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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
SOKO Tausendundeins..., 13. Februar 2012
"Aufgedirndlt" ist der zweite Fall für Anne Loop, den Jörg Steinleitner niedergeschrieben hat. Ich habe "Tegernseer Seilschaften" noch nicht gelesen, werde dies aber nachholen, denn das aktuelle Buch hat mir so gut gefallen, dass ich richtig traurig bin, dass ich es schon durchgelesen habe! Es geht in der Geschichte zunächst darum, dass der Emir ("König") Raschid bin Suhail seinen Besuch angekündigt hat. Schon diese Tatsache versetzt die Polizei - insbesondere den seine Heimat durch und durch liebenden Inspektionsstellenleiter Nonnenmacher - in Aufruhr, hält speziell er doch wenig von Gebetsteppichen im Tal oder der Kultur allgemein. Der Sommerurlaub des Ölscheichs bringt aber noch andere Aufgaben mit sich: Er bzw. das Hotel, in dem er mit seinem Gefolge absteigt, muss bewacht werden. Rund um die Uhr. Doch auch damit ist es nicht genug: Der Scheich plant ein Casting für junge Frauen, um sein Harem zu erweitern. Auch eine Gruppe "Amazonen" aus Sachsen ist an den Tegernsee gereist, um teilzunehmen - nicht ohne Folgen, denn eine von ihnen stirbt... Die Story ist mit so viel Witz geschrieben, dass sie mir wirklich oft ein Grinsen oder auch einen Lacher entlockt hat. Ich habe mich selten bei einem Buch so sehr amüsiert. Ganz wichtig finde ich es, zu erwähnen, dass man hier durchgängig unterhalten wird. Zunächst spielt der Tod der jungen Frau nämlich auch keine allzu große Rolle, wird mal hier und mal da erwähnt und findet mitsamt den dazugehörigen Ermittlungen letztlich auch erst nach der Hälfte des Buches wirklich statt - trotzdem gibt es auch vorher keinerlei Langeweile oder Längen. Gefallen hat mir auch die Tatsache, dass man später eine breite Auswahl an Verdächtigen präsentiert bekommt und den Täter eben nicht direkt errät. Genau so soll es sein! Auch das Privatleben, hier besonders von Anne Loop, spielt eine große Rolle in der Geschichte. So etwas ist mir ebenfalls immer sehr wichtig, damit die Ermittler (hier: Nonnenmacher, Kastner und Loop - eine tolle und aberwitzige Truppe!) Hand und Fuß haben, man sie sich genau vorstellen kann. Dem Autor ist hier eine gute Mischung gelungen, denn Nonnenmacher, Kastner und Loop sind letztlich grundverschieden und jeder auf seine eigene Art und Weise gut für die Story. Mich hat das Buch vom Stil her an die Romane von Klüpfel / Kobr erinnert, allerdings hat mich der urkomische Alpenkrimi "Aufgedirndlt" noch besser unterhalten. Hier also die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!
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5.0 von 5 Sternen
Krimi und unterhaltsame Gesellschaftssatire, 23. Februar 2012
Jörg Steinleitners skurriler neuer Krimi nimmt die Oberbayern und ihre Eigenarten auf liebevolle, doch scharfsinnige und -züngige Art aufs Korn. Wer die Tegernseer Gegend kennt, wird merken: Da hat einer seinen Mitbürgern aufs Maul geschaut und selbst kein Blatt vor den Mund genommen. Der Roman lässt sich als Parodie auf die allgegenwärtigen Regionalkrimis lesen, aber auch der unvoreingenommene Leser wird seinen Spaß mit Anne Loop und ihren Erlebnissen haben: Wenn der Emir von Adabei ein Haremscasting veranstaltet, bleibt gewiss kein Auge trocken.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Enttäuschend :-(, 19. Februar 2012
Ein bisschen Krimi, ein wenig Komödie, eine Prise an aktuellen Gegebenheiten und viele sexuelle Anspielungen = ein guter Krimi. Dachte sich wohl der Autor... Dass er dabei allerdings ein wenig über das Ziel hinausgeschossen ist, finde ich wirklich schade, weil mir das Erstlingswerk "Tegernseer Seilschaften" wirklich gut gefallen und ich mir eine gelungene Fortsetzung sehr gewünscht hatte. Ich werde nun mal die Kritikpunkte aufführen: 1. Die Darstellung der Bayern finde ich in "Aufgedirndlt" fast schon als persönliche Beleidigung. Es soll wohl lustig sein, das bayerische Volk als vertrottelt und dämlich darzustellen. Schrullige, bayerische Eigenheiten, über die ich bei Kommissar Kluftinger oder im Winterkartofelknödel herzlich lachen konnte, sind hier absolut übertrieben dargestellt und machen mich richtiggehend wütend. 2. Die Krimihandlung, und bei der Beschreibung handelt es sich zweifelsohne um einen Krimi, fängt erst nach der Hälfte! des Buches an. Im ersten Teil erfährt der Leser nur etwas über die arabisch-bayerischen Verwicklungen, die meiner Meinung nach auch noch völlig überzogen sind. 3. Das Privatleben der Anne Loop ist absolut Nervtötend und trägt nichts zum gelingen des Buches bei. 4. Der Schluss war für mich die Krönung des ganzen - An den Haaren herbeigezogen... Sind die Ideen ausgegangen? Einen halben Mitleidspunkt bekommt Sepp Kastner von mir. Für ihn hätte ich mir wirklich gewünscht, dass er im Buch wenigstens mal ein Erfolgserlebnis hat. Einen weiteren halben Punkt vergebe ich an die Story um die Sachsen-Mädels vom Zonenhof. Diesen Ansatz der Geschichte fand ich wirklich gut und man hätte viel mehr draus machen können. Ich appelliere an den Autor: Falls ein weiteres Buch folgen sollte, legen sie doch den Fokus wieder mehr auf die Kriminalhandlung und gönnen sie ihren Hauptfiguren auch gerne mal eine positive Entwicklung!
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