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Auch Deutsche unter den Opfern
 
 

Auch Deutsche unter den Opfern [Kindle Edition]

Benjamin Stuckrad-Barre
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn Angela Merkel mit dem Rheingold-Express durch Deutschland düst, heftet sich Benjamin von Stuckrad-Barre an ihre Fersen. Neben weiteren Spitzenpolitikern wie Frank-Walter Steinmeier, Cem Özdemir oder Guido Westerwelle trifft Stuckrad-Barre Menschen vom Schlage eines Hans Magnus Enzensberger, Dieter Hildebrandt oder Christoph Schlingensief. Vor dem Reichstag in Berlin oder auf dem Marienplatz in München zeigt der Schriftsteller zudem ein berechtigtes Interesse an angenehm durchschnittlichen Landsmännern und Landsfrauen. Seine Beobachtungen verdichtet Stuckrad-Barre zu durchdachten und einprägsamen Statements wie: „Touristen verhalten sich wie Fernsehkorrespondenten, die ihren Aufenthaltsort am liebsten durch ein weltbekanntes Wahrzeichen im Hintergrund beglaubigen lassen.“

Angenehm unaufgeregt schreibt der Autor über die Kernkompetenzen von Wien, die Kreuzberger Uniformität des Andersaussehens – oder, warum Fußball ohne Aberglauben nix wäre. Charlotte Roche reift zum „Flittchen der Saison“, und Günter Grass bekommt sein Fett ab, weil er sich wie „das unverzichtbare Korrektiv des Weltenlaufs“ aufführe. Wenn Stuckrad-Barre sowohl einmalige als auch archetypische Augenblicke der deutschen Geschichte festhält, spricht Filmemacher Helmut Dietl von einer „literarischen Reportage“. Beim monatlichen Plattenkauf lässt sich der Berliner jedoch von der Ikone der zeitgenössischen Popliteratur, Nick Hornby, und dessen Büchern Leben als Leser sowie All you can read arg inspirieren.

„Erkundungen in alle Richtungen“ einziehen – das hält Stuckrad-Barre für die einträgliche Masche des von ihm hoch verehrten Udo Lindenberg. Diese Methode liegt aber auch seinen Texten zugrunde, die in Auch Deutsche unter den Opfern übrigens von größtenteils selbst geschossenen Fotos begleitet werden. Zum kritischen wie fairen Stil des Autors gehört, Menschen an ihren selbst gesteckten Ansprüchen zu messen – wie Sabine Christiansen, wenn sie von „Entschleunigung“ spricht und gleichzeitig gehetzt wirkt. Und sollte die Hektik des Alltags den klaren Blick auf unsere Gesellschaft trüben wie eine Emulsion das Wasser, dann gehört Stuckrad-Barre zu den Ersten, die Konturen erkennen, wenn diese Emulsion zu brechen beginnt.
– Herwig Slezak

Pressestimmen

"Im Kern machte Benjamin von Stuckrad-Barre genau das, was ich auch immer hatte machen wollen, mitarbeiten bei der Presse, um dabei die Welt, wie sie wirklich war, zu erkunden, und an ihm und seinem journalistischen Schreiben konnte ich noch einmal beobachten, wie das geht, wenn es gelingt." aus: Rainald Goetz, "Loslabern"

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Banal 21. April 2010
Format:Broschiert
Ich hatte den Autor in einem "Die Zeit" Interview auf der Leipziger Buchmesse gesehen. Alles war gaaaanz wichtig in diesem Interview und so kaufte ich mir das Buch, man hatte ja schon einiges über den Autor gehört oder gelesen.
Unterm Strich bin ich enttäuscht von der banalität des Buches. Wenn man sieht, wer gerade der Arbeitgeber des Autors ist, leuchten einem die positiven "Hofberichterstattungen" in machen Geschichten ein. Die restlichen Geschichten fallen unter die Rubrik "Illustrierte".
Wieder mal was gelernt in Sachen Personenkult in den Feuilletons
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43 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Ich weiß, es ist unfair, aber: Vielleicht liegt es am Kokain. Stuckrad-Barre war jahrelang Kokser. Es ist bekannt, dass regelmäßiger Kokainkonsum die Dopamin-Rezeptoren abstumpfen lässt und dadurch die Fähigkeit zerstört, ohne Drogen Glück zu empfinden. Kein Koks - keine Euphorie.

Und genau das fehlt diesem Buch: Euphorie. Barres Frühwerk ("Soloalbum", "Livealbum" und "Remix") lebte ja davon, dass der Autor klare Freund- und Feindbilder hatte. Man musste Oasis nicht lieben und Westernhagen nicht hassen, um Gefallen daran zu finden, wie Barre die Welt in Gut und Böse teilte. Seine vorbehaltlose Fürsprache oder Ablehnung wurde damals oft als Arroganz missverstanden, dabei war es nur ehrliche Begeisterung (und ehrlicher Ekel), die Barre zu apodiktischen Urteilen trieb.

Heute, elf, zwölf Jahre später, ist von dieser Radikalität nichts mehr übriggeblieben. Mit dem Enthusiasmus verschwand auch die rhetorische Schärfe. Selbst Westernhagen, seine Hassfigur von einst, lässt ihn kalt. Zwar mag Barre ihn immer noch nicht, doch er regt sich nicht mehr auf.

Weil ihn überhaupt nichts mehr aufregt, nichts mehr erregt. Durch das ganze Buch zieht sich ein Ton chronischer Gelangweilt- und Genervtheit. Natürlich sieht und hört Barre wie eh und je alles - jeden verrutschten Gesichtsausdruck, jede verlogene Geste, jedes falsche Wort -, aber er fühlt nichts mehr. Beobachtungen lösen keine Emotionen mehr in ihm aus. Hier wird nicht abgerockt, sondern nur noch beschrieben. Aus einem berauschten POP-Literaten ist ein cleaner Chronist geworden. Und das ist das Schlimmste, was sich über Benjamin von Stuckrad-Barre im Jahr 2010 sagen lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Es stimmt: Stuckard-Barre ist ein Meister der Beobachtung. Das zuallererst. Vernichtende Kurzporträts und Glanzstücke sind sicherlich der Text über Cem Özdemir ("Kulturwahlkampf") und zuvorderst das Stück über Michael Naumann, den ehemaligen Zeit-Mitherausgeber. Die Schreibe Stuckard-Barres ist bemerkenswert; bemerkenswert klar. Seine Sätze entfalten ihre - für den Beschriebenen - oft vernichtende Wirkung aus dieser eben jenen Gabe. Einziger Wermutstropfen: man merkt dem Werk dann doch an, dass nicht alle Artikel exklusiv sind; weil sie nicht mehr ganz aktuell sind und weil ihre Qualität bisweilen doch stark schwankt. Die Perlen sind rar, aber lohnen den Kauf.
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Die neuesten Kundenrezensionen
B. von Stuckrad-Barre ist ein hervorragender Beobachter
Der Autor rückt den Deutschen auf den Leib, beobachtet und registriert Erstaunliches.
Er nimmt sich Zeit zu schauen und wartet auf die kleinen, wahren Momente. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Geologe veröffentlicht
Top
Ein wirklich tolles Buch. Benjamin von Stuckrad-Barre zeigt wieder mal sein großes Talent und seine Geschichten geben einen tollen Einblick in die deutsche Gesellschaft. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Josi veröffentlicht
Kein Hallodri
Ich muss zugeben, ich hatte Stuckrad-Barre lange Zeit für einen Hallodri gehalten, einen Pop-Literaten, einen intellektuellen Dünnbrettbohrer. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Lothar Müller-Güldemeister veröffentlicht
Einfach nur ärgerlich !
Was habe ich damals "Soloalbum" (und andere Bücher) verschlungen. Damals fand ich sie genial, jetzt empfand ich "auch Deutsche unter den Opfern" nur noch als ärgerlich,... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Stephan veröffentlicht
Zu viel Baby Schimmerlos, zu wenig Stuckrad-Barre
Der große rote Button, der das Cover verunstaltet, erklärt dem Käufer, dass man an diesem Buch nicht vorbeikommt, wenn man die Republik im «neuen Millennium»... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Hans Dirk Schellnack veröffentlicht
Stuckrad-Barre wählen!
Achtung, dies ist ein Buch mit möglichen Nebenwirkungen. So könnte man glatt zum Nichtwähler mutieren, nachdem man Stuckrad-Barres Momentaufnahmen aus dem letzten... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Floetelei veröffentlicht
Perfekter Journalismus
Ich konnte garnicht verstehen, dass dieses Buch noch nicht im Katalog zu finden war. So habe ich es aufnehmen lassen und möchte jetzt eine Rezension mit meinen Gedanken zum... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Heidi Zengerling veröffentlicht
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit
Das wußte schon Schiller. Also macht Stuckrad-Barre genau das und das einzige was er kann: er schreibt auf, was andere ihm vorsagen, in der Hoffnung den Mainstream bei den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2010 von Autorenhaus
Ist dies schon das Spätwerk des Autors?
Stuckrad-Barre ist am überzeugendsten, wenn er über das schreibt, was ihn selbst am meisten interessiert: Musik. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. März 2010 von Maven
Rollenspiele
Stuckrad-Barre berichtet aus einem Land, in dem gesellschaftliche Protagonisten nur noch (ihre) Rollen spielen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2010 von Christof Sperl
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