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Auf der Suche nach dem Täter: Die öffentliche Dramatisierung von Verbrechen im Berlin des Kaiserreichs (Campus Historische Studien)
 
 
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Auf der Suche nach dem Täter: Die öffentliche Dramatisierung von Verbrechen im Berlin des Kaiserreichs (Campus Historische Studien) [Broschiert]

Philipp Müller
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 39,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 424 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (10. Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593378671
  • ISBN-13: 978-3593378671
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.636.785 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Das Historisch-Politische Buch: "Eine spannend erzählte Studie."

Kurzbeschreibung

Berlin im Kaiserreich galt als brodelnde Metropole, Hort der Kriminalität und Hochburg der Presse. Neue, für die »einfachen Leute« erstmals erschwingliche Tageszeitungen wie die Berliner Morgenpost mussten jeden Tag aufs Neue mit spektakulären Nachrichten aufwarten. Polizei und Justiz wiederum waren an einer breiten öffentlichen Darstellung ihrer Angelegenheiten interessiert. Ein intensiver Austausch von Presse und Strafverfolgungsorganen – quasi als Vorläufer von »Aktenzeichen XY ungelöst« – bezog die Bevölkerung aktiv in die Aufklärung und Bekämpfung von Verbrechen ein. In einem mikrohistorischen Vergleich zweier berühmter Fälle, dem des Raubmörders Hennig und dem des »Hauptmanns von Köpenick«, zeigt Philipp Müller, wie in den Sensationen neue Formen öffentlicher Auseinandersetzung entstanden. Die Vielen wirkten auf höchst eigensinnige Weise an den Sensationen mit, sodass ihre eigene soziale Bedeutung – wenn auch nur für einen Moment – über das ihnen beschiedene alltägliche Maß hinauswuchs.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Sehr zu empfehlen! 2. April 2008
Das Sprechen über Verbrechen ist auch immer ein Sprechen über Medien.

Verbrechen geschehen und Medien berichten darüber. Doch diese Beziehung ist keine Einbahnstraße. Immer gibt es auch Rückkopplungen - reißerische Überschriften und Berichte dem Verbrechen mehr Bedeutung zuweisen, als angemessen.
Es entsteht ein Wechselspiel der Informationen zwischen der Polizei, den Medien und der nach der Sensation des Verbrechens heischende Bevölkerung.

Der Historiker Philipp Müller untersucht dieses Mediensystem am Beispiel zweier spektakulärer Verbrechen in Berlin zur Zeit des Kaiserreiches. Bekanntestes Beispiel im Buch ist hier sicherlich der Fall des »Hauptmanns von Köpenick«.

Müllers Verdienst ist es - neben einer bestechenden Analyse der sich zum Massenmarkt entwickelnden Berliner Zeitungslandschaft und der Darstellung der darauf hin zur Reaktion genötigten Exekutive - den Blick auf die Vielen, der ansonsten schweigenden Mehrheit der Bevölkerung zu richten.

Müllers Untersuchung zeigt auf, dass die Bevölkerung Berlins aktiv am Medienereignis 'Verbrechen' partizipierte. Als Grund für diese Faszination an dem Vergehen arbeitet Müller die Suche der Vielen nach unterhaltender Zerstreuung heraus, die diese in den sensationellen Berichten über die Verbrechen schließlich finden:
Der Alltag der Vielen in der Moderne ist durch eine Entzauberung der Welt (Max Weber) gekennzeichnet. Die Anteilnahme der Vielen an der in der Lokalzeitung angepriesenen Sensation führt zu einer Verzauberung der Moderne. - Medienkonsum dient hier also zur Aufwertung des Alltags.

Sehr lesenswert!
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