| ||||||||||||
Produktinformation
|
Brenner, der damals als Kripo-Beamter an dem Fall gearbeitet hat, ist aber immer noch hier. Als Privatdetektiv. Weil der hat kurz drauf den Dienst geschmissen, nach all den Jahren. Mit seinem neuen Vorgesetzten -- nein, mit dem wollte er nicht mehr. Privatdetektiv und geheim, das geht natürlich nicht mehr, wenn du schon mit der Kripo hier warst. Und wenn du in so einem Nest erst mal ein dreiviertel Jahr wohnst, dann geht das sowieso nicht mehr. Aber herausgefunden hat er immer noch nix, der Brenner.
Aber dann ist alles Schlag auf Schlag gegangen, sozusagen. Da hat er erst beim Asphaltschießen zugeschaut -- und sich über die Deutsche gewundert, die alle kennen. Die keine Hände mehr hat. Und die für eine Außenseiterin ganz schön viel weiß über die Leute hier. Weil das ist nämlich nicht gerade leicht, dass sie dich in so einem Nest akzeptieren. Und mit dem Neffen vom Vergolder, mit dem hat sie sich wirklich gut verstanden, das hat man gesehen. Wollte ihn auch aus der Irrenanstalt abholen. Aber da war der Vergolder selber schneller, was alle noch gewundert hat -- es weiß ja jeder, dass die zwei sich nicht riechen können. Drum war ja auch das Alibi vom Vergolder so wasserdicht. Die zwei hatten da nämlich ihre übliche Weihnachtsfeier, wie jedes Jahr.
Und dass der Lorenz, der Neffe vom Vergolder, die Drohbriefe geschrieben hat, die man dann gefunden hat -- das hat auch ganz Zell gewusst. Aber der Brenner hat's dann doch rausgefunden. Dass die beiden an dem Abend was anderes gemacht haben, meine ich. Aber da wars schon zu spät -- da waren sie beide schon tot....
Auferstehung der Toten liest man nicht, man hört es. Es wird einem nämlich erzählt -- als ob man am Stammtisch jemandem zuhört, der schön langsam und umständlich eine Geschichte erzählt. Das mag man entweder -- oder man hört spätestens auf der zweiten Seite zu lesen auf. Wenn man weiterliest, dann erfährt man ein bisschen was übers Kleinstadtleben, über ehrgeizige Provinzjournalisten, impertinente Wiener Kripoleiter, Klatsch und Tratsch -- und nebenbei auch, was es mit diesen zwei Toten am Lift auf sich hat.
Die Krimihandlung ist der eigentliche Schwachpunkt -- nicht besonders aufregend, aber witzig. --Daniela Ecker
Die einen lieben die kabarettartige Erzählweise, die anderen können Haas nicht ausstehen, weil Geschichte und Erzählstruktur zu Gunsten der Erzählweise schwer vernachlässigt werden. Ebenso ergeht es der Personencharakterisierung und Entwicklung. Beides ist praktisch nicht vorhanden. Die Figuren jedenfalls bleiben klischeehaft und unterentwickelt, und dies ist nicht bloß durch die Sprache ausgelöst.
Natürlich gibt es eine Geschichte, und diese wäre auch ganz gut geeignet um einen guten Krimi abzugeben, diese allerdings verkommt fast zur Nebensächlichkeit. Es geht in diesem Werk um den Mord an zwei amerikanischen Touristen im Wintersportort Zell am See, die eines Morgens erfroren am Sessellift gefunden werden. Simon Brenner, ein ehemaliger Polizeibeamter, der sich jetzt als Detektiv versuchen möchte hat die Aufgabe diesen Fall zu lösen. Dabei allerdings beißt er lange Zeit auf Granit, bis er schließlich den entsprechenden Hinweis findet und richtig deutet.
Eine Empfehlung abzugeben ist gerade bei Wolf Haas sehr schwierig.
... Lesen Sie weiter... ›Das Buch handelt von einem Millionärs-Ehepaar aus USA, die im Skilift sterben, bis der Mörder gefunden ist, erwachen Tote wieder zum Leben, explodieren Tankstellen,... und das alles in dem kleinen Ort.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der gute Krimis lesen möchte.
|
|
|