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Auf Wiedersehen, Kinder
 
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Auf Wiedersehen, Kinder

Gaspard Manesse , Raphael Fejtö , Louis Malle    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Gaspard Manesse, Raphael Fejtö, Francine Racette
  • Regisseur(e): Louis Malle
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 9. Mai 2007
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 101 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000M4R5Q6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.232 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-redaktion

Frankreich, 1944: Da Paris inzwischen zu unsicher geworden ist, kehrt der 11-jährige Julien nach den Weihnachtsferien widerstrebend zurück in sein Internat. Drei Schüler, darunter Juliens Bettnachbar Jean Bonnet, sind neu, werden von den anderen Schülern aber gehänselt und verspottet. Auch Julien kann Jean zunächst nichts abgewinnen, zumal dieser ein hervorragender Schüler ist. Doch nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden allmählich eine Freundschaft. Die Jungen versuchen ihren Alltag zu meistern, aber die Realität des Krieges macht auch vor der scheinbar heilen Welt des Internats keinen Halt: Die Lebensmittel sind knapp, die Kinder frieren erbärmlich und bei Bombenangriffen wird der Unterricht kurzerhand in die Kellergewölbe verlegt. Julien ahnt, dass sein neuer Freund ein Geheimnis verbirgt: Jean ist Jude. Eines Tages steht die Gestapo vor der Tür.

Bereits in Lacombe, Lucien hat sich Louis Malle mit der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten auseinander gesetzt. Mit Auf Wiedersehen, Kinder, der 1987 entstand und mehrfach preisgekrönt wurde, setzte Louis Malle nicht nur dem zivilen Widerstand gegen die Nazis, sondern vor allem auch dem Mut und der Menschlichkeit ein bewegendes Denkmal. Basierend auf autobiographischen Erlebnissen seiner Kindheit erzählt Malle die berührende Geschichte von Pater Jacques (im Film Pater Jean), der in seinem Internat jüdische Kinder vor den Deutschen versteckte. Seinen Einsatz bezahlte der mutige Pater mit dem Leben, auch die Kinder, die – anders als im Film – vermutlich von Nachbarn verraten wurden - überlebten nicht. Das 16-seitige Booklet, das der DVD beiliegt, erhält weitere ausführliche Informationen über die historischen Hintergründe sowie Interviews mit Louis Malle und Zeitzeugen. Bild und Ton wurden für die DVD sorgfältig remastered. Auch die Ausstattung – u.a. eine interessante Dokumentation über Louis Malle sowie der komplette Chaplin-Film, den die Kinder im Internat sehen – sind sehenswert. Gesehen durch die Augen eines Kindes ist Auf Wiedersehen, Kinder ein eindrucksvolles filmisches Dokument der Menschlichkeit und der Güte, ohne dabei jedoch ins Sentimentale zu entgleiten. Ein berührendes Meisterwerk, das zu Malles besten Filmen zählt. -- Birgit Schwenger

Produktbeschreibungen

Frankreich, im Jahr 1944. Nach den Weihnachtsferien kehrt der 11-jährige Fabrikantensohn Julien Quentin gemeinsam mit seinem Bruder aus dem inzwischen unsicher gewordenen Paris zurück ins Internat nach Fontainebleau. Aber auch hier ist der Krieg inzwischen angekommen, Lebensmittel werden langsam Mangelware.

Für Julien und die anderen Schüler geht dennoch der ganz normale Alltag weiter, die Padres versuchen, ihnen Latein und Literatur nahe zu bringen, sie müssen Mathematik und Altgriechisch büffeln und finden wie alle Jugendliche in diesem Alter großes Gefallen an den Dingen, die ihnen eigentlich verboten sind. Julien ist dabei keine Ausnahme.

Seit Weihnachten besuchen drei neue Schüler das Internat, unter ihnen Jean Bonnet, der das Bett neben Julien zugewiesen bekommt. Als Neuer hat es Jean nicht leicht, zumal sich der stille Junge als wahrer Überflieger entpuppt, der wesentlich mehr weiß als die Mitschüler und außerdem brillant Klavier spielt. Auch Julien kann Jean zu Anfang nicht sonderlich leiden. Er weiß nicht recht, ob er, wie die anderen Jungs auf ihm herumhacken oder lieber doch zu ihm halten soll. Immerhin hat der neue Bettnachbar niemandem verraten, dass Julien manchmal nachts vor Heimweh heimlich in sein Kissen weint. Außerdem scheint Jean irgendein Geheimnis zu haben.

Eines Tages stehen Schergen der französischen Miliz vor dem Klostergebäude. Julien bemerkt, dass die Padres die drei neuen Schüler in Windeseile verstecken. Als er auf der Suche nach Jeans Geheimnis in dessen Sachen schnüffelt, kommt er hinter die wahre Identität seines Bettnachbarn: Jean ist Jude und heißt in Wirklichkeit mit Nachnamen nicht Bonnet,

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wunderbarer Film 30. Mai 2007
Ich bin zum ersten Mal auf diesen Film gestoßen als wir ihn in der Schule gesehen haben. Das Thema war Nationalsozialismus und ich stellte mich darauf ein, mal wieder das gleiche zu sehen, was man immer zu sehen bekommt, wenn dieses Thema behandelt wird. Rauhe Gewalt, große Helden und häßliche Szenen...

Doch auf wiedersehen Kinder ist anders. Der Film handelt von einem französischen Pater, der einen jüdischen Jungen in seiner Schule versteckt. Dieser findet schnell Anschluss an die anderen Schüler und das ganze läuft eine Weile gut. Bis die Gestapo das Internat unsicher macht. Der Film endet mit einem schlichten "Auf wiedersehen, Kinder", als wäre rein gar nichts passiert. Der kleine Junge und sein Pater werden dabei vom Hof geführt, was in den grauenvollen KZs folgt, wird nicht gezeigt, aber jeder kann es sich vorstellen.

Ohne große Theatralik wird ein Stück Geschichte erzählt. Und nach dem Film erwische ich mich immer mit einer Träne im Auge. Die Trauer tritt erst nach Ende des Films ein, denn man lernt die Akteure kennen und teilt ihr Schicksal, bis sie am Ende einfach verschwinden. Dabei endet der Film so ruckartig, dass die Trauer erst beim Abspann richtig einsetzt.

Mit diesem Film wird ein Stück Geschichte erzählt, wie sie tagtäglich statt gefunden hat in dieser häßlichen Zeit. Es gibt keinen großen, bekannten Helden, und keine Todesszenen. Doch das grausame Schicksal der Hauptpersonen zieht immer weiter zusammen, bis zwei Menschen einfach nicht mehr da sind. Das ist tagtäglich passiert. Und es ist fast überall passiert. Menschen wie den Pater und seinen Schüler sollte man niemals vergessen.

Jeder sollte diesen Film einmal gesehen haben. Großartiges Kino, brillant in Szene gesetzt und absolut sehenswert.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bewegendes Werk 30. Dezember 2006
In einem katholischen Internat in einer Kleinstadt des von den Deutschen besetzten Frankreich entwickelt sich im Winter 1943/44 zwischen einem 12-jährigen und einem unter falschem Namen versteckten jüdischen Jungen eine Freundschaft. Nach der Denunzierung durch einen französischen Internatsangestellten findet diese jedoch mit der Verhaftung des Juden und des verantwortlichen Paters durch die Gestapo ein brutales Ende.

Malle erzählt diese ihn prägende eigene Jugenderinnerung als einen Reifungsprozess in schwieriger Zeit, in dem sich Emotionen und Authentizität eindrucksvoll die Waage halten. Der von Malle auch produzierte sehenswerte Film ist eine bewegende Schilderung menschlichen Verhaltens im Spannungsfeld von Rassismus, Verrat, Schuld und Solidarität. Verdient wurde das Werk mit dem 'Goldenen Löwen' der Filmfestspiele Venedig 1987 ausgezeichnet, Malle wurde 1988 mit dem 'Europäischen Filmpreis' für das Beste Drehbuch prämiert.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hugo Humpelbein TOP 1000 REZENSENT
Winter 1943/44.Ein Jungeninternat in Frankreich. Mit den Worten "Komm mir bloß nicht zu nahe!" begrüßt der 12jährige Julien seinen neuen Mitschüler Bonnet. Doch die beiden kommen sich nah: zaghaft entwickelt sich eine Freundschaft, die aber überschattet wird durch Bonnets Geheimnis: Er ist Jude.

Der Holocaust ist in diesem Film eine bedrohliche Randerscheinung. Lange Zeit schildert Regisseur Louis Malle das Leben auf dem Internat, ohne dass das Thema Krieg in den Vordergrund tritt - aber es ist ständig zu spüren, dass die Konsequenzen des Krieges früher oder später unausweichlich zuschlagen werden.
So dezent dieses Thema behandelt wird, so behutsam wird auch die sich anbahnende Freundschaft der zwei Jungs inszeniert: Hier gibt es keine holzhammermäßigen Dialoge wie etwa "Du bist mein Freund." - "Du meiner auch." Nein, hier wird die sich entwickelnde Verbindung zwischen zwei Herzen mit leisen Blicken angedeutet, und mit gemeinsamem Lachen, Singen, Musizieren, Lesen und gemeinsamen Regelverstößen.

Louis Malle verarbeitete in seinem zweifach oscarnominierten Drama eigene Kindheitserlebnisse.
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