Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
„St. Pauli, ich denke mal, eingegrenzt zwischen Nobistor und Millerntor, Reeperbahn. Dazu gehört, dass das einer der ärmsten Stadtteile Europas ist. Und warum ich gerne hier bin, auch gerne durch die Straßen gehe – weil mir die Fischfrau „Guten Tag“ sagt, oder ich nick´ vier Mal am Tag ab, wenn ich außer Haus geh´, das ist St. Pauli, das ist das Menschliche, da ist nichts auf der Strecke geblieben. Es ist wie ein Bullerofen. Eigentlich sucht man die Zweisamkeit, das heißt Liebe, aber hier, in dem Stadtteil St. Pauli, ist Liebe.“ - Stefan Hentschel. Das Buch ist auf Streifzügen durch St. Pauli entstanden, einen der interessantesten Stadtteile der Welt. Auf der Suche nach dem Besonderem, nach den Geheimnissen eines Mythos, ist der Blick auf Kleinigkeiten gerichtet, die abseits vom Glamour der Meile in den Seitenstrassen und Hofeinfahrten des Viertels zu finden sind, oft nur für kurze Zeit und meistens schnell vergänglich. Vielleicht sind es diese Mikrokosmen, die den Mythos markieren. Kleinigkeiten, die ein wenig anders sind. Die wieder verschwinden und Neuem Raum geben. In dauernder, stiller Dynamik, rund um den Boulevard der verlorenen Illusionen.