Auf dem Cover von „Außer Kontrolle“ steht direkt über dem Titel: Vom Regisseur von „Auf der Flucht“. Wer beide Filme kennt, erkennt recht schnell, dass beide Filme nach dem gleichen Muster gestrickt sind.
Auch bei „Außer Kontrolle“ ist die Handlung recht einfach durchdacht. Eine neue Technologie zur Energieerzeugung wird von einem Forscherteam entwickelt. Die Tests verlaufen hervorragend, das Team will die Daten veröffentlichen. Doch soweit kommt es nicht. Der Forscher Eddie (Keanu Reeves) wird Zeuge eines brutalen Überfalls auf das Forschungslabor, bei dem der Projektleiter getötet wurde und eine unkontrollierte Kettenreaktion in Gang gesetzt wurde. Und als ob das noch nicht schlimm genug wäre: Eddie selbst gerät ins Visier des FBIs, das ihn mittlerweile zu den Tätern zählt. Eddie bleibt nur ein Ausweg: Zusammen mit der ebenfalls verdächtigten Mitarbeiterin Lily (Rachel Weisz) muss er Kontakt zu Mr. Shannon (Morgan Freeman), dem Vorsitzenden der Forschungsstiftung halten, der ihm aus dieser Situation helfen kann. Doch zunächst sind Eddy und Lily auf der Flucht vor dem FBI und den wahren Tätern…
Film:
Auch wenn Regisseur Andrew Davis ähnlich wie bei „Auf der Flucht“ vorgeht, ist „Außer Kontrolle“ ein komplett anderer Film. Die Rahmenhandlung, die Charaktere und die Schauspieler geben dem Film eine komplett eigene und neue Atmosphäre. Die Handlung ist natürlich nicht wirklich komplex und ich wage sogar zu behaupten, dass sie auf mich etwas pseudowissenschaftlich wirkt, jedoch ist das bei diesem Film gar nicht so wichtig, denn „Außer Kontrolle“ kann wohl zum klassischen Genre der Actionthriller gezählt werden. Durch seine Wendungen ist der Film durchweg spannend, man wird bis zum Schluss nicht vom Haken gelassen. Die Spezialeffekte sind gut gemacht aber trotzdem sparsam verwendet. Die Schauspieler wirken angesichts der oben genannten Gründe natürlich nicht überfordert, sie erfüllen ihren Job mehr bravourös. Besonders lobend zu erwähnen ist der geniale Soundtrack von Jerry Goldsmith der sich wie ein roter Faden durch den Film zieht. Die Kameraführung ist für das Genre entsprechend ausgewählt und passt natürlich perfekt zum Film. Insgesamt ist „Außer Kontrolle“ ein Film, bei dem man eigentlich nicht viel hätte besser machen können, besonders wenn man bedenkt, dass der Film aus dem Jahr 1996 ist.
5 Sterne
DVD:
Bild und Ton sind gut, das Zusatzmaterial besteht nur aus einem Making-Of. Ein Trailer zum Film wäre noch ganz gut gewesen.
3 Sterne
Gesamt 4 Sterne