Bevor Attwenger 1991 ihr erstes Album "Most" auf den Markt brachten, hatten sie bereits dieses Demo, "Auf da Oim gengan die Kia", als Musikkasette aufgenommen. 2007 erschien es neu gemischt auf CD.
Auf dem Album erklingt, wie es sich anfangs anhörte, wenn sich das Quetsche-und-Schlagzeug-Duo Hans-Peter Falkner und Markus Binder originale Volksmusik vornahmen und sie einfach schneller und mit rhythmisch frechem Dreh spielten. Da regierte erstmal pure Energie, Sturm und Drang, der das Heimelige auseinandernahm und ihm gleichzeitig viel neues Leben einpeitschte. So hört sich "Thurlhofer" hier noch recht unstrukturiert an, während Attwenger sich auf dem offiziellen Debut-Album "Most", wo das Lied "Sunnseitn" heißt, auf das Charakteristische konzentrieren und daraus einen herzerfrischenden Arschtrittrhythmus machen. Generell kommen bei "Auf da Oim gengan die Kia" Falkner und Binder gesanglich kaum hinter ihren Instrumenten her, und die Stimmen sind teils viel zu leise aufgenommen. Nett ist die Mischung zwischen dem doppelt aufgenommenen Altmännergesang des Titellieds und das vehemente dagegen Antrommeln und Quetschen wie in "Hoits Eing Zaum". Gerade dieses Lied verrät bereits, wo es später mit Attwenger textlich und musikalisch hingehen sollte: Das Vokabular wird in der Tradition Ernst Jandls auf Wörter, Silben, Laute reduziert, die bereits alles enthalten und dies mit wenig Melodie, aber ganz viel Rhythmus, wenn auch später technisch und klanglich wesentlich ausgefeilter.
So schnell wie sie intoniert sind, sind die acht teils recht kurzen Lieder hier dann doch sehr bald durchgehört.