Lange hab ich sie nimmer gehört, diese CD, die Hubert von Goisern damals den großen Durchbruch bescherte. Entsprechend groß war die Spannung -- ist sie wirklich so gut, wie ich damals dachte? Die Antwort: Ja!
Auch beim 1000. Hören die gleichen Präferenzen: Auf die Tracks 5, 6 und 8 könnte ich durchaus verzichten -- aber der Rest! Allererste Sahne. Das "Hiatamadl" ist natürlich unverwüstlich, der seltene Fall eines Ohrwurms, der einem auch dann nicht über wird, wenn ihn jeder meint mitgröhlen zu müssen. Das Stück ist einfach nicht kaputtzukriegen, und das liegt nicht nur am Goisern, und nicht nur am Witz, sondern auch an der "Alpinen Sabine" mit ihren unglaublichen Jodlern. Aber die CD hat noch viel mehr zu bieten: Zwei wunderbar ruhige, stimmungsvolle Nummern ("Heast as nit", "Weit, weit weg"), beide sentimental und doch meilenweit entfernt von jeder billigen Rührseligkeit; Text und Musik passen wunderbar zusammen. Je öfter ich diese CD höre, desto mehr halte ich "Heast as nit" für ihr absolutes Highlight. -- Und dann der "Wildschütz Räp", der nachdrücklich beweist, dass Jodler und Rap einander herrlich ergänzen, ja, einander förmlich erzwingen, jedenfalls, wenn Goisern sich dranmacht. Und dann natürlich die beiden Instrumentals; vor allem "Benni", die Alpenrock-Version eines traditionellen "Schottischen", ist hinreißend.
Klar, es spricht für Goiserns Können, dass er sich damals nicht auf den Lorbeeren ausruhte, sondern seine Musik weiterentwickelte. Aber nach gut 13 Jahren hat "Aufgeigen statt Niederschiassen" keinen Staub angesetzt. Im Gegenteil!