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Auch Deutsche unter den Opfern
 
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Auch Deutsche unter den Opfern [Hörbuch-Download]

von Benjamin von Stuckrad-Barre (Autor, Erzähler), Christian Ulmen (Erzähler)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
CD Preis: EUR 17,95
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 2 Stunden und 26 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: tacheles! / Roof Music
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 30. März 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B003EMKE34
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Deutschland ganz unten, Deutschland ganz oben - und mittendrin: Stuckrad-Barre, mit Stift, Papier und Kamera. Im Jahr 2001 brachte er "Deutsches Theater" heraus, den "Fotoroman einer Gesellschaft, die nur in der Öffentlichkeit und im Rollenspiel noch zu sich selbst zu kommen vermag" (FAZ). Nun erscheint die Fortsetzung: Reportagen, Porträts, Erzählungen, Mono- und Dialoge - ein Sittengemälde unserer Zeit.

Erstaunlich, wo überall Stuckrad-Barre mit Notizblock und Fotoapparat auftaucht, beeindruckend, wie nah er dran kommt, erhellend, was er dabei zu Tage fördert: Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet er Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Einen Schwerpunkt bildet diesmal die Politik: Stuckrad-Barre begleitet Michael Naumann, Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Guido Westerwelle im Wahlkampf, beobachtet mit Hans Magnus Enzensberger Kundgebungen in Bayern - und bei Obamas Rede an der Siegessäule steht der Autor natürlich mitten im Gedränge.

Er schaut Fernsehen mit Dieter Hildebrandt, mietet sich in Udo Lindenbergs Hotel ein, um dessen Comeback mitzuschreiben; er lässt sich von Herlinde Koelbl fotografieren, von Alexander Kluge filmen, und er versucht, mit Günter Grass zu diskutieren. Und so entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar, aus vielen Texten eine Großerzählung, und wir sehen: Das ist die Zeit, in der wir leben, das sind die Dinge und Personen, die uns bewegen - das sind dann wohl: wir. Beschrieben von Benjamin von Stuckrad-Barre, dem Chronisten unserer Gegenwart.

(p)+(c) 2010 Roof Music GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Banal 21. April 2010
Format:Broschiert
Ich hatte den Autor in einem "Die Zeit" Interview auf der Leipziger Buchmesse gesehen. Alles war gaaaanz wichtig in diesem Interview und so kaufte ich mir das Buch, man hatte ja schon einiges über den Autor gehört oder gelesen.
Unterm Strich bin ich enttäuscht von der banalität des Buches. Wenn man sieht, wer gerade der Arbeitgeber des Autors ist, leuchten einem die positiven "Hofberichterstattungen" in machen Geschichten ein. Die restlichen Geschichten fallen unter die Rubrik "Illustrierte".
Wieder mal was gelernt in Sachen Personenkult in den Feuilletons
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43 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Ich weiß, es ist unfair, aber: Vielleicht liegt es am Kokain. Stuckrad-Barre war jahrelang Kokser. Es ist bekannt, dass regelmäßiger Kokainkonsum die Dopamin-Rezeptoren abstumpfen lässt und dadurch die Fähigkeit zerstört, ohne Drogen Glück zu empfinden. Kein Koks - keine Euphorie.

Und genau das fehlt diesem Buch: Euphorie. Barres Frühwerk ("Soloalbum", "Livealbum" und "Remix") lebte ja davon, dass der Autor klare Freund- und Feindbilder hatte. Man musste Oasis nicht lieben und Westernhagen nicht hassen, um Gefallen daran zu finden, wie Barre die Welt in Gut und Böse teilte. Seine vorbehaltlose Fürsprache oder Ablehnung wurde damals oft als Arroganz missverstanden, dabei war es nur ehrliche Begeisterung (und ehrlicher Ekel), die Barre zu apodiktischen Urteilen trieb.

Heute, elf, zwölf Jahre später, ist von dieser Radikalität nichts mehr übriggeblieben. Mit dem Enthusiasmus verschwand auch die rhetorische Schärfe. Selbst Westernhagen, seine Hassfigur von einst, lässt ihn kalt. Zwar mag Barre ihn immer noch nicht, doch er regt sich nicht mehr auf.

Weil ihn überhaupt nichts mehr aufregt, nichts mehr erregt. Durch das ganze Buch zieht sich ein Ton chronischer Gelangweilt- und Genervtheit. Natürlich sieht und hört Barre wie eh und je alles - jeden verrutschten Gesichtsausdruck, jede verlogene Geste, jedes falsche Wort -, aber er fühlt nichts mehr. Beobachtungen lösen keine Emotionen mehr in ihm aus. Hier wird nicht abgerockt, sondern nur noch beschrieben. Aus einem berauschten POP-Literaten ist ein cleaner Chronist geworden. Und das ist das Schlimmste, was sich über Benjamin von Stuckrad-Barre im Jahr 2010 sagen lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Es stimmt: Stuckard-Barre ist ein Meister der Beobachtung. Das zuallererst. Vernichtende Kurzporträts und Glanzstücke sind sicherlich der Text über Cem Özdemir ("Kulturwahlkampf") und zuvorderst das Stück über Michael Naumann, den ehemaligen Zeit-Mitherausgeber. Die Schreibe Stuckard-Barres ist bemerkenswert; bemerkenswert klar. Seine Sätze entfalten ihre - für den Beschriebenen - oft vernichtende Wirkung aus dieser eben jenen Gabe. Einziger Wermutstropfen: man merkt dem Werk dann doch an, dass nicht alle Artikel exklusiv sind; weil sie nicht mehr ganz aktuell sind und weil ihre Qualität bisweilen doch stark schwankt. Die Perlen sind rar, aber lohnen den Kauf.
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Die neuesten Kundenrezensionen
B. von Stuckrad-Barre ist ein hervorragender Beobachter
Der Autor rückt den Deutschen auf den Leib, beobachtet und registriert Erstaunliches.
Er nimmt sich Zeit zu schauen und wartet auf die kleinen, wahren Momente. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Geologe veröffentlicht
Top
Ein wirklich tolles Buch. Benjamin von Stuckrad-Barre zeigt wieder mal sein großes Talent und seine Geschichten geben einen tollen Einblick in die deutsche Gesellschaft. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Josi veröffentlicht
Kein Hallodri
Ich muss zugeben, ich hatte Stuckrad-Barre lange Zeit für einen Hallodri gehalten, einen Pop-Literaten, einen intellektuellen Dünnbrettbohrer. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Lothar Müller-Güldemeister veröffentlicht
Einfach nur ärgerlich !
Was habe ich damals "Soloalbum" (und andere Bücher) verschlungen. Damals fand ich sie genial, jetzt empfand ich "auch Deutsche unter den Opfern" nur noch als ärgerlich,... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Stephan veröffentlicht
Zu viel Baby Schimmerlos, zu wenig Stuckrad-Barre
Der große rote Button, der das Cover verunstaltet, erklärt dem Käufer, dass man an diesem Buch nicht vorbeikommt, wenn man die Republik im «neuen Millennium»... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Hans Dirk Schellnack veröffentlicht
Stuckrad-Barre wählen!
Achtung, dies ist ein Buch mit möglichen Nebenwirkungen. So könnte man glatt zum Nichtwähler mutieren, nachdem man Stuckrad-Barres Momentaufnahmen aus dem letzten... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Floetelei veröffentlicht
Perfekter Journalismus
Ich konnte garnicht verstehen, dass dieses Buch noch nicht im Katalog zu finden war. So habe ich es aufnehmen lassen und möchte jetzt eine Rezension mit meinen Gedanken zum... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Heidi Zengerling veröffentlicht
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit
Das wußte schon Schiller. Also macht Stuckrad-Barre genau das und das einzige was er kann: er schreibt auf, was andere ihm vorsagen, in der Hoffnung den Mainstream bei den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2010 von Autorenhaus
Ist dies schon das Spätwerk des Autors?
Stuckrad-Barre ist am überzeugendsten, wenn er über das schreibt, was ihn selbst am meisten interessiert: Musik. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. März 2010 von Maven
Rollenspiele
Stuckrad-Barre berichtet aus einem Land, in dem gesellschaftliche Protagonisten nur noch (ihre) Rollen spielen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2010 von Christof Sperl
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