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Auf der Sonnenseite: Roman (Gulliver) [Taschenbuch]

Klaus Kordon
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

28. Februar 2011 Gulliver
Nach dem packenden Zeitpanorama »Krokodil im Nacken« setzt Klaus Kordon mit »Auf der Sonnenseite« seine bewegende Lebensgeschichte fort. Hannah und Manfred Lenz sind von der BRD aus der Stasi-Haft freigekauft worden; ihre Kinder werden in der DDR im Heim festgehalten. Erst zwei Jahre später dürfen sie in den Westen ausreisen. Aufmerksam beobachtet Lenz die Entwicklungen seiner neuen Heimat - und ebenso das Geschehen in der DDR. Mit gemischten Gefühlen verfolgt er die politischen Ereignisse im Osten, die schließlich 1989 zur Auflösung seines ehemaligen Staates führen.

Wird oft zusammen gekauft

Auf der Sonnenseite: Roman (Gulliver) + Krokodil im Nacken: Roman (Gulliver) + Die roten Matrosen oder Ein vergessener Winter: Roman (Gulliver)
Preis für alle drei: EUR 28,85

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 1 (28. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407742398
  • ISBN-13: 978-3407742391
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 370.165 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Klaus Kordon wurde 1943 in Ostberlin geboren und musste schon in jungen Jahren schwere Verluste verkraften: Sein Vater fiel im Krieg, die Mutter starb 1956. Kordon wuchs in Kinder- und Jugendheimen auf. Bevor er an der Abendschule das Abitur nachholte und in einem Fernstudium Volkswirtschaft studierte, war er u. a. Transportarbeiter. Er distanzierte sich immer mehr vom politischen System der DDR und unternahm schließlich 1972 einen Fluchtversuch, der scheiterte: ein Jahr "Stasihaft" war die Folge. 1973 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft und ging nach Frankfurt am Main. Hier verfasste er 1977 sein erstes Buch, den Jugendroman "Tadaki" (heute: "Der Weg nach Bandung. Tadakis Geschichte") (1977). Klaus Kordon lebt heute wieder in Berlin. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Klaus Kordons Leben reicht für viele Leben. Und für Dutzende Romane.« Die Welt »›Krokodil im Nacken‹ und ›Auf der Sonnenseite‹ sind Kordons persönlichste Bücher; seine Stärke ist die scharfe Beobachtungsgabe.« Die Welt »›Auf der Sonnenseite‹ ist ein sehr solides und sympathisches, ein sehr ehrliches und nachdenkliches Buch geworden. Eine höchst informative, politisch wie historisch interessante Chronik der 70er und 80er Jahre. Aber eher ein Bericht als ein Roman. Ein Grund mehr, das ›Krokodil im Nacken‹ noch einmal zu lesen!« Deutschlandradio Kultur »›Krokodil im Nacken‹ und ›Auf der Sonnenseite‹ sind Kordons persönlichste Bücher, seine Stärke ist eine scharfe Beobachtungsgabe. Eindringlich erfährt der Leser, welche tiefen Spuren die ›große‹ Geschichte in das Leben des Einzelnen eingräbt, welche Narben sie hinterlässt.« Berliner Morgenpost »Auf der Sonnenseite ist ein spannender Versuch, deutsche Geschichte aus einer anderen Perspektive zu schildern.« Münchner Merkur »›Auf der Sonnenseite‹ ist ein Zeitdokument, ein wichtiges Buch, auf das die Leser von ›Krokodil im Nacken‹ gewartet haben.« BuchMarkt »Wie ein Fotoalbum aus Worten erzählt der Nachfolger von Kordons ›Krokodil im Nacken‹ von den Jahren 1973 bis 1989.« buchreport »Packend« Börsenblatt »Er schreibt seine dokumentarischen Romane nicht über das Leben von bekannten Persönlichkeiten, sondern stellt Schicksale unbekannter Bürger in den Mittelpunkt. Damit macht er umso mehr deutsche Geschichte erlebbar.« Weinheimer Nachrichten

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Klaus Kordon, geb. 1943, gehört zu den renommiertesten Jugendbuch-Autoren. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Für sein Gesamtwerk erhielt er den Alex-Wedding-Preis der Akademie der Künste und den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Gnade der späten Geburt 11. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Lenz und seine Frau Hannah wurden aus dem Stasi-Gefängnis freigekauft. Ihre Kinder müssen bleiben. Erst ein Jahr später ist die Familie vereint. Was an sich schon einen eigenen Roman wert wäre - Kordon lässt es auf relativ wenigen Seiten ablaufen, und dennoch geht einem das Schicksal dieser Familie nahe. Das liegt auch am nüchternen, trotzdem mitreißenden Stil des Autors. Und so setzt er dann an zu einem Ritt durch die jüngere Geschichte der Bundesrepublik, zeigt, wie zerrissen die Gesellschaft war und wie groß die latente Gefahr des "Vergessens" ist. Denn was auch immer geschieht - immer wird Lenz mit der deutschen Geschichte konfrontiert. Und dem Leser wird klar, dass es keine "Gnade der späten Geburt" (H. Kohl) und keine "moralische Auschwitz-Keule" (M. Walser) geben kann. Nazi-Deutschland, BRDDR, Demokratie, Wiedervereinigung - am Ende dieser Folge steht für Lenz (und somit auch für Kordon) kein logisches HappyEnd, sondern etwas, was mit Zähnen und Klauen verteidigt werden muss. Und darum meldet sich das "Krokodil im Nacken" auch immer wieder, so wie es das bei vielen in unserer Gesellschaft auch tun sollte. Und so versteht sich das Buch sicher auch als Plädoyer für eine streitbare, wachsame Republik Deutschland, und wenn der Roman auch mit den Ereignissen des Jahres 1989 endet, heißt das noch lange nicht, dass die Geschichte jetzt fertig ist.
Ein wichtiges Buch, weil es glaubhaft und authentisch ist. Und ein würdiger Nachfolger des "Krokodils".
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Manfred Lenz, der alter ego von Klaus Kordon, ist zurück! Dem Leser bereits bekannt aus "Krokodil im Nacken", findet Lenz' Lebensgeschichte nun seine Fortsetzung in "Auf der Sonnenseite". Leider ist es wie mit vielen Fortsetzungen erfolgreicher Erstlinge: Die Erwartungen sind hoch und werden auch dieses Mal leider nicht voll erfüllt.

Im ersten Kapitel stellt Kordon kurz und knapp die Anknüpfpunkte zu "Krokodil im Nacken" her: Nach gescheiterter Republikflucht sitzen Manfred Lenz und seine Frau Hannah in Isolationshaft im Stasiknast Berlin-Hohenschönhausen. Ihre Kinder befinden sich in der Obhut der Staatsmacht. Monatelanger Ungewissheit folgt die Verurteilung zu einer mehrjährigen Zuchtshausstrafe, schließlich die Abschiebung in die BRD. Nach weiteren 12 Monaten dürfen auch die Kinder zu den Eltern in den Westen ausreisen. Wie im Zeitraffer werden diese Ereignisse auf kaum 30 Seiten abgespult und führen bereits vor, worin die Schwäche dieses Romans liegt: Eigentlich ist "Auf der Sonnenseite" gar kein Roman, sondern vielmehr erzählte Zeitgeschichte.

So erlebt, beobachtet und kommentiert Lenz die Zeit der sozialliberalen Koalition, den deutschen Herbst um den RAF-Terrorismus, schließlich den Niedergang der DDR und die friedliche Revolution. Das ist alles spannend und durchaus kurzweilig erzählt. Ein wirklicher Roman ist es allerdings nicht. Dazu wird das vor dem Hintergrund dieser Geschehnisse stattfindende Leben von Lenz und seiner Familie zu beiläufig erzählt, spielt eine zu untergeordnete Rolle.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Sonnenseite 21. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Schließe mich gern der Meinung des vorhergehenden Schreibers an; es ist auch ziemlich meine eigene zur Fortsetzung von Krokodil im Nacken. Der Autor beschreibt sehr glaubwürdig und nachvollziehbar den Start der Familie Lenz in der BRD, wie z.B. das unfrohe und irgendwie zermürbende Gefühl, ideell zwischen zwei Welten zu pendeln und streckenweise zweifelnd an der Richtigkeit der getroffenen Entscheidung zum Verlassen des Staates, in dem man schließlich aufgewachsen ist, wo die Wurzeln liegen, die sich eben doch nicht so ohne weiteres kappen lassen. Drüben nicht mehr zu sein, weil endgültig gebrochen, hier noch nicht richtig angekommen, ist sehr schwer zu ertragen und führt zu Irritationen. Die Probleme, die sich privat und beruflich beim Kennenlernen der westdeutschen Mentalität ergeben und das daraus resultierende Befremden von Hannah und Manfred, sind sehr authentisch und nachvollziehbar für ehemalige DDR'ler, die dem "Sozialismus" der DDR ebenfalls den Rücken gekehrt haben, beschrieben. Bei der Schilderung der 68er Generation sowie der RAF geriet meine Lesefreude zeitweilig etwas ins Stocken, was sich dann aber als unberechtigt heraus stellte, weil unverzichtbar für das Begreifen der Geschichte der Bundesrepublik. Ganz besonders gefreut hat mich die immer währende Verbundenheit von Manfred Lenz zu seiner Heimatstadt Berlin und den Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Beide Bücher sind sehr tiefsinnig geschrieben, sie basieren auf großem Erinnerungsvermögen und unglaublich guter Beobachtungsgabe und Einfühlung des Autors in Menschen und Zeitgeschehen. Insgesamt das beste und wahrhaftigste, was ich bisher zum Thema Verlassen der DDR, gelesen habe.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr erwartet 3. Februar 2012
Von Bienchen TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Von "Krokodil im Nacken" total begeistert, habe ich gleich im Anschluß "Auf der Sonnenseite" gelesen. Ich dachte, es geht so weiter wie im ersten Buch, nur halt auf der "Sonnenseite", der BRD. Leider wurden meine Erwartungen dahingehend enttäuscht. Ich stimme dem Rezenten W.Öschelbrunn voll zu, der sagte:" Leider ist es kein Roman, sondern erzählte Zeitgeschichte". Genau das habe ich auch gefühlt beim Lesen. Jetzt habe ich ja nichts gegen erzählte Zeitgeschichte, die gehört ja bei den Büchern von Kordon dazu, man "erlebt" ja sozusagen "Geschichte". Und das gefiel mir ja bisher so gut.Aber es soll halt nur in den Roman eingebaut werden, als Nebenstrang. Nur in diesem Buch "Auf der Sonnenseite" wird dem Roman viel zu wenig Platz eingeräumt, die Geschichte um Manfred Lenz ist zusehr an den Rand gedrängt, und der" erzählten Zeitgeschichte" und Politik wird für meinen Geschmack viel zu viel Platz eingeräumt. Für meinen Geschmack zuviel, weil ich anderes von Kordon kennen und schätzen gelernt habe. Dies war immerhin innerhalb eines Monats mein 6. Kordon-Buch.
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Klaus Kordon, Jahrgang 1943, ist in Berlin-Pankow geboren und Verfasser zahlreicher sehr guter Jugendbücher, für sein Werk erhielt er 2013 das große Verdienstkreuz. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Shaun veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen interessant
Das Buch ist die logische Konsequenz nach "Krokodil im Nacken" und eine hervorragende Fortsetzung des Lebens des Autors in der Bundesrepublik. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessante Einblicke
Es wird auf sehr spannende Art das unterschiedliche Leben in Ost und West, mit allen Problemen, beschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Joerg Kuenne veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kordon
Bin alt und zu müde dafür Bin alt und zu müde dafür
Die restlichen Bewertungen schenken Sie mir bitte. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Georg Heldmaier veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Alles wirkt sehr glatt
Während der 1. Teil (Krokodil im Nacken) sehr problembelastet, meiner Meinung nach auch etwas langatmig ist, ist der Band "Auf der Sonnenseite" wirklich "sonnig". Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Wenigleser veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen 2. Teil des autobiographischen Romans von K. Kordon
Mit diesem autobiographischen Roman setzt Klaus Kordon seine bewegende Lebensgeschichte, die er bereits im ersten Buch Krokodil im Nacken" schon sehr eindringlich beschreiben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juni 2012 von Oehler
4.0 von 5 Sternen philosophische überlegungen eines übergesiedelten
vor einiger zeit habe ich hier schon einmal ein buch vom selben verfasser vorgestellt (das krokodil im nacken). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Januar 2011 von Andreas Meissner
5.0 von 5 Sternen auf der sonnenseite klaus kordon
wer klaus kordon kennt weiß das er kein blatt vor den mund nimmt ehrlich und gut regt zum nachdenken über die deusche nach kriegsgeneration an ein buch für... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2010 von Brigitta Merkens-hallewell
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