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Produktinformation
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Rainer Maria Rilke wurde als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Ab 1885 besuchte Rilke auf Druck der Eltern eine Militärrealschule zur Vorbereitung einer Offizierslaufbahn. Diese brach er jedoch 1891 wegen Krankheit ab. Mit Hilfe von Privatunterricht konnte er 1895 sein Abitur ablegen. Schon zu Schulzeiten begann Rilke zu schreiben. In den folgenden Jahren studierte er Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Prag, München und Berlin. 1896 lernte er in München Lou Andreas-Salomé kennenlernen, der er nach Berlin folgte. Mit ihr unternahm er 1899/1900 eine Reise nach Rußland und war von dem Land nachhaltig beeindruckte. Hier lernte er auch Tolstoj kennen. 1901 trennte er sich von der verheirateten Andreas-Salomé und heiratete Clara Westhoff, die Scheidung folgte allerdings schon im folgenden Jahr. Aufgrund finanzieller Engpässe nahm Rilke monographische Auftragsarbeiten an und reiste 1902 nach Paris, wo das Gedicht Der Panther entstand, das erste der „Neuen Gedichte“. Ab 1905 nahm er sein Philosophiestudium bei Georg Simmel wieder auf, lernte später auch Sigmund Freud kennen. Er unternahm Reisen nach Nordafrika, Ägypten und Spanien. Rilkes Tagebuchroman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge wurde 1910 veröffentlicht. 1919 siedelt er in die Schweiz über. In den 1920er Jahren erkrankte er an Leukämie, hielt sich wiederholt in Sanatorien auf und verstarb schließlich am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux in der Schweiz.
Rainer Maria Rilke ist seit dem Jahr 1900 Autor des Insel Verlages, seit 1908 wird sein Werk hier nahezu geschlossen betreut. Die folgende Übersicht gibt Auskunft über die im Insel und Suhrkamp Verlag erscheinenden Rilke-Editionen: die Vielzahl der bereits vorliegenden Werk-, Einzel- und Sammelausgaben, die Briefwechsel und die Arbeiten zu Werk und Persönlichkeit des Dichters.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Jeder Gedanke wagt einen Würfelwurf." (Stephane Mallarme),
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Rezension bezieht sich auf: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge: Text und Kommentar (Suhrkamp BasisBibliothek) (Taschenbuch)
Es ist der 11.September in Paris an dem Rilke seine Aufzeichnungen beginnt. In Verbindung stehen das Landleben und die unstete Großstadt, die schon zu Beginn der Aufzeichnungen den Tod verheißt.Rainer Maria Rilke (1875-1926) ist bis heute einer der bekanntesten Dichter deutscher Sprache und zugleich einer der umstrittensten. Vielen gilt sein Werk als Inbegriff dichterischer Schönheit, vielen anderen dagegen als Ansammlung von Kitschprodukten. Seine Lyrik, die in den "Neuen Gedichten" (1907/08) sowie in den "Duineser Elegien" und den "Sonetten an Orpheus" (beide 1923) ihre Höhepunkte erreicht, versucht intensivierte Wirklichkeitswahrnehmung mit gesteigerter Innerlichkeit zu verschmelzen. Sein einziger Roman "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" ist einer, der, wenn auch spät erkannten, bahnbrechenden Prosatexte des 20. Jahrhunderts. Begonnen mit den Erfahrungen in Paris in den Jahren 1902/1903, aufgenommen und verarbeitet in Rom 1908 kam der Roman 1910 zur Vollendung und Veröffentlichung. Malte Laurids Brigge, abstammend aus dänischen armen Adelhaus, entflieht nach dem Tod des Vaters der ländlichen, im Kindesalter als wohl erlebten Umgebung und findet sich der Großstadt Paris konfrontiert, wo Stille laut und das Sterben in den Hospitälern verbunden mit Krankheit und Angst an der Tagesordnung sind. Sein Leben will er nun Revue passieren lassen. Rilke verwendet seinen Malte als "Monsieur Teste", als Zeuge (wie Paul Valery) des eigenen Lebens und dessen Bewältigung. Aufgeteilt in 71 Aufzeichnungen, diese wiederum geteilt in drei Sinn-Abschnitte, die die unterschiedlichen Zeiten, Denkvorgänge und Bilder des gespiegelten, interpretierten und tatsächlichen Lebens von der Jugend an widerspiegeln. Rilke ist in erster Linie Lyriker. Als Lyriker weiß er die Fülle der Gedanken auf kleinstem Feld beherrschbar zu machen. Auch wenn sich in den "Aufzeichnungen" nichts Lyrisches (im Sinne von Reim) finden lässt, ist es ein prosaisches Gedicht. Präzise in der Formulierung findet man Gefallen und als Leser wächst man mit und droht doch Zugrunde zu gehen. Die Abschnitte sind Gedankenblitze eines Lebens, eines Lebens, welches komprimiert und kompromisslos die Zeiten ineinander zwirbelt, um die vermeintliche und mögliche Zukunft beherrschbar zu halten. Dieser Roman ist ein Tagebuch und doch mehr, weil er mit dem Autor die Fülle des Lebens beherrscht, dieser über sein und Maltes Leben in Tiefe philosophiert und zu einem Ergebnis führt, welches in begründeter Weise allzeit offen ist und zwischen dem Sicheren und Möglichen, zwischen dem Nicht-Mehr-Sein und dem Noch-nicht-Sein oszilliert, auch wenn "man gut tut, gewisse Dinge, die sich nicht mehr ändern werden, einfach festzustellen [...]" (A56) Herauszuheben sind die Anfangsaufzeichnungen eines neuen Lebens in Paris, wo die Gesichter bis zur Unbrauchbarkeit gewechselt werden (A 5). Vor allem A 32, wo die Validierung des Möglichen (vgl. Teste, Paul Valery) geprüft wird, wo wie Stephane Mallarme, Rilkes Vorbild im Symbolismus, in "Die Fenster" feststellt, "der im Genuss nur lebt, den die Begierde füllt" , wo Spiegel und Fenster zu Metaphern einer anderen Welt werden, "seh ich als Engel mich gespiegelt" und "entschweb vom Traum gekrönt der Erde" [...] "und drohe auch der Fall ins Nichts der Ewigkeit." Der Spiegel hier als Mimesis der Wirklichkeit oder als Objekt des Hindurch-Schreiten- Könnens wie Alice, um in ein neues Wunderland zu gelangen. Erkenntnis liegt im Vergleich mit dem platonischen Höhlengleichnis, wo das Erkennen nur dem obliegt, der sich von dem reinen Abbilde befreit. Wo das Spiegelbild zu einer eigenen Erschaffung, zur subjektiven Wirklichkeit wird. Oder liegt im Hohelied der Liebe vielleicht der Weg, den Rilke für sich und Malte sah: [Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. (1Kor, 13, 11-12)] Es ist vielleicht kein Zufall, wenn Shakespeares Sonett 151 Pate gestanden hat für A51 und der Hinführung auf A52, wo Rilke, Lyrik und Erotik mit den Bildern vereint, die allzu lüstern "die Dinge sehen". "Die Seele spricht zum Leib: Du hast gewonnen!", so finden wir bei Shakespeare die Vollendung der Verführung, wo das Fleisch nicht mehr widersteht, es triumphiert und A52 weiß dieses in Bildern zu begreifen, "darinnen Dinge von beschränkten und regelmäßigen Gebrauchen sich ausspannen und sich lüstern und neugierig aneinander versuchen." Nur dieses sind die Ausflüchte aus dem realen Leben und die Einsamkeit entsteht, wenn der Vision mehr Beachtung geschenkt ist als dem Realen. Und diese Einsamkeit befällt auch Malte, der als Letzter der Familie nach seines Vaters Tod ohne Nachfahren das Ende des "Familienherzes" sieht. Erinnerung erneut an Shakespeare: Sonett III: "Sieh in den Spiegel [...] Nun ist es Zeit, dass dies Bild neu entsteht" und es endet "doch lebst du, dich nicht weiter zu vererben, stirb einsam, und dein Bild wird mit dir sterben." Diese Einsamkeit und die daraus resultierende Furcht ist ein großes Thema bei Rilke, doch lässt er seinen Protagonisten Malte nicht dem Stress entfliehen. Vielmehr muss er sich der Gretchenfrage stellen und die Haltung zur Religion, zu Gott schlechthin klären. Die Parabel vom verlorenen Sohn (A71) kommt nicht von ungefähr. Rilke weiß sich Atheistisch, doch er weiß auch, dass es Atheismus ohne Gott nicht geben kann. (Kein Nichts ohne Sein.) Und einer der anerkannten (im weitesten Sinne) Gottesbeweise ist genau diese biblische Parabel (vgl. Karl Jaspers), bei Rilke als "Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte", weil er "das ungefähre Leben der Familie nicht nachlügen" wollte. Auf die Fragen der Liebe trifft Malte, "ohne Hoffnung auf die Liebe, die ihn durchbrach", am Ende (A71) bleibt nur einer, der imstande ist, ihn zu lieben, "aber der wollte noch nicht". Sicherlich nur aus Angst vor der Liebe, solange Liebe festhält und noch kein Kind der Freiheit ist. ("[...] weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest"; A69 und weiter in A71 "den geliebten Gegenstand mit den Strahlen seines Gefühls zu durchscheinen, statt ihn darin zu verzehren") Nur so: in Freiheit und mit Vertrauen ist wahre Liebe möglich. "Dies alles auf sich nehmen und vergebens vielleicht Gehaltnes fallen lassen, um allein zu sterben, wissend nicht warum - Ist das der Eingang eines neuen Lebens?", so schreibt Rilke selbst in seinem Stundenbuch zum Verlorenen Sohn. "Ich lerne sehen", die Kernbotschaft eines wunderbaren Romans, hier als Werk von aktueller Wahrnehmung und Erinnerung, als Dialektik des Inneren und des Äußeren. Die Beispiele der Frau, die ihr Gesicht in zwei Händen hält und die Wunden des Ermordeten, der seine Maske nicht abnimmt bis zu den Erfrorenen, die aus dem Eis geholt, ihr Gesicht verlieren. Alles ist Sehen, ersehnte Wahrnehmung bei Rilke, es ist wie eine physisch-psychische Anspannung im Menschen, nichts zu verpassen, alles wahrzunehmen. Denn Sehen ist Daseinsverständnis, gelingt nicht die Integration ins Leben, ist das Leben Stückwerk - niemals ein Ganzes. Und hier beginnt die Furcht vor dem vollendeten Leben, die die Vereinzelung Maltes beschleunigt. Maltes Zukunft bleibt offen. Malte ist ein Spiegel des Menschen, der die letzten Fragen sich selbst beantworten muss. Scheinbar erst die wahre Wahrnehmung des Leidens schafft Perspektiven. Ewig bleibt die Liebe in subjektiver Freiheit. "Er stürzt sich ins Erlernen wie ein Läufer in die Wette." [...] gezwungen, Glück zu wissen in Geduld zu erreichen zu verwandeln. Trotz aller Euphorie eine Warnung: Der scheinbar geringe Umfang verlangt auf Grund der Dichte höchste Aufmerksamkeit. Dann aber bietet das Werk Inspiration satt. Ein wirklich großes Werk. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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