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Der Aufstand der Massen Gebundene Ausgabe – 18. Februar 2002


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Gebundene Ausgabe, 18. Februar 2002
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt DVA; Auflage: 2 (18. Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421065039
  • ISBN-13: 978-3421065032
  • Originaltitel: La rebelión de las masas
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,3 x 21,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 364.905 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Aufstand der Massen
OT La rebelión de las masas OA 1930 DE 1931Form Sachbuch Bereich Kulturphilosophie
Mit seinem kulturphilosophischen Essay Der Aufstand der Massen schuf José Ortega y Gasset eines der wichtigsten zeitdiagnostischen Werke der 1930er Jahre und errang internationale Bekanntheit.
Entstehung: Gustave R Le Bon beschrieb Ende des 19. Jahrhunderts erstmals das Phänomen der Vermassung in Europa (Psychologie der Massen, 1895). Die »Masse« wurde in der Folge ein wichtiger Terminus in vielen geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen, vor allem in Psychologie (Sigmund R Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse, 1921) und Soziologie (David Riesman: Die einsame Masse, 1950). Durch seinen Deutschlandaufenthalt von der Phänomenologie beeinflusst, näherte sich Ortega dem Thema der »Masse« mit der Notation von Alltagsbeobachtungen: Ortega macht die allgemein und überall spürbare »Tatsache der Anhäufungen, der Überfüllung«, zum Ausgangspunkt seiner Betrachtungen.
Inhalt: Ortega sieht das öffentliche Leben Europas durch »das Heraufkommen der Massen zur sozialen Macht« bestimmt. Dabei betrachtet Ortega die Masse nicht als eigenständiges Phänomen, sondern bezieht es auf jeden Einzelnen, der Bestandteil der Masse ist. Ihm geht es um das Gefühl der Zugehörigkeit zur Masse. Demnach zählt jeder dazu, der sich für zum Durchschnitt gehörig hält und es ohne Bedauern akzeptiert, »wenn er merkt, dass er ist wie alle«. Dem ordinären Massenmenschen, »der die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen«, stellt Ortega den Asketen gegenüber, der innerhalb der Masse die Elite bildet. Während diese viel von sich fordert, fordert der sich der Masse als zugehörig definierende Mensch von sich gar nichts: Er ist und sieht sich als »Durchschnittsmensch«.
Die zunehmende Mediokrität durch Vermassung zerstöre, so Ortega, die ursprünglich aristokratische Natur der menschlichen Gesellschaft. Verantwortlich für diese Entwicklung sei das Gleichheitsideal der liberalen Demokratietheorien sowie die Erhöhung des allgemeinen Lebensstandards infolge der industriellen Revolution: Politische Mitbestimmung, Angleichung des Bildungsniveaus und materielle Sicherheit der Masse führten dazu, dass die durch die Masse dominierte Gesellschaft keine anderen Normen, Bedürfnisse und Bestrebungen mehr anerkenne als ihre eigenen, weshalb die dem Liberalismus innewohnende Tendenz zur Vermassung dem Totalitarismus den Weg ebnen könne. Sollte die Masse ihre eigene Historizität verkennen, indem sie die Errungenschaften des Liberalismus als selbstverständlich ansieht, droht durch das Absterben der Vitalität der Rückfall in die Barbarei. Wenn sich der Mensch aber der neuen Möglichkeiten, über die er verfügt, bewusst werde und sie zu nutzen lerne, könne die Masse ihre Energie auf das Projekt einer neuen europäischen Gesellschaft hin bündeln, damit etwas Neues, Größeres entstehe.
Aufbau: In dreizehn Kapiteln entwickelt Ortega – phänomenologisch vorgehend – seine Theorie der Masse. Der darauf folgende Abschnitt Wer herrscht in der Welt? nimmt allein etwa ein Drittel des gesamten Essays ein und verschiebt die Thematik in Richtung einer Theorie der europäischen Integration. So wird aus anfänglich schlichten deskriptiven Alltagsbeobachtungen überfüllter Theater und Straßenbahnen schließlich die Forderung der Errichtung der »Vereinigten Staaten von Europa«.
Wirkung: Der Haupteinwand gegen Aufstand der Massen betrifft die theoretische Simplizität des dichotomischen Aufbaus der Persönlichkeitstheorie (Massenmensch versus asketische Elite) und der Zivilisationstheorie (Barbarei vs. Zivilisation). Dennoch wurde das Buch in zehn Sprachen übersetzt und beeinflusste in vielen europäischen Ländern die intellektuelle Diskussion der 1930er Jahre. Während einige Gedanken zur europäischen Integration heute aktueller sind denn je, kündigt sich ein postmoderner Paradigmenwechsel von der Masse hin zum Individuum an. Bereits 1971 konstatierte Aaron Wildavsky in The revolte against the masses einen sozialen Wandel von der Masse hin zum Subjekt, und gegenwärtige Publikationen bestätigen diese Tendenz: So beschreibt z. B. der Soziologe Ulrich Beck in Risikogesellschaft (1986) die Individualisierung und Diversifizierung der sozialen Verhältnisse im Deutschland der »reflexiven Moderne« und überträgt in Schöne neue Arbeitswelt (2000) die kantische Ethik auf die heutige Zeit. M. F.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

José Ortega y Gasset (1883–1955) studierte in Deutschland, bevor er in Madrid einen Lehrstuhl für Philosophie übernahm. Zu Beginn des spanischen Bürgerkriegs, 1936, emigrierte er und lehrte erst ab 1949 wieder in seiner Heimat, wo er auch als Politiker und Publizist wirkte und Spaniens geistige Elite formte. Von seinen heutigen Lesern wird er vor allem als alteuropäischer Bildungsmensch und herausragender Stilist geschätzt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matthias am 8. Oktober 2002
Ortega y Gasset muß dem heutigen Leser, wie ein Prophet erscheinen, der seine Gedanken über Europa und seine Gesellschaft 1930 schrieb. Besonders interessant sind die Kapitel über den Vorteil der Massengesellschaft, der in der Bequemlichkeit und Sicherheit des Lebens gegenüber früheren Jahrhunderten besteht. Um so interessanter erscheinen die Gedanken über die Nachteile und den großen Preis, den die Massengesellschaft für die Bequemlichkeit und Sicherheit zahlt: staatliche Bevormundung, Polizei, Regeln, Vorschriften, Unfreiheit, Demokratie als Mittel zur Unterdrückung von Minderheiten; Minderheiten die herausragend sein können, aber die Masse, die demokratische Mehrheit stören und deshalb von dieser mittels Mehrheitsbeschlüssen (dem Knopf in Ortegas Sprache) mit Leichtigkeit erdrückt und ausgelöscht werden. Wer glaubt, selbst heute (im Jahr 2002) in einer "Individualgesellschaft" zu leben, in der er alle Freiheiten geniessen kann, der ist leider in diese Gesellschaft mit einer schicken Sonnenbrille hineingeboren worden und Teil des Systems geworden. Und weil er Teil des Systems ist, nimmt er alles als selbstverständlich wahr, die Technik, das soziale Gefüge, das seine Bequemlichkeiten ermöglicht hat, wie Luft und Wasser auf dieser Erde.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bücheresel am 31. Dezember 2005
José Ortega y Gasset´s Abhandlung über den Massenmenschen beginnt mit dessen Machtergreifung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Während die Völker früherer Jahrhunderte von einer jeweils wechselnden Elite beherrscht wurden, gelang es der sozialistischen Idee in Verbindung mit der Industrialisierung, den Massenmenschen zur herrschenden Macht zu erheben.
Gasset unterscheidet strikt zwischen dem Massenmenschen und dem Individuum, wobei er –anders als der Begründer der Massenpsychologie Gustave Le Bon- nicht davon ausgeht, dass der Einzelne in der Masse zum Massenmenschen WIRD. Vielmehr IST man das eine -oder das andere.
Der Massenmensch produziert sich Tag für Tag neu -so wie er ist- wie ein Abziehbild, das jeden Tag schwächer wird, bis es verblasst. Er verlangt nichts von sich selbst, will nicht über sich hinaus wachsen, sich nicht verändern. Er begnügt sich mit dem, was er ist. Der Massenmensch kann nur durch Gewalt von aussen verändert werden. Von selbst ändert er sich nur, wenn der Schmerz des „status quo“ grösser ist als die Leiden einer Veränderung. Der Massenmensch geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Der Massenmensch schert sich nicht darum, ob etwas richtig ist, gut oder wahr; ihn interessiert das Angenehme. Er ist subjektiv und sich selbst das Wichtigste, er ist asozial und unmenschlich. Die Gedanken des Massenmenschen sind in Wahrheit nur Triebe in logischer Verkleidung. Es gibt nichts Positives am Massenmenschen, alle Errungenschaften der menschlichen Zivilisation sind von Einzelmenschen ausgegangen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Niemand Namenlos am 15. August 2012
Es ist immer wieder verwunderlich wie genau und visionär Menschen wie Huxley und Orwell und auch José Ortega y Gasset vor mehr als einem halben Jahrhundert die heutige Entwicklung aufzeichneten. Die Masse degeneriert durch das Überangebot durch die Reizüberflutung durch die Betäubung ihrer Sinne. Wie konträr sind diese Beobachtungen gegenüber Gottliebs Fichtes Erkenntniss über die Bestimmung des Menschen. Und hier kommen wir zu etwas was Ortega zu weiten teilen nicht benannte und das ist die Thematik wie die heutige Masse mit der Individualität umgeht. Ja seien wir doch mal ehrlich alles was in dieser Zeit den Stempel der Individualität trägt und bekommt wird doch mit psychologischen ICD und DSM Schlüsseln zugetextet. Die Masse mag keine Individualität, da sie eine scheinbare Abweichung der Norm darstellt. Aber sind es nicht genau diese "Nicht" "Normalos", die das kranke System als Ausnahme die die Regel bestätigt solange haben erhalten lassen ??? Ortega benannte es recht gut.
„Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht 'wie alle' ist, wer nicht 'wie alle' denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden.“

Das Weimarer Republik Szenario unter dem dieses Buch entstand, war ja nur der Vorlauf für etwas das jetzt folgen wird. Denn nach dem Aufstand der Massen folgt die Konsolidierung bei der wieder nach Individualität und Geistegegenwart geschrien wird. Und die traurige Wahrheit so scheint es ist das Nietzsche auch hier mit der ewigen Wiederkunft des Pudels Kern getroffen zu haben scheint. Der Übermensch also der homo superior scheitert an der Masse an den Plejebern deren Siegesgeheul ihren eigenen Untergang einleiten wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mag Sarah Krampl am 4. Dezember 2010
"Der Aufstand der Massen", das Hauptwerk von José Ortega y Gasset, fertig gestellt im Jahre 1929, ist sowohl für die damalige Zeit, als der Begriff der "Masse" gerade in all ihren Facetten von mehreren Denkern beschrieben wurde (unter anderem im Werk von Gustave Le Bon: "Psychologie der Massen"), als auch heute von größter Wichtigkeit und gedanklicher Schärfe. Abgesehen von der damaligen Wirtschaftskrise und der schwierigen Nachkriegszeit in Europa, schafft es Ortega y Gasset sich auf das Massenphänomen zu beziehen, als sei es eine zeitlose Erscheinung und könne neben den konkreten Auswirkungen in der Zeit auch als zeitloses Thema behandelt werden. Masse und Freiheit sind zwei Begriffe, die determinierend sind und sich jedoch ausschließen. Wie im Traktat von John Stuart Mill "Über die Freiheit" betont Ortega y Gasset die Wichtigkeit der individuellen Freiheit, die nur durch Selbstverantwortung und Leistung zu erreichen ist. Deshalb meint er, dass nur eine geistige Aristokratie, eine geistige Elite es schafft, die Kultur eines Volkes, einer Gemeinschaft aufrecht zu erhalten. Teil einer geistigen Elite sind aber nur jene, die aus sich heraus etwas schaffen wollen, die aus individueller Arbeit und Schaffenskraft konkreten Bestrebungen nachgehen. Die demokratische Herrschaft stellt sich aber diesem Bestreben in den Weg, insofern, dass der Mensch dadurch träge und orientierungslos wird, weil keine Autorität über ihm ist, die ihn antreibt. Ohne Autorität ist der Mensch verloren, wobei Ortega y Gasset Autorität als etwas Positives definiert, indem der Mensch sich selbst eine eigene Autorität aussucht und gerne in diesem untergeordneten Verhältnis lebt, weil er sich geborgen, wohl und angenommen fühlt.Lesen Sie weiter... ›
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