Nichts ist langweiliger als ein Krimi bei dem der Gute den Bösen sucht, ihn zum Schluss stellt und gewinnt. Bääähhh.
Jenny Siler hat da einen anderen Ansatz. Ihre Heldin in "Auf dünnem Eis" ist eine junge Frau, gerade aus dem Knast entlassen. Ihr neuer Job: Repowoman, sie zieht die Autos säumiger Kreditkunden ein. Ihr letzter "Kunde" wird allerdings von Messerstichen durchlöchert aus dem Fluss gezogen. Ein rasanter Plot beginnt. Bemerkenswert ist die alles andere als oberflächliche Beschreibung der Charaktere. Die innere Handlung und Zerissenheit der Protagonistin und das was zwischen den Zeilen steht hat mich am meisten beeindruckt. Ein absolutes "must have" ist dieses Buch für alle die von dem üblichen Tralala genug haben.