War es bei "Auf der Flucht" Harrison Ford, der im Fokus des Films stand, Tommy Lee Jones aber auf Augenhöhe agierte als unerbittlicher FBI-Bluthund Sam Gerard, gehört "Auf der Jagd" ganz Jones. Die Nebenrollen sind mit dem damals noch aufstrebenden Wesley Snipes und dem damals eher in der Versenkung verschwundenen Robert Downey jr. superb besetzt. Auch Gerards ganes Kollegenteam aus "Auf der Flucht" ist wieder dabei und muss weiter Gerards kauzig verschrobene Launen ertragen, was für einige Lacher sorgt.
Actionmäßig noch aufwendiger, ist hier die Actionszene, mit der dem Gefangenen Roberts (Snipes) die Flucht gelingt bei einem Flugzeugabsturz, bei dem auch Gerard an Bord, diesmal also direkt vor Ort ist, um die Jagd zu eröffnen.
Wer ob der etwas fantasielosen Titelwahl nach "Auf der Flucht", nun "Auf der Jagd" denkt, der Film sei ein flott runter gekurbelter Abklatsch von "Auf der Flucht" um aus dem Erfolg des Films und dem Oscargewinn von Jones Kapital zu schlagen, irrt sich. "Auf der Jagd" ist ein Action-Thriller, der eine völlig eigenständige Story erzählt, tolle Actioneinlagen und Spannungsspitzen besitzt und dem Vorgänger absolut ebenbürtig ist, bis hin zum letzten Storytwist.