Jaja, der Wiglaf, auch Konsequenz-Droste genannt: Erst dutzendfach vor Hass gegen Brandenburger triefende Texte verfassen und sich dann als Rheinsberger Stadtschreiber von Steuergeldern ebenderselben nähren. Non olet pecunia. Und sich von dem guten Westberliner Literaturbetriebsbekannten Böthig im Klappentext als Ersatztucholsky und daher Hilfsheine unserer Tage feiern zu lassen- als Autor hätte ich mir das sicherlich verbeten. Genau wie den Umschlagfoto-Strohhut, der den westfälischen Quadratschädel auch nicht zu einem Peter Hacks macht.
Das Buch selber: Droste scheint sich gesagt zu haben, dass er es mal mit dem Positiven versuchen müsste und das Positive an ihm selber sich am besten dazu eignet. Er zählt also auf, wie toll er kochen kann, was für anspruchsvolle Musik er hört und wie die Weiber auf ihn stehen. Leider gehts nach hinten los. Für die Stelle des Hassjünglings ist er allmählich nicht mehr im richtigen Alter, und seine Aufzählung von Kochrezepten, von ihm gut gefundenen Künstlern und dgl. hat etwas derart gönnerhaft Bräsig-Belehrendes, dass man schon nach einer ziemlich kurzen Weile genug hat. Droste scheint das Ende seiner Laufbahn erreicht zu haben, wenn er sogar bei der taz hinauskomplimentiert wurde, jetzt nur noch bei der linksradikalen "jungen welt" veröffentlichen kann und obendrein den Rheinsberger Stadtschreiberjob annehmen musste. Die bisherigen Inhaber dieses Postens zeichnen sich ja ebenfalls durch äußerste Unbekanntheit verbunden mit hinterher auch nicht leuchtenderer Karriere aus (Peter Brasch, Inka Bach, Stevan Tontic... Schon mal gehört?).