt.
Aber vielleicht war ich auch deshalb so ungeduldig, weil ich wissen wollte, welches Geheimnis sich hinter dieser Geschichte verbirgt.
Auch über einen kleinen medizinischen Fauxpas bin ich gestolpert...

Jorun Thørring lässt ihre Leser unterschiedliche Spuren verfolgen, bringt immer wieder neue Verdächtige ins Spiel.
Den wahren Täter hatte ich schon ziemlich früh im Visier, muss aber eingestehen, dass es die Autorin geschafft hat, mich immer wieder zu verunsichern.
Letztendlich war die Auflösung für mich aber nicht hundertprozentig schlüssig.

Mit der Lektüre von "Im Auge des Feuers" ist gutes "Kopfkino" garantiert.
Wie schon bereits erwähnt, versteht es die Autorin hervorragend, dem Leser ihre Hauptcharaktere nahe zu bringen.
Die Einblicke in Asraks Privatleben mit den Sorgen um seinen halbwüchsigen Sohn Niillas, der seine erste Liebe erlebt, sowie die Beziehung zu der Psychologin Mona tragen dazu bei, dass sich der Leser ein gutes Bild machen kann.
Auch die Nebenpersonen werden sehr gut charakterisiert und haben ein klare Vorstellung in meinem Kopf erzeugt.

Die gegenseitige Anrede der Protagonisten des Buches war für mich eher gewöhnungsbedürftig.
Im Vorfeld wird von der Übersetzerin darauf hingewiesen, dass auf das in Norwegen übliche "Du" verzichtet wird, außer natürlich im vertraulichen Fall.

Die Ermittler reden sich jedoch mit "Du" und Nachnamen an, das hat mich persönlich schon irritiert.

Letztendlich kann ich sagen, dass mir "Im Auge des Feuers" trotz einiger kleiner Kritikpunkte gut gefallen hat, was hauptsächlich an Thørrings angenehmen, ausgeglichenen Schreibstil sowie der hervorragenden Darstellung sowohl der Schauplätze als auch ihrer Charaktere liegt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Jorun Thørring: Im Auge des Feuers. Kriminalroman. München (Deutscher Taschenbuch Verlag) 2011

Vor mehr als 50 Jahren, im Oktober 1969 fiel die Hafenregion der nordnorwegischen Stadt Tromsø mit ihren Lagerhäusern und Kontoren einem verheerenden Großbrand zum Opfer. Dieses Ereignis bildet den Hintergrund des Kriminalromans von Jorun Thørring, die 1955 in Tromsø geboren wurde, und wohl als Jugendliche Augenzeugin der Ereignisse war. Ihre Ortskenntnis jedenfalls merkt man dem Krimi an, obwohl sich die Autorin mit der Stadt selbst viel weniger Mühe macht als mit den Figuren ihres Romans. Für deutsche Leser ist es ein wenig enttäuschend, dass über die melancholisch-herbe Stimmung hinaus, wie man sie aus der Flut von Skandinavien-Krimis kennt, so wenig Lokalkolorit von Tromsø eingefangen wird. Das hat James A. Michener in seinem Roman 'Die Kinder von Torremolinos' besser hinbekommen.

Seine besondere Spannung erhält der Kriminalroman dadurch, dass unaufgeklärte Todesfälle aus der Zeit des Brandes von 1969 Motive für eine Reihe von Morden in der Gegenwart liefern, die der ermittelnde Kriminalkommissar aufzuklären hat. Darüber hinaus lebt der Krimi von seinen zahlreichen, komplex gezeichneten Figuren, in deren Mittelpunkt der eigenwillig-kantige Kriminalkommissar und eine geheimnisvolle, offenbar sowohl in die Ereignisse von 1969 als auch in die Morde der Gegenwart verstrickte schöne Frau stehen. Angesichts der komplexen und widersprüchlichen Charaktere, die die Autorin beschreibt, verwundert es kaum, dass der Krimi den Leser von einer überraschenden Wendung in die nächste führt. Das ist einfach bis zur letzten Seite spannend.

Dabei ist die von Sylvia Kall besorgte Übersetzung aus dem Norwegischen ganz ausgezeichnet. Sie erfasst feinste Stimmungen und Nuancen der norwegischen Sprache, ohne dass der deutsche Sprachduktus auch nur im Geringsten darunter leiden würde.

Einar Bangsund
Dr. Matthias Meyn
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