|
| |||||||||||||||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Auch Deutsche unter den Opfern gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,80 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
|
Produktinformation
|
Angenehm unaufgeregt schreibt der Autor über die Kernkompetenzen von Wien, die Kreuzberger Uniformität des Andersaussehens – oder, warum Fußball ohne Aberglauben nix wäre. Charlotte Roche reift zum „Flittchen der Saison“, und Günter Grass bekommt sein Fett ab, weil er sich wie „das unverzichtbare Korrektiv des Weltenlaufs“ aufführe. Wenn Stuckrad-Barre sowohl einmalige als auch archetypische Augenblicke der deutschen Geschichte festhält, spricht Filmemacher Helmut Dietl von einer „literarischen Reportage“. Beim monatlichen Plattenkauf lässt sich der Berliner jedoch von der Ikone der zeitgenössischen Popliteratur, Nick Hornby, und dessen Büchern Leben als Leser sowie All you can read arg inspirieren.
„Erkundungen in alle Richtungen“ einziehen – das hält Stuckrad-Barre für die einträgliche Masche des von ihm hoch verehrten Udo Lindenberg. Diese Methode liegt aber auch seinen Texten zugrunde, die in Auch Deutsche unter den Opfern übrigens von größtenteils selbst geschossenen Fotos begleitet werden. Zum kritischen wie fairen Stil des Autors gehört, Menschen an ihren selbst gesteckten Ansprüchen zu messen – wie Sabine Christiansen, wenn sie von „Entschleunigung“ spricht und gleichzeitig gehetzt wirkt. Und sollte die Hektik des Alltags den klaren Blick auf unsere Gesellschaft trüben wie eine Emulsion das Wasser, dann gehört Stuckrad-Barre zu den Ersten, die Konturen erkennen, wenn diese Emulsion zu brechen beginnt.
– Herwig Slezak
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Cocaine killed a pop star,
Von
Rezension bezieht sich auf: Auch Deutsche unter den Opfern (Broschiert)
Ich weiß, es ist unfair, aber: Vielleicht liegt es am Kokain. Stuckrad-Barre war jahrelang Kokser. Es ist bekannt, dass regelmäßiger Kokainkonsum die Dopamin-Rezeptoren abstumpfen lässt und dadurch die Fähigkeit zerstört, ohne Drogen Glück zu empfinden. Kein Koks - keine Euphorie.Und genau das fehlt diesem Buch: Euphorie. Barres Frühwerk ("Soloalbum", "Livealbum" und "Remix") lebte ja davon, dass der Autor klare Freund- und Feindbilder hatte. Man musste Oasis nicht lieben und Westernhagen nicht hassen, um Gefallen daran zu finden, wie Barre die Welt in Gut und Böse teilte. Seine vorbehaltlose Fürsprache oder Ablehnung wurde damals oft als Arroganz missverstanden, dabei war es nur ehrliche Begeisterung (und ehrlicher Ekel), die Barre zu apodiktischen Urteilen trieb. Heute, elf, zwölf Jahre später, ist von dieser Radikalität nichts mehr übriggeblieben. Mit dem Enthusiasmus verschwand auch die rhetorische Schärfe. Selbst Westernhagen, seine Hassfigur von einst, lässt ihn kalt. Zwar mag Barre ihn immer noch nicht, doch er regt sich nicht mehr auf. Weil ihn überhaupt nichts mehr aufregt, nichts mehr erregt. Durch das ganze Buch zieht sich ein Ton chronischer Gelangweilt- und Genervtheit. Natürlich sieht und hört Barre wie eh und je alles - jeden verrutschten Gesichtsausdruck, jede verlogene Geste, jedes falsche Wort -, aber er fühlt nichts mehr. Beobachtungen lösen keine Emotionen mehr in ihm aus. Hier wird nicht abgerockt, sondern nur noch beschrieben. Aus einem berauschten POP-Literaten ist ein cleaner Chronist geworden. Und das ist das Schlimmste, was sich über Benjamin von Stuckrad-Barre im Jahr 2010 sagen lässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Prophetisch!,
Rezension bezieht sich auf: Auch Deutsche unter den Opfern (Broschiert)
Manchmal gibt's Bücher, die beweisen, dass nichts so spannend ist wie das wirkliche Leben! Benjamin von Stuckrad-Barre beschreibt Deutschland so genau, so klug, so witzig, so klar, wie kein anderer Autor, den ich in letzter Zeit gelesen habe. Das ist nicht nur ein unglaubliches Lesevergnügen (ich hab's im Großen und Ganzen als Beifahrer zwischen Hannover und Augsburg verschlungen), sondern auch eine lehrreicher Bildungstrip. Wenn man später mal wissen möchte, wie es ausgesehen hat in unserem Land in der Zeit der großen Krise, der muss nur 'Auch Deutsche unter den Opfern' lesen. Einige der Texte, die in ähnlicher Form schon in Zeitungen und im 'Rolling Stone' erschienen sind, habe ich mittlerweile schon zweimal gelesen, wie das Stück über Guido Westerwelle im Wahlkampf, das ich fast schon prophetisch finde, wenn man bedenkt, dass es vor mehr als einem halben Jahr in der Welt am Sonntag stand. Es gibt übrigens auch ein tolles Hörbuch (mit Christian Ulmen!). Mein Geburtstagsgeschenk-für-alle-Buch 2010.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ist dies schon das Spätwerk des Autors?,
Von Maven (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Auch Deutsche unter den Opfern (Broschiert)
Stuckrad-Barre ist am überzeugendsten, wenn er über das schreibt, was ihn selbst am meisten interessiert: Musik. Im Speziellen Udo Lindenberg und Westernhagen-Grönemeyer. Viele andere seiner Reportagen in diesem Buch wirken dagegen oberlächlich, uninteressiert und zufällig (was soll z.B. diese Physikerinnengeschichte? Oder die Google-Party in Berlin?). Er schreibt, wie er mit seinen Kumpels im Society-Treff "Grill Royal" an der Theke steht und "herumblödelt", den Promis an den Tischen zuwinkt... So kann man auch die Grundhaltung des Autors beschreiben. Sich durch die offensichtlichen Hot Spots der deutschen, nein eher: Berliner Gegenwart zu bewegen, weder tiefschürfend noch sonderlich nachdenklich, oft nicht mal besonders originell (vor allem seine Politiker-Porträts kramen ausschließlich die längst bekannten Klischees hervor: Steinmeier = roboterhaft-langweilig, Merkel = verdruckst und adenauerkonservativ). Bloß nicht auf Nähe bedacht, sondern irgendwie aus der Ferne winkend.Er beklagt die Neigung alternder Großstars wie Westernhagen, im Spätwerk beliebige Best-of-Platten herauszubringen. Ja, lieber Stuckrad-Barre, das ist zwar hoffentlich noch nicht Ihr Spätwerk, aber machen Sie es mit diesem Buch denn anders? Keine Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|