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Das ist der Plot zu einem Road Movie der besonderen Art, den Keith Lowe, hauptberuflich Lektor eines britischen Verlagshauses, mit einem sicheren Gespür für Tempowechsel und natürlich nicht ohne eine große Portion schwarzen, britischen Humors vor seinen Lesern ausbreitet.
Andy bleibt nicht lange allein: Sehr bald gesellt sich Brian zu ihm, ein Penner, der in der "Tube" lebt. Aus den anfänglichen Annäherungsschwierigkeiten dieses vordergründig ungleichen Paars entwickelt sich nach und nach eine Freundschaft: anfangs noch auf dem Zweck der Reise begründet, im Verlauf des Abenteuers jedoch zunehmend durch gegenseitiges Vertrauen und Verständnis geprägt.
Skurrile, lustige, melancholische und dramatische Ereignisse begleiten den Weg der beiden durch Londons Untergrund. Ihre Reise wird mehr als einmal durch die berühmt-berüchtigten kleinen und großen Katastrophen, die die überalterte U-Bahntechnik zu bieten hat, unterbrochen oder gar an den Rand des Scheiterns gebracht. Noch dazu sabotiert Rolf, das ist jedenfalls Andys erklärte Überzeugung, den Trip nach Kräften und ist anscheinend immer erstaunlich gut über den Verlauf der Reise unterrichtet. Währenddessen schildert Lowe in Einblendungen immer wieder Tagesablauf, Gedanken und Befürchtungen Rachels, die sich im Verlauf der Geschichte immer häufiger fragt, wie zum Teufel sie sich mit diesem Spring-ins-Feld einlassen konnte.
So ganz nebenbei erfährt der Leser viel Wissenswertes über London, seine Einwohner, die jüngere Geschichte und natürlich eine Menge mehr über die Londoner U-Bahn an sich, vielleicht weniger von Bedeutung, aber dennoch häufig interessant und fast immer amüsant. Und man ist überrascht, dass annähernd alles, was man über London und seine Bewohner bislang aus Rund um Big Ben, Monty Python und anderen Quellen erfahren hat, in Auf ganzer Linie Bestätigung und Abrundung erfährt. Und unwillkürlich fühlt man sich als Teilnehmer des Spiels Scotland Yard.
Die Melange wird von Keith Lowe grandios serviert: Glaubhafte, da nicht überzeichnete Figuren, wechselnde, realistische Schauplätze und wohl kalkulierte Spannungsbögen, die es dem Leser schwierig machen, das Buch aus der Hand zu legen -- man muss einfach mit Rachel und Andy dem Happy-End (?) entgegen fiebern. --Jörg Thatje -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn Sie das nächste Mal in der U-Bahn sitzen...,
Rezension bezieht sich auf: Auf ganzer Linie (Gebundene Ausgabe)
...und sich wie immer zu Tode langweilen, dann nehmen Sie doch mal dieses Buch zur Hand. Wenn man sich so den Klappentext durchliest, könnte man denken: Ein Buch über einen Mann, der den ganzen Zag U-Bahn fährt, das kann doch nicht interessant sein. Aber weit gefehlt! Es ist faszinierend, was der Autor aus dieser zugleich simplen und doch originellen Idee gemacht hat. Jedes Kapitel hält eine neue Überraschung bereit, der Schreibstil ist voll von trockenem britischen Humor und Situationskomik und gleichzeitig entsteht eine gewisse Spannung, 1. durch die Frage, ob unser tapferer U-Bahn-Held seine Wette gewinnt (schließlich ist der Einsatz nicht gerade niedrig und die Zeit wird durch ständige Zwischenfälle immer knapper) und 2. durch die Unklarheit über Andys zwielichtigen Freund, der ihn zu verfolgen scheint und außerdem auch noch ein Auge auf seine Freundin geworfen hat. Diese trägt ebenfalls zur Handlung bei, denn während ihr Zukünftiger verzweifelt versucht, sein Wette zu gewinnen, ist sie auch nicht untätig...Andy begegnet auf seinem Wettlauf gegen die Zeit den seltsamsten Gestalten, die in gewisser Weise die britsche Gesellschaft wiederspiegeln und ebenso eine Hommage an den Alltag in der Londoner U-Bahn sind. Dieses Buch hat Tempo, man fiebert mit mit diesem armen Kerl, der die wahrscheinlich dümmste Entscheidung seines Lebens getroffen hat. Sein Unterfangen ist purer Irrsinn, und gerade das macht das Buch so interessant. Übrigens: Wer noch mehr über die Briten und ihre eigenartigen Wetten lesen will, dem kann ich nur wärmstens Tony Hawks empfehlen. Bei der Lektüre von "Mit dem Kühlschrank durch Irland" ist der Lacherfolg ebenso garantiert wie hier. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Greatissimo!!!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Auf ganzer Linie (Gebundene Ausgabe)
Da zeigt sich's mal wieder: daß die Engländer einfach besser schreiben können - witziger, leichter, unprätentiöser und origineller als alle Krachts dieser Welt. AUF GANZER LINIE ist ein Spitzendebüt, hoch unterhaltsam und temporeich geschrieben. Und auf keinen Fall nur London-Fans zu empfehlen. Bleibt nur zu hoffen, daß weitere Romane dieses Autors folgen werden!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Rasantes U-Bahn Spektakel,
Rezension bezieht sich auf: Auf ganzer Linie: Roman (Taschenbuch)
Ein U-Bahn Freak setzt kurz vor seiner Hochzeit seine ganze Zukunft unter Alkoholeinfluß aufs Spiel. Er nimmt eine Wette an die Ihn seine Hochzeit kosten kann. Um dieses Horrorszenario zu verhindern muß er alle U-Bahn Stationen innerhalb eines Tages abfahren. So kommt es das sich Andy morgens früh in Mordon einem trostlosen Randbezirk Londons wiederfindet mit der Zeit und jeglichen Unwägbarkeiten als Gegner.Auf diesem Plot baut Lowe gekonnt einen "Road"Trip durch die Londoner U-Bahn Landschaft auf.Er führt einen in die Grundzüge der Londoner U-Bahn Geschichte ein . Mit Andy und seinem freiwilligen Leidensgenossen Brian , einen Landstreicher den er in der U-Bahn aufgegabelt hat, hat der Autor zwei Figuren geschaffen die einen durch Ihre skurrile Art in Ihren Bann ziehen.Dadurch ist ein Buch entstanden was einen einfach begeistern muß.Einziger Wehrmutstropfen ist das sowohl unlogisch als auch ziemlich plump anmutende Ende , welches eine höhere Bewertung verhindert Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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