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Auf den Schwingen des Marabu. Roman
 
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Auf den Schwingen des Marabu. Roman [Taschenbuch]

Ilona Maria Hilliges
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 334 Seiten
  • Verlag: List; Auflage: 1. (1. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354868033X
  • ISBN-13: 978-3548680330
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,7 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.117.447 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ilona Maria Hilliges
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hanna hält ihre Ehe mit dem Kenianer Mike für glücklich. Doch dann fliegt ihr Mann mit dem zehnjährigen Sohn Ken nach Afrika - und kommt nicht zurück. Um die beiden zu finden, begibt sich Hanna in Kenia auf eine gefährliche Odyssee. Sie entdeckt, dass Mike in seiner Heimat eine geheimnisvolle Aufgabe zu erfüllen hat: Das Urteil seiner Ahnen bestimmte ihn zum Mganga - zum Seher und Heiler - seines Dorfes. Aber wo ist Ken? Was ist mit ihm passiert? Auf sich gestellt sucht Hanna in dem fremden Land nach ihrem schutzlosen Sohn. Sie trifft dabei auf einen undurchsichtigen Deutschen, der wie ein Pate im Hinterland der großen Strandhotels regiert. Ausgerechnet in der Hand dieses Mannes befindet sich Ken...

Autorenportrait

Ilona Maria Hilliges, geboren 1953, hat Betriebswirtschaft und Sozialkunde für Drittweltländer studiert und arbeitete in Kanada, England, Nigeria und Deutschland in sozialen Projekten sowie für Wirtschaftsunternehmen. Als Frau eines Westafrikaners lebte sie viele Jahre in Lagos, heute wohnt sie mit ihren vier Kindern in Berlin.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
DÜRFTIG 11. September 2002
Von fatiba
Format:Taschenbuch
Wieder mal eine neue Aufwärmung des alten Themas Magie bei Ilona Hilliges, diesmal bleibt es erheblich dürftiger als in allen anderen Büchern von ihr, was eigentlich nicht so schlimm wäre, wenn sie dafür auf andere Dinge mehr eingehen würde aber das passiert nicht, so bleibt alles sehr schwammig, wobei man eigentlich Einiges hätte machen können aus der (wahren) Geschichte auf der das Buch basiert aber in allen Punkten in denen Frau Hilliges von der Geschichte abweicht wirkt es sehr aufgesetzt, unlogisch und auf den letzten knapp 10 Seiten wendet sich die ganze Geschichte in eine unglaubwürdige Richtung, anscheinend hat aber Frau Hilliges sich hier bewusst ein Ende geschrieben, das sich weiterspinnen lassen könnte zu einer Fortsetzung bei einem Erfolg dieses Buches.

Es gibt eigentlich interessante Punkte in diesem Buch, so z.B. die Rolle der Beachboys in Kenia oder anderen Ländern des Süden, der Traum Europa für Menschen in Afrika aber auch deutsche Frauen, die hier scheitern, in ihren Beziehungen, im Job und an diesem Punkt nach Afrika kommen und denken dort einen neuen Weg zu finden, mit einem neuen Mann aus Afrika oder dem Leben dort, mit der angeblichen Hilfe für die Menschen dort, die doch oft nur eine Hilfe für die betreffende Frau selbst ist, leider schafft Frau Hilliges es nicht, diese Dinge besser darzustellen als nur anzureißen, auch bei ihrem eigentlichen Thema dem Weg Mikes zum Heiler kommt diesmal zu wenig, woran liegt das? Weil diesmal nicht ihre eigenen Erfahrungen aus Nigeria übertragen werden können? (das Buch wird bewusst beworben mit die Autorin hat einige Jahre in Afrika gelebt, nur was ist Afrika, m.M. nach übersieht der Verlag und evtl. auch die Autorin, dass es eben Kenia nicht Nigeria ist, alles wird in einen Topf geworfen, so lange der Leser selbst nicht mehr weißt/kennt scheint das zu funktionieren).

Es wird einiges an Schwarz-Weiß-Malerei betrieben, ein sehr unglaubwürdiges Happyend und außerdem sehr schlecht geschriebene Stellen, in denen ein "Ausländerdeutsch" oder "Ausländerenglisch" von den Kenianer gesprochen wird, das absolut nicht nachzuvollziehen ist, was das soll, denn so was kann man anders darstellen.

Ein seichtes Buch, das nicht über eine Strandlektüre hinausgeht.

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Auf den Schwingen des Marabu" von Ilona Hilliges habe ich eher zufällig in die Finger bekommen. „Afrikanische Literatur" im Sinne von Literatur afrikanischer Autoren lese ich gerne und so viel es meine Zeit erlaubt, "Literatur über Afrika" von europäische Autoren lese ich ganz wenig, fast nie. Ich muß sagen, daß ich gerade um diese Art von "Erlebnis-Literatur" bisher einen ganz großen Bogen gemacht habe. Ilona Hilliges ist mir seit einem Auftritt bei Biolek irgendwie suspekt, ich wittere da mehr Geschäftssinn oder auch Geltungs-, vielleicht auch Mitteilungsbedürfnis als schriftstellerische Begabung oder besonderes Expertentum hinsichtlich Afrika. So besonders sind, jedenfalls nach meinem Eindruck vom Boulevard Bio, ihre Erlebnisse in Nigeria und vor allem ihr Wissen über den Hintergrund dort nicht, daß das nun unbedingt einer breiten Leserschaft zugänglich gemacht werden müßte.

Das also mein zugegeben nicht durch eigene Lektüre ihrer Werke sondern eher durch einen indirekten Eindruck über Medien geprägtes Bild bisher. Wie gesagt, ich habe ihr letztes Buch jetzt gelesen, und ich habe es zu meiner eigenen Überraschung ganz gern gelesen. Als Feierabendlektüre. Vom sprachlichen her wirkt es schon ziemlich amateurhaft. Was den "Plot" angeht, wird das Prinzip "Zufall" etwas arg strapaziert. Wer sich da alles so schicksalhaft über den Weg läuft, das ist für meinen Geschmack schon ein wenig übertrieben undunglaubwürdig. Aber es liest sich so weg, es wird schon eine Spannung aufgebaut, und zum Schluß sind bei mir auch Tränen der Rührung geflossen.

Also, mein Fazit könnte sein, eine "harmlose" Lektüre, etwas für Ferien, Feierabend, Krankenhaus - wenn nicht Ilona Hilliges sich dieses Image der "Afrikakennerin" aufgebaut hätte bzw. noch aufbaut. Das finde ich dann nicht mehr so harmlos. Denn was Einblicke in die afrikanische Kultur angeht, bleibt das Buch mehr als schwach. Diese eingeschobenen Kapitel, in denen der afrikanische Mann der Protagonistin bei der Vorbereitung auf seine Aufgabe als "Mganga" beobachtet wird, die entführen mich nicht in eine Welt der Mystik und Magie. Nein, mich lassen sie irgendwie unbefriedigt zurück. Da werden aus meiner Sicht oberflächliche und pseudo-philosophische Weisheiten produziert - und das gerade an einem Punkt, wo man sich Erklärungen wünscht, als Außenstehender, um die eben wirklich fremde Denk- und Lebensweise ein wenig besser nachvollziehen zu können. Das einzig Konkrete, was ich herausgelesen habe, ist dieses Konzept der "Allesliebe" - ein Konstrukt, von dem ich mich immer noch frage, ob Ilona Hilliges dies auf ihrer "Recherchereise" nach Kenia dort wirklich vermittelt bekam oder sich selbst zurechtgelegt hat.

Ich habe nicht den Eindruck, daß hier eine Frau schreibt, die wirklich tief in die afrikanische Kultur eingedrungen ist. Ich frage mich auch, ob das überhaupt möglich ist, "afrikanische Kultur" in Form eines auf das Massenpublikum ausgerichteten Romans auch nur in Ansätzen zu erklären. Aus meiner Sicht ist dieser Anspruch unerfüllbar. Aber er wird vertreten, zumindest glauben meinem Eindruck die meisten der Leserinnen, die diese Kapitel in Ilona Hilliges Roman gelesen haben, nun Afrika und Afrikaner besser verstehen zu können. Und das finde ich dann ganz und gar nicht mehr "harmlos". Denn was sie verstanden haben, ist nicht das "authentische" Afrika, sondern Ilona Hilliges Interpretation von Afrika, die ich - die ich mich selbst nie als "Afrikakennerin" bezeichnen würde, in einigen Dinge aber eben meine eigenen Einblicke gewinnen durfte - für seicht, unvollständig, vereinfachend, oberflächlich und in einigen Punkten zumindest mißverständlich, wenn nicht sogar falsch halte.

Damit jetzt kein falscher Eindruck entsteht: Ich will hier nicht Europäern oder Nicht-Afrikanern im allgemeinen das Recht absprechen, über Afrika zu schreiben. Aber wenn man das tut, dann sollte eben die eigene Subjektivität dabei nicht so verleugnet werden, wie es allein schon durch die Erzählperspektive im "Marabu" geschieht: Mike mit seinem Lehrer oder auch allein auf seinem Weg durch den Wald - das so zu beschreiben, wie Ilona Hilliges es tut, erweckt den Eindruck einer Pseudo-Athentizität, die einfach irreführend ist - gerade für diejeingen Leser und wohl vor allem Leserinnen, die Ilona Hilliges für eine "Afrika-Kennerin" halten. Da sind mir doch andere Herangehensweisen lieber, bei denen dann die Dinge ganz deutlich aus der Sicht des Außenstehenden beschrieben werden. Hier kann ich eines meiner Lieblingsbücher in diesem Genre nennen, "Grab des weißen Mannes" von Richard Dooling. Der Autor versteht es viel besser, zu zeigen, wie ratlos wir Europäer den afrikanischen Traditionen gegenüberstehen, wie wir den einen oder anderen Zipfel der Philosophie zu fassen kriegen, aber doch Außenstehende bleiben - wobei da dann noch in ganz ausgezeichneter Weise unsere "zvilisierte Kultur" als vielleicht doch nicht so zivilisiert, als die eventuelle sogar auch "primitive" entblößt wird.

Und noch ein anderer Autor fällt mir in diesem Zusammenhang ein, der unser Fremdsein und unseren Versuch, verstehen zu wollen, sehr schön darstellt: Ilja Troganov. Seine Kommentare in dem mit Chenjerai Hove zusammen herausgegebenen Buch "Die Hüter der Sonne", in dem hauptsächlich afrikanische Älteste selbst zu Wort kommen, entsprechen sehr meiner Vorstellung vom Versuch eines "Fremden", verstehen zu wollen. Und genau in die Richtung geht er z.B. auch mit seinem Bändchen "In Afrika".

Als "Gegenentwurf" zur Herangehensweise von Ilona Hilliges könnte man sicherlich sehr gut auch noch Claude Njike-Bergeret nennen, die ja nun wohl wirklich das ist, was man eine "Kennerin" nennen kann, die aber doch insbesondere in "Schwarze Weisheit" selbst betont, daß sie nicht wirklich in der Lage ist, zu erklären oder auch nur selbst ganz zu verstehen, sondern daß sie nur einzelne Aspekte beschreiben kann.

Um nun aber wieder zu dem hier zu rezensierenden Buch zurückzukommen, und zwar zu dem, was einem einen ersten Eindruck des Buches vermittelt, dem Äußeren: Das Titelbild von "Auf den Schwingen des Marabu" ist für mich ein ganz dreistes Plagiat des Titelbildes von "Chronist der Winde" von Mankell. Nur, daß aus dem Jungen ein Mädchen geworden ist, wobei ein einsamer Junge ja noch einen Bezug zur Geschichte gehabt hätte, das Mädchen ja nun gar nicht.

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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannung pur 26. November 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wieder ein tolles Buch von Ilona-Maria Hilliges, welches man nicht aus der Hand legt, wenn man es einmal begonnen hat. Wie in den anderen Büchern gelingt es ihr auch in diesem, sich in die Figuren einzufühlen, sie sensibel zu zeichnen ohne die Arroganz des draufschauenden Europäers. Sie zeigt tiefes Verständnis für das Verhalten eines Menschen, der im Zwiespalt ist und das nicht ohne ihn kritisch zu hinterfragen.
Vielleicht wäre jetzt einmal ein Roman von Ilona-Maria Hilliges fällig, der sich mit Figuren aus ihrem deutschen Umfeld befasst. Es würde mich sehr interessieren, wie sie an Konflikte in unserem alltäglichen Umfeld herangeht.
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