Ein faszinierendes Buch von großer geschichtlicher Detailgenauigkeit. Den Kindermord von Bethlehem gab es nicht, aber Herodes ließ im Geburtsjahr Jesu zwei seiner Söhne ermorden und 6000 Pharisäer, die die Göttlichkeit des römischen Kaisers leugneten und die Geburt des Messias ankündigten. Somit wäre es keine Verleumdung, daß Herodes ein Kindermörder war, auch wenn seine Söhne und die Pharisäer schon erwachsen waren. Auch Jesus spricht ja vom Kind in jedem Menschen, das neu geboren werden soll. Das Johannesevangelium berichtet von einem Mann, der 38 Jahre krank ist und am Teich von Siloah auf die Heilung wartet. Alles deutet auf das Jahr 30 n. Chr. hin. 38 Jahre zuvor hat Herodes den von ihm erbauten Tempel weihen lassen. Hat dieser Mann eine lähmende Glaubenskrankheit, die durch die Tempelweihe des Idumäers Herodes ausgelöst wurde? Mit diesem Buch ist eine spannende und phantasievolle Suche nach dem realen Hintergrund der Evangelien möglich.