Jünger schreibt undurchsichtig. Durchsichtig und Durchgängig ist ein Motiv, das Motiv der Ordnung. Ordnung im Kosmos, Ordnung in der sorgsamen Kategorisierung im Herbarium und Ordnung in der Gesellschaft. Doch ist diese Ordnung der Gesellschaft der Ordnung der Wissenschaft gleichzusetzen? Ist sie geprägt durch Gewalt, während seine Ordnung im Herbarium eine Ordnung des Geistes ist. Nun: Die Fakten sind das eine, die Aussage mäandert zwischen den Kräften des Geistes und den Kräften der Gewalt. Es ist die Vergangenheit, die im Glück und in Freude verbracht wurde. Die Gegenwart ist „wilde Schwermut" gepaart mit Erinnerung. So steigt er ein in einen von Mystik und Symbolik geprägten Roman, der ein finales Ende sucht auf jeder Seite, ein finales Ende im Kampf, ein Ende mit Gewalt, um letztendlich Neues zu gebären. Hesse sagte es bereits, (wer Neugeburt will, muss zum Sterben bereit sein) und Jünger bringt es in Kap 13 auf den Punkt: „Die Menschenordnung gleicht dem Kosmos darin, dass sie von Zeit zu Zeiten, um sich von neuem zu gebären, ins Feuer tauchen muss." Auf den Höhen der Marmorklippen, eigentlich an deren Abgrund, beschreibt Otho, der Bruder des Ich-Erzählers dieses erneut, „der Sinn des Lebens liegt in der Schöpfung des Vergänglichen". Um diese Vergänglichkeit zu jedem Zeitpunkt zu kennen, ist eine klare Ordnung notwendig. „Wir gehen lieber, wenn die Dinge in Ordnung sind." So wird das Siegel des Abgeschlossenen und Unveränderbaren gesetzt, dieses Ziel formvollendet in der Übertragung ins Nichts. Vernichtung und Geburt paaren sich als Gegensätzlichkeiten, wie auch Geist und rohe Gewalt als Machtinstrumente. Um die Macht der Vernichtung bei sich zu halten, dient ein Spiegel des Nigromontans, der letztendlich als Brennpunkt im wahrsten Sinne Verwendung findet.
Herrschaft über den Menschen, dieses zeigt Jünger in der Person der Oberförsters. Die Diskussion über diese Herrschaft lässt er Braquemart führen, der sich auf ein böses Abenteuer einlassen wird, einem Abenteuer, wo die Praktiker die Ethiker erledigen. Es klingt wie bei Shakespeares Othello und Jago und seinen Kabalen. Und auch hier wird deutlich, „dass einem Befehl folgend, gute Krieger sich im Sterben noch zum Kampfe erheben."
Der Schluss ist ein Finale im Kampf, ein Heer von Hunden dient zur Erleichterung der Beschreibung von Grausamkeiten. Die Furcht allerorten wird erzeugt von dem, der selbst nicht ohne Furcht ist, sagt Epikur. Und die „Verewigung im Nichts" nach Jünger ist bei Epikur im Tod. Der Tod ist für ihn das Nichts, da wir ihm nie begegnen. Ein Nichts kann keine Sehnsucht haben bzw. erzeugen, sagt Epikur.
Jünger nimmt Elemente von Hesse, Heraklit, Nietzsche (Der Antichrist) und aus der Bibel. Die Offenbarung zum „Ende des Tausendjährigen Reiches" trifft hier Heraklits „Panta rei".
Schönheit einer Kunstsprache trifft Schrecken der Wirklichkeit, Ambivalenz von Geist und Gewalt führt Ernst Jüngers Feder.