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Auf einem blauen Elefanten: 8353 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin an die Wolga und zurück
 
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Auf einem blauen Elefanten: 8353 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin an die Wolga und zurück [Gebundene Ausgabe]

Christoph D. Brumme
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 250 Seiten
  • Verlag: Dittrich, Berlin; Auflage: 1. Auflage. (2. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937717323
  • ISBN-13: 978-3937717326
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 329.019 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christoph D. Brumme
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Christoph Brummes Buch ist anders. (...) Das Buch lebt (...) von den Begegnungen, die Brumme widerfahren. Er erzählt von seinen Vorurteilen, die Ukraine betreffend. Räuber und Banditen vermutet man dort, alle Formen von Gesetzlosigkeit und Willkür, einfach mafiöse Zustände udn Brumme - Brumme fährt mit seinem Rad durch das Land und bekennt am Ende, dass es nicht eine Stunde gegeben hätte, in der er diese Fahrt bereut habe. (...) Brumme zieht ein doppeltes Fazit aus seiner Tour de Wolga: Er liebt das Alleinsein, und er hat erlebt, dass die meisten Menschen hilfsbereit, freundlich und ehrlich sind. Das klingt recht schlicht, aber vielleicht sind viele Wahrheiten genau das. Mein Fazit: Lesenswert. (Günter Wessel, Deutschlandradio)

Brummes Reisebericht ist sprachlich brilliant und man merkt ihm nicht die Mühe an, die der Autor auf die Feinheiten seines Stils verwendet hat. Die treffenden, kurzen Formulierungen, die Vermischung von Reiseerlebnis, kommentierendem Metatext und literaturhistorischen Exkursen lassen den Fahrradfahrer Brumme eine ganz eigene Sicht auf die Menschen finden, die ihn auf seiner Reise begegnen. (...) Dieses Erlebnis mit dem Autor zu teilen, darauf sollte kein Leser verzichten. (Thomas Neumann, literaturkritk.de)

Das Buch erinnert an Wolfgang Büschers preisgekröntes Werk »Berlin - Moskau«. Brummes Bericht ist ähnlich lesenswert und tiefgründig, nur nicht so geschichtsgründelnd. (Maren Schürmann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

Kurzbeschreibung

Mit einem ganz normalen Tourenfahrrad macht sich Christoph D. Brumme im Mai 2007 auf den Weg nach Saratov in Russland. Viel zu gefährlich!, warnen ihn Freunde und Bekannte, Russen, Ukrainer und Deutsche. Doch Brumme möchte die unbekannte Wirklichkeit erforschen. Er träumt davon, in der Wolga zu schwimmen, im Mondschein in der Steppe zu schlafen und sich das Rauchen abzugewöhnen.
Nach acht Tagen durch Polen erreicht er die ukrainische Grenze. Es zieht ihn dorthin, wo mehr Nutz- als Zierpflanzen in den Gärten stehen."Die Leute mit den Nutzpflanzen sind die besseren Erzähler. Die Zierpflanzen-Besitzer verfügen über ein Konto, sie haben Kaufverträge abgeschlossen, und bei ihnen kann man viel kaputt oder schmutzig machen.
Das wirkt sich auf die Bereitschaft zum Erzählen aus."Bald trifft er auch frühmorgens die "Räuber und Banditen": Sie arbeiten im Regen auf den Feldern und tragen Stützstrümpfe und Hörgeräte aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Die größte Entdeckung sind jedoch die Buswartehäuschen. Seit Jahrzehnten werden sie mit Mosai-ken gestaltet, eines schöner als das andere. Er fotografiert die farbenfrohen Zeugen der Geschichte und diskutiert mit Passanten über die sowjetische Zeit.
Das Diktiergerät hat Brumme sich um den Hals gehängt, so kann er Einfälle und Beobachtungen auch während des Fahrens festhalten. Er arbeitet als Tellerwäscher und in einer Brigade von Bauarbeitern, trifft weise Offiziere und einen Drogenfahnder, er lernt ein betrunkenes Dorf kennen. Er wird eingeladen, beschenkt und bestaunt.
Das Radfahren wird zunehmend zu einem Rausch. Brumme hält sich selbst und den Ziegen am Wegrand Vorträge, denkt über das Schreiben nach und erinnert sich an Schachpartien.
Wer mit ihm reist, wird reich belohnt. Die vielen Begegnungen fügen sich zu einem farbigen Porträt der Länder in der "Schwarzen Mitte Europas", über die wir Westeuropäer noch viel zu wenig wissen.
Anhand von Übersichtskarten kann der Leser die einzelnen Etappen der Tour de Wolga nachvollziehen.
Eine Auswahl der Buswartehäuschen wird auf einem farbigen Innenteil dokumentiert.

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Kundenrezensionen

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Kein Elefant weit und breit, 29. März 2009
Von 
Udo Kewitsch "Udokah" (Landkreis TS) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Auf einem blauen Elefanten: 8353 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin an die Wolga und zurück (Gebundene Ausgabe)
Kein Elefant weit und breit. Ch. Brumme scheint ein durchaus etwas einzigartiger Zeitgenosse zu sein. In gewisser Weise handelt es sich hier also auch um ein einzigartiges Buch. Dies ist kein Radreiseführer. Dies ist kein literarisches Werk. Dies ist eine Kreuzung aus beiden Aspekten. Seltsam ? Nein, einzigartig, irgendwie. Während der Radbegeisterte sich also an der jeweiligen Tagesleistung und den Begebenheiten entlang des Weges orientieren kann, so wird dem literaturhungrigen durchaus auch etwas geboten. Immer wieder Zitate aus Kafkas Werken und Nietzsches Abhandlungen. Autor Brumme, beschreibt seinen langen Weg zur Wolga, ohne dabei die klassischen Elemente der Radreiseliteratur zu bemühen. Er hat seinen eigenen Stil, anders, aber deswegen noch lange nicht schlecht. Gut lesbar und unterhaltend allemal. Wer also neue Aspekte sucht, der wird Buswartehäuschen ebenso finden, wie eine, für manchen doch überraschende, Beschreibung der russischen und ukrainischen Menschen entlang des Weges.

Fazit: ein etwas andere Lektüre, weit abseits vom Mainstream und dennoch gut lesbar und gelungen. Eine Ergänzung des breitgefächerten Angebotes für Radbegeisterte Leser oder lesebegeisterte Radler.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tour de Wolga, 26. November 2009
Von 
Uwe-Jens Has (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Auf einem blauen Elefanten: 8353 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin an die Wolga und zurück (Gebundene Ausgabe)
Wenn man nach Saratov im Wolgagebiet will, kann man sich am Berliner Bahnhof Lichtenberg

eine Fahrkarte für den längsten Zug kaufen, der von deutschem Boden ausgeht

und 2 Tage und 2 Nächte weiter ist man schon da.

Christoph D. Brumme hat aber ein 21-Gänge-Rad und nimmt eben das. Wobei das größte Problem

ungefähr so ist:

Er holpert in ein Dorf, seine Wasserflasche fällt laut klappernd runter,

geht zu Bruch, die Hunde an den Ketten bellen um die Wette, wer ihn denn nun fressen darf,

die Enten schnattern, der Besitzer kommt raus, lädt ihn zum Essen ein , schenkt ihm eine

neue Flasche, es gibt Bratkartoffeln mit Ei, im Nu fertiggestellt und beginnt dann,

alle Frauen anzurufen die er kennt um Christoph D. Brumme an eine davon zu verheiraten.

Auf Seite 202 angelangt, man kann es im Gegensatz zu den Etappen, die Brumme

natürlich machen muss, in einem Rutsch lesen, steht dies:

Die Frage, was mir in Russland gefällt, kann ich mit einem Wort beantworten -alles.

Und wenn man das obige Erlebnis liest, das er in hunderten Variationen noch weiter

erfährt, versteht man auch , warum.

Es gibt den Tag der Krankenschwester, den Tag des Fahrradfahrers, den Tag des Feuerwerkers,

den Tag des Buchhalters, und alles muß kräftig gefeiert werden..

Wichtig ist immer die Dusche und einmal bietet eine Frau ihm eine an, auch Übernachtung,

deren Mann wohl gerade entfleucht ist und während die Schwester ihr zuruft, sie solle

für das Rad 10 Euro extra nehmen, umgerechnet, kommt die Frau ohne Mann, gerade als er

sich einseift, herbei und lupft den Vorhang um sich ihn genauer anzuseh'n..

Unterwegs keine Panne mit dem Rad, keine Räuber, bloß nachts stuken die Maulwürfe

von unten gegen den Zeltboden, da gibt's natürlich was auf die Nase.

Einmal hat er versehentlich ein Huhn auf dem Gepäckträger und draußen rumort

es so. Das waren die Wölfe, die wollten es auch haben. Da wurde es dann kurz gefährlich

-für wen ? Für die Wölfe , denn Brumme hatte ja sein Fahrradkettenschloß in der Hand.

Das auch eine gute Waffe ist.

Stört ihn was unterwegs? Es ist nicht viel, immer die gleichen Fragen, ob er eine Landkarte

dabei hat? Nein, er fährt nach Schnittmusterbogen.

Bei dem Buchtitel dachte ich zunächst , na jetzt übertreibt er aber, möchte es gern lyrisch.

Aber es ist die nackte Wahrheit. Gewiß, Fahrräder gibt es überall, aber wenn er im letzten

ukrainischen Nest mit seinem bepackten Rad in seiner Tour-de Wolga-Kluft mit Helm auftaucht,

staunen die Dorfbewohner Bauklötzer und die Lastwagenfahrer in ihren haushohen LKW's ver-

gessen zu lenken. Als ob er auf einem blauen Elefanten angeritten käme, genauso.

Er hat Musik von Rammstein und The Doors dabei, außerdem Nietzsche, Kleist, Kafka, Dostojevskij,

Brecht, Hölderlin.

Unterwegs fotografiert er seltsam schöne Buswartehäuschen, die dort eine ähnliche Funktion

haben wie in Berlin oder Moskau die U-Bahnhöfe. Sie sind ganz unerschiedlich, meist mit

Mosaiksteinen und viel künstlerischem oder handwerklichen Aufwand gestaltet.

Er hat viele davon fotografiert, farbig, leider-leider sind sie nur im Buch selber zu sehen,

nicht etwa schon auf dem Umschlag.

Seine Tour spricht sich herum, vorher war immer schon ein Franzose da auf dem Weg von Paris

nach Kasachstan . Und so kommt es, dass er je weiter er kommt desto öfter schon aus dem Radio

oder Fernsehen bekannt ist. Das erleichtert vieles. Skurrile Erlebnisse mit der russischen

Bürokratie inbegriffen.

Er kann natürlich Russisch und zur Not gibt es in Saratov einen Deutschen Lesesaal.

Welches das beliebteste Land in Rußland ist? Kaum zu fassen: Es ist Deutschland.

Auf den Krieg wird er , wohl aus Taktgefühl, selten angesprochen obwohl er allen ständig

bewußt ist. Daß alle Russen mindestens zwei deutsche Wörter kennen ist was anderes.

Die heißen 'Geil Gitler'. Weil die Russen kein 'h' sprechen können.

Kleine DDR-Reminiszenzen sind auch schön zu lesen, so daß in dem Märchen Aschenputtel

der Gebrüder-Grimm-Satz 'Das Kind war fromm' in der Version ' Das Kind war brav' zu

lesen war.

Ich habe mir so an die 30 Seiten notiert auf die ich hier Bezug nehmen wollte, aber

das geht natürlich nicht. Irgendwo taucht im Text über einen russischen Politiker das

Wort Teufelskerl auf. Das ist Brumme natürlich selber auch.

Eins ist merkwürdig: Wund- und Heilsalbe hat er, scheints, nicht mitgenommen..

Falls er nocheinmal etwas ähnliches schreiben sollte, bin ich, bequem auf'm Sofa sitzend,

statt im Sattel, lesend dabei.
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Schriftsteller?, 15. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Auf einem blauen Elefanten: 8353 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin an die Wolga und zurück (Gebundene Ausgabe)
Ein interessanter Abenteuerbericht. Von einem Schriftsteller hätte ich aber mehr sprachliche Eleganz erwartet. Gespannt war ich auf die Beschreibung seines Etappenziels Kiew, aber leider Fehlanzeige. Er hatte nur noch seine Kilometerleistungen im Kopf.

Empfehlenswert für Jugentliche, die die Welt kennenlernen wollen, nicht zimperlich sind, aber noch keine Ahnung haben, wie man das anstellt: die Welt kennen lernen.

Jürgen Obrowski
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