"Als Fotograf aus Leidenschaft, der es nicht nur liebt mit seiner Kamera auf Motivjagt zu gehen und die Welt durch den Sucher neu zu entdecken, sondern auch große Freude daran hat, sich Bilder anderer Fotografen anzusehen, durfte dieses Buch in meinem Bücherregal natürlich nicht fehlen.
Schon beim groben Sichten der Seiten sind mir einige Bilder ins Auge gesprungen, so dass ich mich nicht mehr wehren konnte, dieses Buch nicht zu nehmen."
Aber worum geht es in diesem Buch?
Es geht um das Leben eines Fotoreporters, der Tag für Tag, Woche für Woche, auf der Suche nach den Aufnahmen ist, welche benötigt werden um die Welt zu informieren.
Ob im tiefsten Dschungel bei den Pygmäen oder bei dem blutigen Ausgang der Demonstrationen in Peking am 4. Juni 1989...
Als Fotoreporter muss man vor Ort sein. Immer wieder an den Brennpunkten - in jedem Winkel der Erde. Kein leichter Job, der auch einige Gefahren mit sich bringt.
Dies schildert Harald Schmitt ein einer interessant zu lesenden Geschichte!
In seinen Erzählungen die Kapitel für Kapitel immer fesselnder werden, schreibt er, wie das Leben als Fotoreporter für den Stern aussieht. Ein Leben, das man so nur mit Hingabe zur Fotografie führen kann.
Ständiges Reisen an die unterschiedlichsten Orte, ohne genau zu wissen, ob die Kontakte die nötig sind ausreichen, um fotografieren zu können, macht einem das Leben als Fotoreporter gewiss nicht einfach.
Welchen Gefahren sich ein Fotoreporter aussetzen muss und welche Risiken sich ergeben, bei der Erfüllung eines Auftrages, kann man sich nicht vorstellen, wenn man dieses Buch nicht gelesen hat.
Über 3 Jahrzehnte für ein Magazin wie den Stern zu fotografieren, sei es für eine Reportage in einer Krisenregion, oder um sportliche Großereignisse zu dokumentieren, erfordert nicht nur fotografisches können - wie er in dem Buch mehrfach schildert - sondern auch eine gute Portion Glück und Menschen, die einem unterstützend zur Seite stehen.
"So interessant dieses Buch auch geschrieben ist, waren es jedoch die vielen Bilder aus 33 Jahren als Fotoreporter, die dazu geführt haben, dass dieses Buch in meinem Bücherregal seinen festen Platz hat."
Von Fotografien aus dem digitalen Zeitalter bis hin zu Bildern, dessen Negative sicherlich schon einige Jahre im Archiv verstaubt sind wird dem Auge etwas geboten. Auch wenn die Bilder zum Teil schon ein paar Jahrzehnte alt sind, so habe sie in ihrer Bildwirkung und Ausdrucksstärke nichts verloren.
"Allein das Betrachten der Fotos, hat dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht an einem Tag gelesen habe, sondern dass ich immer wieder eine längere Pause eingelegt habe um das ein oder andere Bild auf mich wirken zu lassen."
Fazit:
Unverfälscht und auf den Punkt! So kann man dieses Buch wohl am ehesten beschreiben.
Ein Einblick in das Leben eines Profis, der auch in der Lage ist Fehler einzugestehen und genau das schreibt, was er denkt.
Spannend! Informativ! Beeindruckend!
"Ich habe noch nie einen autobiografischen Bildband - zu dem zähle ich dieses Buch - in der Hand gehabt, das mich so beeindruckt hat. Eine fesselnde Geschichte über das Leben als Fotoreporter vom Anfang bis zum Ende - untermalt mit erstklassigen Bildern die auch nach Jahrzenten in ihrer Ausdrucksstärke nichts eingebüßt haben."