Eine junge Frau findet sich auf einem Friedhof wieder, hat keine Ahnung, wer sie ist oder wohin sie gehört. Ein netter Polizist, dem sie sofort völlig vertraut hilft ihr, bis sie ihr Ehemann abholt... dieser Ehemann ist der Filmstar Alex Rivers. Komischerweise hat sie bei diesem Ehemann kein so vertrautes Gefühl, wie bei Will, dem Polizisten, der ihr offensichtlich fremd ist.
Sie ist erstaunt über den Luxus, den sie gehabt haben muss und gewöhnt sich langsam ein. Darüber, dass sie weggelaufen sein soll, denkt sie zwar nach, sie kann sich aber den Grund nicht vorstellen. Alex Rivers ist ein perfekter Ehemann, sie vergöttert ihn und er liebt sie offenbar auch aus vollem Herzen.
Im Laufe der Zeit bröckelt die perfekte Ehe allerdings und Schritt für Schritt erinnert sie sich an den Grund ihrer Flucht.
"Auf den zweiten Blick" ist ein Roman, der berührt, der beide Seiten zeigt (die von Alex, aber auch ihre), der Verständnis für beide Seiten weckt und der am Ende zwar die einzig mögliche Lösung beinhält, die aber trotzdem traurig ist.
"Auf den zweiten Blick" ist ein Buch, das nicht nur schwarz-weiß zeichnet, sondern verschiedene Grauschattierungen offen läßt. Dem Leser wird klar, dass man nicht einfach verurteilen kann, sondern dass man alles auch von zwei Seiten betrachten muss.
Jodi Picoult schreibt spannend, einfühlend, interessant. Ein Buch, das wirklich lesenswert ist.