"Ein wunderbares, großes Erinnerungsbuch", lobt Elke Heidenreich.
Hellmuth Karasek betont in einem Interview, dass er ein Geschichtenbuch über die Geschichte schreiben wollte. Und das ist seine Biographie denn auch geworden - aus seinem Leben macht er, nüchtern und selbstkritisch, eine Erzählung, die die bewegte Geschichte Deutschlands widerspiegelt.
Herkunft aus einem Nazi-Haushalt, Erziehung an einer NS-Eliteschule, Flucht in den damals sowjetisch besetzten Teil Deutschlands, nach dem DDR-Abi Flucht in den Westen und Studium in Tübingen , um nur einige Stationen seines turbulenten Lebens zu nennen.
"Auf der Flucht" ist ein Selbstporträt, das einen anderen Menschen zeigt, als wir ihn vom Fernsehen her kennen.
Karaseks Buch kann man getrost neben Reich-Ranickis Autobiographie stellen, las ich kürzlich irgendwo. Und genau da habe ich es denn auch hingestellt.