Es ist schön, die Erzählung von jemandem zu lesen, dem es nicht nur um die Gipfel ging, sondern um die Landschaft, das Erkunden und Entdecken. Das Buch ist beeindruckend, mit interessanten und aufschlussreichen Skizzen, die den Verlauf der Besteigungen und Erkundungen auch für Ortsunkundige nachvollziehbar macht.
Die Erzählungen im Buch sind überschattet von der Tragödie am K2, bei der zahlreiche Bergsteiger und darunter auch seine Berg- und Filmpartnerin Julie Tullies ums Leben kamen. Immer wieder kommt K.D. auf dieses Thema zurück. Teilweise ergeht er sich in Schuldzuweisungen, Erklärungen und Richtigstellungen, die für mich als Leserin manchmal schon zu breitgetreten wurde.
Das Thema "Amazonas", das auch im Titel erscheint, ist zwar witzig, steht aber in überhaupt keinem Zusammenhang zu Zeit, Ort, Geschehnissen, Stil usw zu den vorhergehenden 90% des Buches. Nur der Hauptdarsteller ist der gleiche. Es liegt die Vermutung nahe, daß es sich dabei um ein Kapitel handelt, daß schon seit langer Zeit geschrieben in einer Schublade lag und bislang in kein Buch reinpasste. OK. Auch wenn es thematisch echt nicht recht reinpasst, so ist es doch unterhaltsam. Aber es hat halt nix mit dem restlichen Buch zu tun.