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Auf dass uns vergeben werde: Roman Gebundene Ausgabe – 8. März 2014

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: DEA, (8. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462046101
  • ISBN-13: 978-3462046106
  • Originaltitel: May we be forgiven
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4,5 x 22 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 156.007 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Rührend, bitter und dabei wunderbar komisch.«, Jolie, 01.05.2014

»Ein Upperclass-Schuld-und-Sühne-Roman mit großem Witz«, DiePresse.de, 25.04.2014

»Ein ironisch-bissiger Roman um Neid, Lebenskrisen und zweite Chancen. [...] Großartig!, Laviva, 01.04.2014

»Das ist der große amerikanische Roman unserer Zeit«, Jeanette Winterson, Guardian

Über den Autor und weitere Mitwirkende

A.M. Homes hat mehrere Romane veröffentlicht, darunter den Bestseller Dieses Buch wird Ihr Leben retten und Das Ende von Alice . Ihr Debüt Jack wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus hat sie zwei Sammlungen mit Short Storys veröffentlicht und ihr Memoir Die Tochter der Geliebten . A. M. Homes lebt in New York City. Ingo Herzke wurde 1966 in Alfeld/Leine geboren. Ab 1986 studierte er in Göttingen Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte; dazu gehörten Studienaufenthalte in Schottland (Glasgow) und Kanada. Danach arbeitete er zunächst in der Erwachsenenbildung (Sprachkurse), seit 1998 als Literaturübersetzer. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Hamburg. Übersetzungen Übersetzt hat er unter anderem die Autoren Aravind Adiga, Alan Bennett, Paula Fox, Kate de Goldi, John Griesemer, M. J. Hyland, A. L. Kennedy, Rick Moody, Alex Ross, Gary Shteyngart, Edward St Aubyn, Héctor Tobar, Lucy Wood. Für Kiepenheuer & Witsch: Steve Almond (Körper in Extremsituationen), Jonathan Safran Foer (Tiere essen, m. Isabel Bogdan und Brigitte Jakobeit), Niven Govinden A. M. Homes (Die Tochter der Geliebten, Das Ende von Alice, Auf dass uns vergeben werde), Nick Hornby (Fever Pitch, Alle lesen Drecksack; Miss Blackpool mit Isabel Bogdan), Rattawut Lapcharoensap (Sightseeing), Jay McInerney (Das gute Leben), Matthew McIntosh (Man braucht verdammt lang um hinzukommen). Werke und Literaturprojekte Herausgeber (mit Hans Koch) von London – eine literarische Einladung, Wagenbach Verlag 2012 Auszeichnungen Stipendium des DÜF für Joseph Coulson: Abnehmender Mond, Verlag C. H. Beck 2005Förderpreise für literarische Übersetzung der Hansestadt Hamburg für Ein makelloser Mann (A. L. Kennedy, 2001), Wassersucher (Rick Moody, 2006) und Super Sad True Love Story (Gary Shteyngart, 2011)


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matusch am 28. Juni 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Ein befriedendes und befreiendes Buch. Ein Mensch, der ratlos durchs Leben stolpert, in einem großen Drama landet, selber ausnahmslos Zuseher des Zusammenbruches ist und dann nach Strohalmen greifen lässt, die ihn tatsächlich letztlich in die Freiheit führen...

Die Strohhalme selber sind aber gemein gesetzt, Harold in seiner Verwirrtheit, probiert jeden aus, der ihm unter kommt. Und erst durch das Erleben des mühsamen Scheiterns, des Misslingens halten irgendwann die neu gebauten Brücken. Das ganze wird großartig und vor allem ausgesprochen witzig erzählt, mehrmals glaubt man nicht, dass man den Satz gelesen hat, der eben zu Ende gegangen ist. Die Tatsache, dass sich Harold über die Brücken wagen darf, indem er Menschen annimmt, die ebenfalls im tiefen Strudel der Destruktivität gefangen sind, erlebe ich als tröstend: Es sind keine Selbsthilfegruppen, die für den eigenen Zweck aufgesucht werden, es sind gewollt uneigennützig und manchmal überraschend gesetzte Schritte, die im gleichen Augenblick unerwartete Energie zurückgeben. Auf die feinen und sensibel gesetzten Beschreibungen der beiden Kinder und deren Umgang mit der Krise sei in dem Zusammenhang besonders hingewiesen...

Eingetaucht und erst spät wieder aufgewacht...
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Von RT Zapper am 11. November 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss.
Na ja, im Fall von Harry stimmt das nicht so ganz. Sein Bruder George ist der erfolgreichere der beiden. Dessen Frau allerdings beginnt eine Affäre mit Harry. George erwischt sie, und in einem Wutanfall erschlägt er seine Frau und verursacht danach einen schweren Verkehrsunfall.
Harry muss handeln, er muss alles managen. Er zieht ins Haus seines Bruders und nimmt nach und nach die "Geschäfte" in seine Hand. Was wird aus dem Haus? Was wird aus den Kindern? Harry kümmert sich und muss sich nebenbei mit mit zwei (!) Affären rumschlagen, mit seinem neuen Buch und der Prüfung für Adoptiveltern.

"Auf dass uns vergeben werde" ist ein Roman der kategorie der großen Familiengeschichten. Mit dem Unterschied, dass es in diesem Fall um eine seltsam zusammengewürfelte Familie geht. Nicht Vater, Mutter, Kind, sondern Onkel, Neffe, Nichte, irgendwelche Frauen, die Kinder des Unfallopfers und so weiter...
Wer sich auf dieses Buch einlässt, taucht ein in das Universum, das A.M.Homes da geschaffen hat. Es gibt immer wieder Momente, wo man sich fragt, worauf das alles hinauslaufen soll, und es wird auch auf etwas hinauslaufen, schließlich hat Harry ja diverse Missionen.
Es ist nicht packend, aber schon irgendwie rührend, auf seine Art spannend zu verfolgen, was Harry erlebt. Und das auf lockere Art geschrieben, mal traurig, mal lustig und irgendwie groß.
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Von Niemja am 7. August 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Obwohl direkt am Anfang des Buches mehrere Personen zu Tode kommen, ist dieses Buch keinesfalls übermäßig traurig oder dramatisch. Es ist aus der Perspektive von Harold Silver geschrieben, der bis zu dem "Vorfall" ein unauffälliges, langweiliges Leben geführt hat und stehts im Schatten seines Bruders stand. In dem Buch schildert der Erzähler nun das darauffolgende Jahr, in dem sich sein Leben komplett verändern wird. Die Ereignisse und Dialoge sind witzig und teilweise skurril und sehr unterhaltsam. Der Erzählstil ist sehr flott, witzig, etwas distanziert. Der Erzähler wächst einem im Laufe des Buches wirklich ans Herz.
In dem Buch geht es um Trauerbewältigung, um den Umgang mit Schuld, aber vor allem darum, wie eine (ungewöhnliche) Familie zusammen wächst.
Das Buch war für mich ein langer Begleiter, ich habe immer mal wieder zwischen durch wenige Seiten gelesen (weil ich wenig Zeit hatte), dafür eignet es sich hervorragend, weil man sofort wieder mitten ins Geschehen eintaucht. Es ist kein besonders spannendes Buch, aber eins, was man gerne ließt, vor allem auch weil die Charaktere so außergewöhnlich und liebenswert sind. Ich war sehr traurig, als ich das Buch ausgelesen hatte, ich werde es wirklich vermissen.

Hier noch ein Link zu einer guten Rezension: [...]
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Felix Richter TOP 100 REZENSENT am 6. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe
…auch dann nicht, wenn dein Bruder ein zu Gewaltausbrüchen neigendes, Schürzen jagendes Monster ist.

Hätte Harold Silver sich an dieses Gebot gehalten, dann wäre ihm (und dem Bruder) einiges erspart geblieben. Da er sich aber, als der Bruder wegen merkwürdigen Verhaltens nach einem Verkehrsunfall mit Todesfolge erst man in der Psychiatrie landet (und Harolds Frau zufällig gerade auf Dienstreise ist), etwas zu fürsorglich um seine attraktive Schwägerin kümmert, setzt er eine Ereigniskette in Gang, die Murphy's Law in jeder Hinsicht genügt, ihn seiner bürgerlichen Existenz beraubt, die ihm dann aber im Gegenzug das Sorgerecht für Georges zwei Kinder beschert.

Während wir dabei zusehen, wie Harold als moderner Hiob durch das im Land der Freien bekanntlich etwas lose geknüpfte soziale Netz rauscht, ist man stets aufs Neue dankbar, auf der sicheren Seite des Atlantiks zu leben: Rechtsprechung, Gesundheitssystem, Strafvollzug, Bildungswesen unterliegen alle den realsatirischen Gesetzen des freien Marktes, und uns erfasst beim Lesen wohliges Schaudern. Letzteres gilt auch für die irgendwie rührende Hassliebe, die der Historiker Harold für sein Spezialgebiet Richard M. Nixon empfindet, und die sich als roter Faden durch den Roman zieht.

Harold kommt es dann sehr gelegen, dass er mit der Verantwortung für Georges Kinder auch Zugriff auf die üppigen Bankkonten seines Bruders bekommt. Nicht zuletzt deshalb gelingt es ihm, sein Leben umzukrempeln und sich selbst als (Gut-)Menschen neu zu entdecken. Auch hier nimmt der geniale Aberwitz kein Ende, allerdings muss man der Autorin ankreiden, am Schluss die Linie verloren und den Schmalz etwas zu dick aufgestrichen zu haben. Deswegen das Sternchen Abzug.
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