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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unvergesslicher Klassiker mit Staraufgebot!!!, 5. Februar 2006
Larry Darrell (Tyrone Power), einem jungen Amerikaner, fällt es schwer, sich seit der Rückkehr aus dem Krieg in den normalen Alltag einzufügen. Obwohl er mit Isabel (Gene Tierney) verlobt ist und eine Anstellung auf ihn wartet, treibt es ihn auf der Suche nach dem Sinn des Lebens fort von zu Hause. Seine Rastlosigkeit führt ihn nach Paris und anschließend nach Indien, wo er seine innere Ruhe und seinen Weg wiederfindet. Szene in Indien:... Ind. Weiser: "Was führt Dich zu mir, mein Sohn?" Larry: "... Ich bin gekommen, um zu lernen. Schon seid Ende des Krieges bin ich auf der Suche nach etwas, etwas, daß ich noch nicht einmal in Worte fassen konnte. ... Für meine Freunde bin ich ein Streuner, der sich vor der Verantwortung drückt, ich kann meine Suche nicht einmal denen begreiflich machen, die ich liebe." Ind. Weiser: "Du hast die lange Reise auf Dich genommen, um nach der Weisheit zu suchen... Der Weg zur Erlösung ist schwierig zu beschreiten. Du mußt ihn dir vorstellen, wie die scharfe Schneide eines Messers"... Nach Jahren kehrt Larry in die normale Welt nach Paris zurück. Isabel ist mittlerweile mit Gray Maturin (John Payne) verheiratet und hat zwei Töchter. Beim Börsenkrach 1929 haben sie alles Geld verloren und sind jetzt auf die Unterstützung von Onkel Elliot (Clifton Webb) angewiesen, der Gesellschaften in adligen Kreisen gibt. Bei einem gemeinsamen Abend im Pariser Nachtleben treffen Isabel, Larry, Gray und W.S. Maugham eine frühere Jugendfreundin von Larry, Sophie (Anne Baxter) wieder. Sie ist dem Alkohol verfallen, seit ihr Mann Bob und ihre Tochter bei einem Autounfall ums Leben kamen. Als Larry ihr helfen will, erwachen in Isabel eifersüchtige Gefühle, denn noch glaubt sie, daß sie Larry für sich zurückgewinnen kann... Geschickt zusammengehalten wird der Handlungsfaden durch das regelmäßige Erscheinen einer Person auf der Bühne des Geschehens: William Somerset Maugham (Herbert Marshall), der genauso wie in seiner 1944 veröffentlichten Romanvorlage, den Lebensweg der handelnden Personen immer wieder kreuzt. Diesen grandiosen Film aus dem Jahre 1946, von Darryl F. Zanuck produziert, könnte man mit Superlativen einfach nur so überschütten. Erstens bietet er ein Aufgebot an bereits gestandenen und nachrückenden Schauspielerstars auf. Zum Zweiten ist diese komplexe und keinesfalls auf ein tränenreiches Happyend ausgerichtete Handlung überzeugend inszeniert worden, untermalt von der Musik Alfred Newman's (schrieb auch Musik zu "Im Zeichen des Zorro"). Der Film wurde für 4 Oscar's nominiert, u.a. für Bester Nebendarsteller, Bester Film und erhielt einen für die beste Nebendarstellerin, Anne Baxter als Sophie MacDonald. Ihre Auftritte haben mich richtig erschüttert. Sie ist vollkommen in ihrer Rolle aufgegangen. Neben dieser Glanzleistung hat mich vor allem Tyrone Power (1913-1958) beeindruckt. Er, der bis dahin in Abenteuerfilmen, wie der "Der Pirat" und "Im Zeichen des Zorro" begeisterte, schaffte mit dieser überragenden schauspielerischen Leistung den Durchbruch als ernsthafter Charakterdarsteller. Herausheben möchte ich die Szene in den ind. Bergen, als der Weise ihn aufsucht. Er strahlte in diesem Moment etwas Übernatürliches aus, als ob ihn das "Göttliche" berührt hätte. Er hatte erkannt, was der Weise ihm anfänglich sagte: "Das wahre Glück lernen wir aber nur, wenn wir lernen, daß es aus uns selbst heraus entstehen muß." Die DVD wartet mit einer ausgezeichneten s/w-Bildqualität auf und mit für alle Filmfans interessanten Extra's auf bzw. in der DVD. Fazit: Ein bemerkenswertes und unvergessliches Filmereignis!!!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine der gelungesten Roman-Adaptionen aller Zeiten!, 4. November 2005
Bei diesem Film handelt es sich um eine der beste Roman-Verfilmungen, die ich kenne: das Buch ist (natürlich gekürzt) sehr gut umgesetzt und die Schauspieler füllen die Figuren der Geschichte sehr genau mit Leben. Zwar mag so manche Geste und manches Bild für heutige Augen etwas zu pathetisch sein: die Wirkung ist und bleibt aber immer glaubwürdig. Ein Film aus einer Zeit, als es noch gute Drehbücher und Schauspieler gab. Vor allem Anne Baxter als Jugendfreundin Sophie, die nach dem Tod ihres Mannes und Kindes dem Alkohol verfällt, hat den für diese Leistung gewonnenen Oscar mehr als verdient! Ebenfalls beeindruckend: Clifton Webb als versnobter Elliott Tempelton, dessen einziger Lebensinhalt es ist, sich auf Dinnerparties "im einzigen zivilisierten Land der Welt" (gemeint ist Frankreich) der High-Society zu präsentieren. Erzählt wird in Maughams berühmten Entwicklungsroman (der im Film als Erzähler in persona, gespielt von Herbert Marshall, auftritt) die Geschichte des Kriegsfliegers Larry Derrell (Tyrone Power), der sich so ganz und gar nicht den üblichen Konventionen beugen will, nach Wissen und Erleuchtung strebt. Daran scheitert auch die Verlobung mit der reichen und attraktiven Isabel Bradley (Gene Tierney), die den "wirren Gedanken" des jungen Mannes nichts abgewinnen kann. "Ein Mann muss doch für sich und sein Land arbeiten!" wirft sie Larry vor, doch der möchte lieber "müßig gehen". Trotz der unterschiedlichen Lebensansichten kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder, vor allem in Paris. Als Larry mit Mitteln der alternativen Medizin Isabels Ehemann , der nach dem großen Börsenkrach seelisch zerrüttet ist, heilt, beginnen Isabels Gefühle zu schwanken...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
in keiner weise öde!, 13. September 2007
dieser film ist der beweis, dass literaturverfilmungen auch funktionieren können. selten habe ich ein buch so GUT verdichtet gesehen. nichts aus der vorlage, das wichtig wäre, geht - meiner ansicht nach - verloren.
zudem sind die darsteller exzellent gewählt und erzähltempo und bilder sind in ihrer eleganz makellos.
einziger kritikpunkt ist die etwas kitschelnde deutsche synchronisation. hier sollte man, so des englischen mächtig, auf die original-tonspur zurückgreifen...
wer filme wie "der leopard" oder "die katze auf dem heissen blechdach" mag, wird hier bestimmt nicht grundsätzlich falsch liegen.
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