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Auf Schwimmen-zwei-Vögel: Roman
 
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Auf Schwimmen-zwei-Vögel: Roman [Taschenbuch]

Flann O'Brien , Harry Rowohlt
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (1. Mai 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453401441
  • ISBN-13: 978-3453401440
  • Originaltitel: At Swim-Two-Birds
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 88.853 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Flann O'Brien
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Produktbeschreibungen

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Selbst der große James Joyce konnte nicht umhin, Auf Schwimmen-zwei-Vögel ein "wirklich lustiges Buch" zu nennen. Es ist zudem auch ein wirklich ungewöhnliches Buch und eine harte Nuss für jeden Buchkritiker. Schon eine Inhaltsangabe scheint unmöglich. Harry Rowohlt brachte es so auf den Punkt: "Eine Gruppe von Menschen geht von A nach B und quatscht sich dazwischen fest." Dabei gilt es aber noch die verschiedenen fiktionalen Ebenen zu erwähnen: Die Hauptfigur -- ein Dubliner Student -- schreibt einen Roman über den Sonderling Mr. Trellis, der wiederum selbst gerade dabei ist, eine Art irischen Western zu verfassen. Dass es im Verlauf des Buches zu einem Aufstand diverser Romanfiguren gegen ihre Schöpfer kommt, erhöht zwar nicht die Übersichtlichkeit, aber dafür das Vergnügen.

Fans von Flann O'Brien und Harry Rowohlt haben diesem Ereignis sicher entgegen gefiebert: dass nach dem kurzen Ausschnitt auf Harry Rowohlt liest Flann O'Brien nun endlich das ganze Werk als Hörbuch veröffentlicht wird: Harry Rowohlt liest ungekürzt und Wort für Wort das Hauptwerk seines Lieblingsautors Flann O'Brien. In Anbetracht des komplexen Inhalts sicher ein Hörerlebnis, das volle Konzentration verdient hat, aber wegen Harry Rowohlts Kongenialität als Übersetzer und Vortragskünstler eben auch ein ziemlich einmaliges und unvergessliches ist. --Christian Stahl

Ungekürzte Lesung, 8 CDs, ca. 574 Minuten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Hoffentlich merken die Kritiker, was ihnen beim Ulysses entgangen ist: Dass es ein komisches Buch ist.« (James Joyce )

»Fast möchte man die Neueinsteiger beneiden um ihr bevorstehendes Leseglück: Einzutauchen in Mythen, bildungsgeladene Skurrilitäten, kalauernde Klugheiten, literarisch atemberaubende Konstruktionen. Kurz: In einen Kosmos, der so irisch wie kosmopolitisch ist.« (Focus )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Was passiert, wenn sich die Romanfiguren gegen ihren Herrn und Autor auflehnen? - Na was schon, nach ausführlichem Gedankenaustausch über ihre bisherigen Erlebnisse in anderen Romanen schreiten sie zur Tat und schreiben selber, und zwar über ihren Autor.
Doch dies ist nur der rote Faden der aberwitzigen Romanhandlung, deren einzelne Handlungsstränge zu zählen schier unmöglich ist: Der Autor des Ganzen, ein eher zögerlicher Zeitgenosse mit misanthropischer Grundstimmung und ausgeprägtem Hang zur Selbstreflexion, beginnt seinen Roman zunächst damit, dass er drei mögliche Romananfänge vorstellt und schließlich unvermittelt mit dem "vierten Anfang" beginnt. Protagonist seines Romans ist ein Ekelbatzen namens Trellis, ewiger Student und chronisch versoffen, der die meiste Zeit im Bett liegt und in leidlich katerfreien Momenten an seinem Roman bastelt. Seine Romanfiguren langweilen sich natürlich in jenen langen Phasen, in denen sie sich selbst überlassen sind, und geraten zunächst ins Plaudern, sodann verliebt sich der auserkorene Wüstling in sein vorgesehenes Opfer, und schließlich beschließt die gesamte Figurentruppe, es Trellis einmal so richtig zu besorgen: Sie schreiben ihrerseits einen Roman, und zwar über Trellis. Dass dem nun allerlei Unliebsames widerfährt, kann man sich denken...
Flann O'Brien schrieb hier nicht nur den ultimativen Roman im Roman, sondern auch noch eine Parodie auf literaturwissenschaftliche Gepflogenheiten, wenn er z.B. den Erzählfluss unterbricht, damit der Autor seine gelungenen Stilmittel kommentieren kann, oder wenn er den aktuellen Handlungsstrang kommentiert. Hinzu kommen die zusätzlichen Handlungsebenen, die dadurch entstehen, dass die Romanfiguren ihrerseits immer wieder andere Geschehnisse in die Handlung einflechten.
"Leicht zu lesen" ist dieser Roman freilich nicht, aber wer sich ein klein wenig Mühe gibt, sich im furiosen Chaos zurechtzufinden, wird reich belohnt mit einem Lesevergnügen der besonderen Art. Nie war experimentelle Literatur komischer; kaum zu glauben, dass dieser Roman bereits 1939 geschrieben wurde.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein Dubliner Student lebt bei seinem Onkel, muss sich dessen Fragen nach seinen Studien erwehren. Dabei interessiert er sich neben Kneipengesprächen bei Porter-Bier und Whisky nur für das Romanepos, an dem er schreibt. Dieses handelt von dem Exzentriker Mr. Trellis, der wiederum an einer Faust-artigen Geschichte schreibt. In der geht es um einen menschgewordenen Teufel, einen von diesem gesteuerten Mann, der Frauen überfallen und generell gegen Anstand und Sitte handeln soll, dessen weibliches Opfer, andere, die sich darum gruppieren usf. Nur blöd, dass die Figuren derart lebendig werden, dass sie sich schließlich gegen ihren Autor verbünden.

Diese Beschreibung stammt weitgehend von Seite 84 "zu Nutz und Frommen neuer Leser". Es ist nämlich gar nicht leicht, der Handlung durch die verschiedenen Ebenen zu folgen. Flann O'Brien kommentiert in seinem Klassiker von 1939 fröhlich selbstbezüglich, liefert die literarischen Einordnungen gleich mit, macht den Entstehungsprozess (scheinbar) zum Teil des Romans. Obwohl man inhaltlich mitunter den Faden verliert, langweilt man sich in keinem einzigen Satz, denn "Auf Schwimmen-zwei-Vögel" (Name einer Insel im Shannon, wo das Buch zum Ende hin spielt) ist dicht, empathisch, großartig geschrieben. Jeder einzelne Satz, jedes Wort in der Übersetzung Harry Rowohlts drückt O'Briens übersprühende schriftstellerische Energie aus. Auf die Spitze getrieben wird das Treiben der Figuren (wie zu lesen ist, allesamt bereits bestehende literarische Charaktere) in zahlreichen Versen, die als eingefügte Dokumente immer wieder den Eindruck vermitteln, die wichtigste Geschichte überhaupt zu lesen. Und ganz nebenbei ist die Auseinandersetzung mit Gut und Böse, Moral, Sex und Alkohol so komisch wie klug, selbstironisch wie weise. Definitiv einer der zwanzig besten Romane, die ich kenne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses ist ein so wahn-witziges, so herrlich verrücktes, so unwiderstehlich komisches Buch, daß selbst der handelsübliche trockene Hinweis, die Personen seien frei erfunden, Ähnlichkeiten zufällig, nachtäglich noch zu einem erstklassigen Spaß gerät. Der Autor wirft über den arglosen Leser ein Netz allerkrausestem Garns, in dem er bald nur noch zappeln kann vor Lachen.
O'Briens wie von Tischtennisvirtuosen hin und hergeschossene Dialoge, sein parodistisches Spiel mit den Bausteinen der Folkloredichtung, der Sarkasmus seiner Anmerkungen, diese pausenlose Intensität der sprachlichen Gestaltung im Verein mit einer offenbar hervorragenden Übersetzung verschaffen einem einen verblüffenden Lesegenuss...
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