Kurzbeschreibung
Korea hat in seiner konfliktreichen Geschichte des 20. Jahrhundert innerhalb weniger Jahrzehnte Entwicklungen durchgemacht, für die Europa zweihundert Jahre brauchte. Daraus entstanden Spannungen, die auch die koreanische Literatur kennzeichnen: zwischen tradierten und modernen Formen, zwischen der Rückschau auf eine vorgeblich einfache Vergangenheit und dem Versuch, das Neue zu verarbeiten. Zu entdecken ist noch wenig Bekanntes. Kai Köhler gibt in seinem Buch einen Überblick zur koreanischen Literatur, soweit sie bislang ins Deutsche übersetzt ist. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse von Auswirkungen der Modernisierung. Das Buch eignet sich zugleich als Nachschlagewerk zu den wichtigsten Autoren Koreas, enthält viele Hinweise zum literarischen Leben dieses Landes und reflektiert spezifische Problemen der Übersetzung aus dem Koreanischen.
Über den Autor
Kai Köhler, geb. 1964, Studium der Germanistik, Romanistik und Politikwissenschaft, Promotion in Marburg mit einer Arbeit zur Germanistik im „Dritten Reich“. Arbeitsschwerpunkte: Literatur und Nationalismus, germanistische Fachgeschichte, Literatur und Musik. Seit 2002 DAAD-Lektor / Visiting Associate Professor an der Nationaluniversität Seoul.