Es war im Jahre 1953, als Bob Willoughby den Auftrag, eine junge Schauspielerin zu fotografieren, etwas widerwillig annahm. Im Stillen hoffte er nämlich auf etwas Bedeutenderes als wieder Aufnahmen von aufstrebenden Sternchen zu machen. Wie sehr dieser Auftrag, den er nur aus finanziellen Gründen auszuführen gewillt war, auf sein folgendes Leben Einfluss nehmen würde, hätte er 1953 wohl kaum ahnen können. Die junge Schauspielerin war eine "Schönheit", die mit einem Lächeln begnadet war, "das Gott dazu geschaffen hatte, die Herzen sterblicher Männer zu zerschmelzen...": Audrey Hepburn.
Audrey Hepburn stand 1953 noch ziemlich am Anfang ihrer Karriere und hatte gerade den Film "Ein Herz und eine Krone" von William Wyler aufgenommen, als sie Bob Willoughby bei jenen Aufnahmen zum ersten Mal begegnete. Zwischen ihr und dem zukünftigen Starfotografen, der zu jener Zeit ebenfalls seine Karriere begann, entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, die bis zu ihrem Tod 1993 währte. Bob Willoughby porträtierte sie unzählige Male, begleitete sie an den Filmsets und hielt einzigartige Momente aus Audrey Hepburns Leben fest, auf denen ihre warme und herzliche Persönlichkeit Ausdruck findet. Die Bilder voller Wirkungsvermögen sind nun in dem Bildband "Audrey Hepburn" versammelt und zeigen sie beim Shoppen mit ihrem Rehkitz "Ip", in einzigartigen Augenblicken beim Dreh ihrer Filme, und auch beim Spielen mit Söhnchen Sean.
Jede Fotografie setzt Bob Willoughby in seinem Begleittext, aus dem Englischen von Julia Rickers übersetzt, in einen Situationsrahmen, der den Bildern noch mehr Ausdruckskraft verleiht als sie ohnehin schon haben. Er erwähnt auch seine Eindrücke und führt auf, was er mit der betreffenden Aufnahme erzielen wollte, welche Wirkung er sich von den Bildern versprach. Bei den Filmarbeiten zu "Tropenglut" versuchte er Audrey als Waldfee Rima besonders mystisch darzustellen. Die Fotografien aus privaten Momenten hingegen sind sehr herzlich und bestechen durch ihre natürliche Offenheit, die Audrey Hepburns Charakter so treffend widerspiegeln.
Das Besondere an diesen Bildern ist die Nähe, die zwischen Fotograf und "Modell" spürbar ist. Solche Aufnahmen wären ohne die Freundschaft, die zwischen Audrey Hepburn und Bob Willoughby bestand, nicht möglich gewesen, was sie deswegen zu etwas tatsächlich Einzigartigem macht. Auf dem schweren Kunstpapier gedruckt, erhalten alle Fotos dazu einen unvergleichlichen Albumcharakter.
"Dieses umwerfende Lächeln, das einen von Kopf bis Fuß im Innersten wärmt" bezaubert wohl jeden Betrachter des wundervollen Bildbandes "Audrey Hepburn", der bereit ist, sich in ein bisschen Nostalgie zu verlieren!