Vor Kurzem stieß ich in einem Buchladen auf diesen Titel und wunderte mich, dass ich von diesem Buch mit lesbischer Hauptfigur, das bereits 2007 erschien, noch nie etwas gehört hatte. Nun, da ich es gelesen habe, ahne ich, warum...
Vorweg gesagt, ich habe das Buch (tapfer) zu Ende gelesen, aber ich habe mich selten so gelangweilt. Die Heldin" dieses Romans ging mir eigentlich von Anfang an auf den Geist; ihre Probleme habe ich - bis auf ihre Trauer um die verlorene Liebe - nicht wirklich nach vollziehen können. Ihr soziales Umfeld war mir so fern, dass es mich eher abgestoßen hat, als irgendwelche Sympathien zu erwecken, und die Geduld ihrer Arbeitgeberin, was ihr (nicht ganz regelmäßiges) Auftauchen am Arbeitsplatz betrifft, ist wirklich bewundernswert bis unglaubwürdig. Bis zuletzt blieb für mich eigentlich offen, WAS genau die Story in diesem Buch war: die Bewältigung von Liebeskummer? Dubiose Familienverhältnisse? Die Lebenskrise einer Frau zwischen 30 und 40?
Der Klappentext klang nach einer humorvollen Lektüre. Ich persönlich habe bei all diesem Gejammer jedoch kein einziges Mal auch nur den Mund zu einem Lächeln verziehen können. Es ist erstaunlich, was alles so übersetzt und auf den deutschsprachigen Markt geworfen wird...!