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Auf die Lehrer kommt es an!: Für eine Rückkehr der Pädagogik in die Schule
 
 
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Auf die Lehrer kommt es an!: Für eine Rückkehr der Pädagogik in die Schule [Gebundene Ausgabe]

Michael Felten
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 2 (11. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579068822
  • ISBN-13: 978-3579068824
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 33.774 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Felten
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich habe Feltens Plädoyer für eine "Rückkehr der Pädagogik in die Schule" mit Vergnügen und Zustimmung gelesen. Es handelt es sich um eine kenntnisreiche Bestandsaufnahme und um eine kritische Diskussion zentraler bildungspolitischer Themen im Zusammenhang mit der Qualität des Unterrichts und seinen Gelingensbedingungen, mit Schwerpunkten auf der Rolle der Lehrerprofessionalität, der Diagnosekompetenz, und vor allem des Beziehungsaspektes, als einer wichtigen Bedingung für ein lernförderliches Klima in Schulklassen. Felten knüpft vielfach an die grundlegenden Äußerungen von Franz-Emanuel Weinert an, dem wir zentrale Aussagen über Schule und Erziehung, Lehren und Lernen verdanken und der sich - wie auch Felten in diesem Buch - jenseits wechselnder Modeströmungen immer wieder gegen verbreitete Einseitigkeiten, Übertreibungen, populistische Floskeln und unausrottbare Mythen sowie gegen die Trivialisierung unterrichtswissenschaftlicher Befunde gewendet hat. Ein besonderer Reiz des Buches besteht für mich darin, dass es von der Erfahrung eines mehr als 30jährigen Lehrerdaseins lebt, was in vielen anschaulichen Beispielen zum Ausdruck kommt. Ich wünsche diesem anregenden Buch viele Leserinnen und Leser - in der Lehrerausbildung, in Studienseminaren und in der Schulpraxis." (Prof. Dr. Andreas Helmke, Universität Landau/FB Psychologie, seit 1998 Mitglied des PISA - Beirats der KMK )

"Das Buch enthält jede Menge Vorschläge für eine erstrebenswerte Praxis. Es gibt vielerlei Anregungen für eine reflektierte Gestaltung des pädagogischen Handelns und macht auch sensibel für die vordergründig unsichtbaren, aber wirkmächtigen Determinanten in einer gegebenen Erziehungssituation. Man liest es, zumal als Lehrer, gern und empfiehlt es gern zur Lektüre." (Bund Freiheit der Wissenschaft / Dr. Winfried Holzapfel )

Mit pädagogischem Herzblut geschrieben, auch für Bildungsethiker lesenswert, wohltuend un-zeitgemäß. (Kunze, Axel Bernd (2010): Rückkehr der Pädagogik. In: Forum Sozialethik [Weblog] )

Kurzbeschreibung

Plädoyer für einen neuen pädagogischen Zeitgeist

- Eine überraschende Orientierung für angehende, erfahrene oder ausgelaugte Lehrer
- Eine Ermutigung zu einer kindgemäßen Führung – fundiert, knapp und leicht verständlich

Die Bildungsdebatte kreist zu sehr um Strukturfragen und Leistungsstandards. Schulerfolg und Chancengerechtigkeit sind aber vor allem eine Frage der Unterrichtsqualität. Angesichts veränderter Kindheiten erweisen sich steuernde Lehrformen der offenen Pädagogik als vielfach überlegen. Gefragt sind heute Führungsfreude, Methodenklarheit und Einfühlsamkeit.
Doch: Wie funktioniert Ermutigung? Wann gelingt Motivation? Was ist effiziente Klassenführung? Welche Anstöße helfen bei Lernproblemen? Michael Felten plädiert in seinem Buch eindringlich für einen neuen pädagogischen Zeitgeist: für ein un-verschämtes Besinnen auf Pädagogik, für ein selbst-bewusstes Beschränken im Methodischen und für ein tiefer-gehendes Bemühen um Psychologie in der Schule. Eine überraschende Orientierung für angehende, erfahrene oder ausgelaugte Lehrer – fundiert, knapp und leicht verständlich.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem über viele Jahre hinweg eher die Kritik an den bestehenden Schulverhältnissen, den Lehrern und der Kultusbürokratie im Vordergrund der öffentlichen Debatte standen, mehren sich nun die Veröffentlichungen ( und, da bin ich sicher, auch die vielen unbekannten Beispiele in der Praxis), in denen optimistisch, praxisnah und zukunftorientiert die Bildungsdebatte jenseits der Diskussion von Strukturfragen und Organisationsproblemen angegangen wird.

Das vorliegende Buch des seit 28 Jahren als Gymnasiallehrer tätigen Autors Michael Felten ist ein gelungenes Beispiel dafür. Er geht, wie ich finde, vollkommen richtig, davon aus, dass es nicht so sehr die Struktur und die Organisation der Schule ist, die den Schulerfolg der Schüler und die Chancengerechtigkeit in der Schule gewährleisten, sondern er befasst sich in seinem Buch mit einem schon den früheren Generationen bekannten, von jedem ehemaligen Schüler selbst erlebten und dennoch in der Vergangenheit in der Debatte fast vergessenen und jedenfalls immer weit unterschätzten Kern allen Lernens in der Schule, dem menschlichen Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern, das, was er die pädagogische Beziehung nennt. Bernhard Bueb hat in seinen beiden Büchern darauf hingewiesen, Jesper Juul predigt es seit langem auch für Eltern: Führungsfreude, Methodenklarheit und vor allen Dingen Empathie, Einfühlungsfähigkeiten, die unabdingbar sind für den Lehrerberuf. Lange hinter der reinen Wissensvermittlung zurückgeblieben, legt Michael Felten in diesem für Lehrer wie Eltern gleichermaßen interessanten und empfehlenswerten Buch seinen Fokus auf die Person und das Verhalten des Lehrers und der Lehrerin. Er gewinnt dabei viele überraschend positive und optimistische Perspektiven für einen gelingenden Schulalltag in Strukturen und Verhältnissen, die man zwar weiterhin im Blick halten muss, die aber für den schulischen Erfolg und die Freude am Lernen, die "pädagogische Beziehung" ( früher nannte man das auch schon einmal den "pädagogischen Eros") eher zweitrangig sind.

Man darf das Buch schon vom Titel her nicht verstehen als Lehrerschelte, sondern es ist in wörtlich verstandenem Sinne eine "Zumutung" , eine Ermutigung an alle Menschen, die in unseren Schulen mit Kindern arbeiten. Für sie speziell hat er sein lesenswertes und aufbauendes Buch auch gespickt mit vielen praktischen Beispielen.

Für Lehrer mit langer Berufserfahrung ist es genauso geschrieben wie für den Berufseinsteiger, der sich noch mit seiner Motivation herumschlägt. Fazit: wenn du als junger Mensch dich mit der Frage befasst, Lehrer zu werden und dich nach eingehender Prüfung zu der in diesem Buch von einem Lehrer erwarteten emotionalen und menschlichen Qualität nicht in der Lage siehst, solltest du von diesem Beruf Abstand nehmen. Spricht dich diese Haltung an, spürst du so etwas als Fähigkeit in dir, die du vielleicht durch Ausbildung und Supervision noch ausbauen kannst, dann ergreife mit Freude diesen wunderbaren Beruf und lass dich von keinen strukturellen oder organisatorischen Fragen mehr abschrecken. Du kannst mit deiner Person mithelfen, dass sich etwas ändert in unseren Schulen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Prolog (Menschen, nicht Strukturen!), drei Kapitel (1. Pädagogisch: Das Führen beleben; 2. Methodisch: Auf das Wesentliche besinnen; 3. Psychologisch: Um Verstehen bemühen.) und ein Epilog (Was ist schulpädagogischer Eros?) legen den Rahmen fest und stellen die Lehrer in den Mittelpunkt.
Auf sie kommt es an.
Der Autor startet mit dem Verweis auf eine 13teilige schwedische Fernsehserie, die zeigt, was geschieht, wenn die besten Lehrer des Landes auf die schwierigste Klasse losgelassen werden: Landesweit erster Platz in Mathe, Vierter Platz in Schwedisch, überdurchschnittlich in Englisch. Das ist für Michael Felten der Beweis: Auf die Lehrer kommt es an.
Und dann trägt er zusammen, was gute Lehrer beachten und wissen müssen. Wichtig sind ihm die Erkenntnisse Alfred Adlers, die angeblichen Irrwege der 68er, die falsche Kuschelpädagogik und die Selbstlerneuphorie. Sein Fazit auf S. 66: "Unabhängig von Klassengröße und Schulsystem seien diejenigen Unterrichtsformen besonders lernwirksam, die "ein hohes Maß an themenbezogener Schüleraktivität mit einem hohen Maß an schülerorientierter Lehrersteuerung verbinden". In nur dreizehn Worten das ganze Geheimnis!"
Recht hat er. Aber wie bekomme ich eine frustrierte Hauptschulklasse zu einem hohen Maß themenbezogener Schüleraktivität und wie kann der Lehrer schülerorientiert steuern?
Natürlich: Er muss humorvoll, konsequent, selbstbewusst, fachkundig und gelassen sein.
Aber wie wird er das?
Das ist das Problem dieses Buches. Ein kurzer Besuch in den Pädagogik-Büchern der Vergangenheit und Gegenwart, ein paar Blitzlichter aus dem Schulalltag und auf zwei Seiten eine Skizze vorbildlichen Verhaltens, und daraus jetzt eines von 4 Beispielen:
+ Schülerverhalten:
passiv, gibt sich vollkommen hilflos/dumm, nimmt an nichts teil, initiativlos, will in Ruhe gelassen werden.
+ Irrtümliche Annahme:
Ich sehe überhaupt keinen Weg mich wohlzufühlen, ich gebe auf (Unfähigkeit)
+ Übliche Lehrerreaktion (Indiz):
ohnmächtig/verzweifelt, gibt auf, beachtet nicht, mahnt überfürsorglich.
+ Wirkung auf den Schüler:
anhaltende bzw. verstärkte Passivität.
+ Sinnvolle Korrektur-Maßnahme (Ausweg):
Mitleid vermeiden, mehr Lernzeit einräumen, kleine Erfolge organisieren, nicht aufgeben, verschüttete Interessen finden.

Ist alles richtig. Aber hilft uns das weiter?
Was heißt das im konkreten Alltag, wenn ein Lehrer Arbeitsblätter austeilt und ein Neuntklässler nimmt den Zettel, schmeißt ihn verächtlich auf den Boden und brüllt: "Den Scheiß kannst du selber ausfüllen!"

Fazit: Ein gutes Buch, das im Lehrer/Leser die Bereitschaft fördert, sich neu zu positionieren. Das aber letztlich genau die Fragen nicht oder nur unzureichend beantwortet, die das Buch auf der 4. Umschlagseite stellt:
Was macht schulisches Lernen erfolgreicher?
Wodurch motiviert man bockige Schüler?
Wie meistert man schwierige Unterrichtssituationen?
Womit fördert man mutlose Kinder wirklich?
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch gekauft, weil der Titel die Hoffnung ausdrückt, dass hier endlich angemessen mit dem "pädagogisch-industriellen Komplex" und unpädagogischen Experimenten auf Kosten der Schüler/innen abgerechnet wird. Das wäre bitter nötig, denn über den pseudo-emanzipatorischen Terminus "Eigenverantwortliches Lernen" wurden in den letzten zehn Jahren Methoden in den Schulalltag eingeschleust, die Lehrer/innen überflüssig zu machen drohen und Schüler/innen entweder unqualifizierten Peergroups oder online-Lernportalen überlassen. Sitzordnungen und Unterrichtsentwürfe kommen ohne den Kotau vor der hochheiligen Gruppenarbeit gar nicht mehr aus.
Gekrönt wird letztere neuerdings durch den US-Import des aus den Wirtschaftsetagen des US-Managements auf die Schule heruntergebrochenen "Kooperativen Lernens". Nach diesem richten sich mittlerweile sowohl ganze Fortbildungsreihen für Lehrer/innen als auch Sitzordnungen in den Klassenräumen aus.
Bei denjenigen Personen, die von Felten zu Hauptfiguren des schulischen Lernens erklärt werden, stellten sich zu Recht Unmut und Unsicherheit ein. Genau an dieser Stelle, so hoffte ich, bezieht Felten eindeutig zugunsten eines qualifizierten Berufsstandes Stellung.
Die Lektüre des 190 Seiten starken Buches hat diese Hoffnung nur zum Teil bestätigt, denn das Material ist nicht so handfest, dass es als Quellensammlung für eine wissenschaftliche Begründung gegen die neuen antipädagogischen Tendenzen eingesetzt werden könnte. Die Beweisführung gegen die Unzulänglichkeiten des Lernens ohne qualifiziertes Lehrpersonal ist einfach zu schwach.
Im Gegensatz dazu weckt das von Felten viel gesungene Loblied auf die "guten" Lehrer/innen ungute Assoziationen an Lehrerseminare aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, die sich seinerzeit wohl gerne mit Ausbildungsperspektiven wie tiefenpsychologischem Lehrertraining und Balint-Gruppen geschmückt hätten. Hier läuft das Buch Gefahr, Munition für schikanöse Lehrer-Ausbildungsmethoden zu liefern, denn in der zentralen Unterrichtsfigur sieht Felten des Pudels Kern, an dem noch viel geschliffen werden darf...
Viel zu kurz kommt gesellschaftspolitische Kritik. Das verwundert nicht, unterrichtet Felten doch an einem Gymnasium, einer Schulform also, an der eine privilegierte Klientel mit Leistungsbewusstsein und immer noch überdurchschnittlicher Sozialkompetenz (sprich: Benehmen) versammelt ist. Für Lehrer/innen an Haupt- und Gesamtschulen sind Feltens Ausritte in sein Revier tiefenpsychologischer Unterrichtslandschaften marginal bis belustigend, obsolet bis irreführend, immer aber alter Wein in neuen Schläuchen.
Was bleibt? Drei Sterne für den Versuch, den Lehrkräften wieder jene pädagogische Position einzuräumen, von der aus sie ihrem Beruf gerecht werden können, ohne nach wenigen Jahren am Burn-out-Syndrom zu erkranken oder als Zyniker vor der Übermacht schulischer Zumutungen zu kapitulieren. Für die aktuelle Bildungsdiskussion muss man wohl nach treffenderer Literatur suchen. Hilfreiche Hinweise (Giesecke, Krautz) liefert Felten mitunter selbst.
Allgemein gilt: Die gesellschaftskritische Pädagogik ist leider nicht auf dem neuesten Stand. Vielleicht sollen sich die alten Alt-68-er, die auch bei Felten so oft gescholten werden, mal zusammenraufen und zeitgemäße Antworten auf die pädagogischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts formulieren.

Bernd H. Schoeps, Bochum, August 2010
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