Aus der Amazon.de-Redaktion
Richtig schöne Traumgeschichten mit allem Drum und Dran hat der Kabarettist und Schauspieler Erwin Grosche zusammengestellt. Da gibt es sieben verschiedene Einschlaftricks, die in ihrer Wirkung recht unterschiedlich sind. Dazu eine große Auswahl an Traumtapeten und nicht zu vergessen jede Menge Geschichten von Pauline.
In ihren Träumen geht es immer recht abenteuerlich zu. Eines nachts ist sie unterwegs, um ihrem kleinen Bruder zu helfen, den Schatz der Könige zu heben. Das ist gar nicht so einfach, denn die Schurken Hatschi Pfeffer und sein Kumpel Udu Hupe sind auch hinter der Schatzkiste her. Welch ein Schreck, als Pauline plötzlich von einem lauten Hupen aus ihrem Traum gerissen wird. Aber alles kein Problem. Jetzt kommt Herr Pschiboli Pschibuli von der Traumstörstelle zum Einsatz. Er kennt sich mit Träumen aus, denn er hat sie alle auf seinen Bildschirmen vor sich.
Die Grafikerin Dagmar Geisler setzt dieses sprachliche Feuerwerk in eine Vielzahl witziger Bilder um, die die Wortakrobatik farblich hervorheben, zum Beispiel das Ohrengrauen-Orchester bringt sie erst richtig zum Klingen.
Und wenn nichts mehr hilft, dann kommt Onkel Theobald, "der nach Geburtstag und schulfrei" riecht, ins Spiel. Sein zweiter Vorname ist Schlaf und wenn er mit seiner tiefen Stimme sanfte Wörter spricht, dann gähnen alle: "Wackelpudding, Max-Planck-Institut, Weichspüler,..." --Manuela Haselberger
Kurzbeschreibung
Kaum ist Pauline abends eingeschlafen, dann geht sie los: die Reise in die Nacht, in eine Welt, in der alles möglich scheint. Mit von der Partie sind ihr kleiner Bruder Peter, Schlafvogel Platsch, Frau Bumbumski und ihr Ohrengrauenorchester und natürlich die beiden Gauner Hatschi Pfeffer und Udu Hupe, die Pauline immer austricksen wollen. Aber die haben ihre Rechnung ohne die beiden Herren von der Traumstörstelle gemacht: Schnell den Spruch der Nacht geflüstert und schon sind sie da: Herr Pschiboli Pschibuli und sein scheuer Kollege Herr Neua sorgen stets dafür, dass Pauline alle Abenteuer heil übersteht.
Über den Autor
1996 erhielt er den Prix Pantheon und 1999 den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kleinkunst. In der Begründung der Jury heißt es: »Damit zeichnet die Jury einen Künstler aus - nachdem er bereits 1985 den Förderpreis der Stadt Mainz erhielt, der durch handwerkliche Perfektion und inhaltliche Konsequenz Qualität gegen Quote behauptet. In seinen unverwechselbaren Programmen hat er in versponnenen Geschichten voller Poesie Absurdität als Alltag entlarvt und dagegen stets Fantasie als einzig mögliches Überlebensprogramm gestellt.«
Ähnlich wie seine Bühnenproduktionen sind auch seine Kinderbücher geprägt von übermütigem, leicht absurdem Wortwitz, Freude an den kleinen Skurrilitäten des Alltags und überraschenden Schauplätzen. Auch die Handlung nimmt nicht selten unerwartete Wendungen. »Wenn ich eine Geschichte lese und ich merke, wie sie sich entwickeln wird, dann wird sie für mich langweilig«, sagt Grosche. Die Themen seiner Bücher sind trotz aller skurriler Fantastik, die seine Texte auszeichnet, dem modernen Alltag entnommen, nicht selten entstammen ihre Helden natürlich in Groschescher Verfremdung der unmittelbaren Umgebung des Autors: Den Schlafologen und Traumtüftler Dr. Seidensticker aus seinem Traumbuch Auf leisen Sohlen (dtv junior 70558) gibt es zum Beispiel genauso wirklich wie den kleinen Peter, nur ist der in Wirklichkeit ein Mädchen.
Wenn Erwin Grosche schreibt, dann hat er keine bestimmte, eingegrenzte Zielgruppe vor Augen. Dass seine Texte für Kinder und Erwachsene gleichermaßen Überraschendes zu bieten haben, wird besonders deutlich, wenn er sie auf der Bühne liest und spielt. Er ist nicht nur für Erwachsene ein gefragter Bühnenkünstler, sondern inzwischen finden auch seine Produktionen für Kinder großen Anklang (wer sich für einen Auftritt interessiert, kann sich mit Ilona Ott, dtv, Tel: 089/38167-160 in Verbindung setzen).
Mit seinem Buch Der Schlafbewacher (Gabriel Verlag) kam er 2001 auf die Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Für seine Badewannenkapitän-CD erhielt er den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2003. Außerdem erhielt er für seine Werke die »KinderakadeMieze« der Evangelischen Akademie Hofgeismar.
Weitere Literatur zu Erwin Grosche:
Marcy, Claudia: »Ich gehe auf dem Kopf«. Der Kabarettist Erwin Grosche schreibt auch Kinderbücher. In: Eselsohr 2/2000, S. 6/7