Außer Atem 1959

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Der Kleinganove Michel ist nach einem Polizistenmord auf der Flucht und taucht bei der attraktiven Amerikanerin Patricia unter. Michel will sich mit ihr nach Italien absetzen, während die Polizei auf ihre Mithilfe drängt. Patricia muss sich entscheiden. Jean-Luc Godards erster längerer Spielfilm nach einer Geschichte von François Truffaut ist eine Hommage an den amerikanischen Film noir. Mit dem innovativen Einsatz stilistischer Mittel revolutionierte Godard das französische Kino. Bis heute zählt "Außer Atem" zu den Meisterwerken der Filmgeschichte. Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären, dem Prix Jean Vigo und dem Preis des Syndicat Français de la Critique de Cinéma.

Darsteller:
Jean-Luc Godard, Daniel Boulanger
Verfügbar als:
DVD, Blu-ray

Ausser Atem

Details zu diesem Titel

Discs
  • Film FSK ages_16_and_over
Laufzeit 1 Stunde 30 Minuten
Darsteller Jean-Luc Godard, Daniel Boulanger, Henri-Jacques Huet, Jean-Pierre Melville, Jean Seberg, Claude Mansard, Van Doude, Richard Balducci, Jean-Paul Belmondo, Roger Hanin
Regisseur Jean-Luc Godard
Studio STUDIOCANAL Home Entertainment Germany
Veröffentlichungsdatum 12. Oktober 2007
Sprache Deutsch, Französisch
Originaltitel À bout de souffle
Discs
  • Film FSK ages_16_and_over
Laufzeit 1 Stunde 30 Minuten
Darsteller Jean-Luc Godard, Daniel Boulanger, Henri-Jacques Huet, Jean-Pierre Melville, Jean Seberg, Claude Mansard, Van Doude, Richard Balducci, Jean-Paul Belmondo, Roger Hanin
Regisseur Jean-Luc Godard
Studio Studiocanal
Veröffentlichungsdatum 18. Februar 2010
Sprache Spanisch, Deutsch, Französisch
Untertitel Portugiesisch, Spanisch, Deutsch, Niederländisch, Japanisch, Englisch, Türkisch
Originaltitel À bout de souffle

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Patrick Raszelenberg am 8. Februar 2001
Format: Videokassette
Godards 1959 gedrehter Film 'Außer Atem' (À bout de souffle) markiert den Beginn einer neuen Ära des französischen Kinos: der 'Neuen Welle' (Nouvelle Vague), zu deren Protagonisten neben Godard weitere ehemalige Filmkritiker der Fachzeitschrift 'Cahiers du Cinéma' wie Truffaut, Chabrol u.a. gehören.
Godard hatte rund zehn Jahre als Kritiker bei den 'Cahiers' verbracht, bis er den Versuch unternahm, alles, was er als Regisseur zu sagen hatte, in seinem Erstlingwerk auszudrücken. Daß dies eine Milchmädchenrechnung sein mußte, war ihm klar, und doch hinterließ der Streifen deutlichere Spuren als jeder andere französische Film in den Jahren zuvor. Seine bewußt 'falschen' Schnitte, der Verzicht auf zusätzliche Beleuchtung, die unorthodoxe Arbeitsweise ohne festes Drehbuch, die Spontaneität der Hauptfiguren sowie seine Verarbeitung amerikanischer Einflüsse machten diesen Film zu einem Klassiker. Die ungewöhnlich dichte Atmosphäre sowie die nahezu ideale Besetzung (Seberg, Belmondo) sind in dieser Form von ihm nicht wieder erreicht worden.
Nach dem unbesonnenen Mord an einem Polizisten in Südfrankreich hetzt der junge Michel (Jean-Paul Belmondo) durch das Paris der späten Fünfziger, versucht seine amerikanische Geliebte Patricia (Jean Seberg) zu überreden, ihm nach Italien zu folgen, stiehlt Geld bei einer Freundin, versucht, einen ungedeckten Scheck einzulösen, schwängert seine große Liebe und landet schließlich in den Armen der Polizei - verraten von eben dieser Geliebten, die dem Fahndungsdruck nachgibt, als sie um die Verlängerung ihres Visums fürchten muß.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von j.h. TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 15. März 2012
Format: Blu-ray
Es gibt Filme, die schon vom Titel her Legende sind. Jean-Luc Godard hat gleich mit seinem Debütfilm eine solche Legende geschaffen. Der Film wirkte stilbildend sowohl für die französische Novelle Vague ("Neue Welle") als auch international bis nach Hollywood. Noch in den 80er Jahren versuchte sich Jim McBride mit BREATHLESS - ATEMLOS an einem Remake mit Richard Gere in der Hauptrolle - ohne damit das Original auch nur zu erreichen.
A BOUT DE SOUFFLE präsentiert Jean-Paul Belmondo als Anti-Helden Michel, der unterwegs mit einem gestohlenen Luxuswagen eher durch Zufall in eine Polizeikontrolle gerät und zum gesuchten Polizistenmörder wird. In Paris trifft er er die Amerikanerin Patricia (Jean Seberg, seit Otto Premingers Sagan-Verfilmung BONJOUR TRISTESSE schon ein Star), die ihn dann zu lieben glaubt und am Ende verraten wird. "Du bist wirklich zum kotzen" sind Michels letzte Worte ...
Die Geschichte ist einfach erzählt - das interessante ist vielmehr, wie Godard sie erzählt in bewusst dokumentarischem Stil mit unzähligen Zitaten und Anspielungen. In einer kleinen Rolle als Star-Autor ist der Regisseur Jean-Pierre Melville zu sehen.
Über 50 Jahre nach der Premiere legt STUDIOCANAL den Film in respektabler Qualität auf Blu-ray vor. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut - vor allem in Anbetracht des oft mit Handkameras gedrehten Schwarz-Weiss-Materials (Kamera: Raoul Coutard). Als Bonusmaterial sind einige Interviews sowie der Original-Kinotrailer enthalten.
Die in der Reihe Blu Cinemathek erschienene Blu-ray ist identisch mit der bereits 2010 in der Studiocanal-Collection veröffentlichten. Nur das informative Booklet ist in dieser Edition nicht enthalten.
Eine Blu-ray, die in keiner besser sortierten Sammlung fehlen sollte! Ebenso bei Studicanal auf Blueray veröffentlicht wurden die Godard-Filme ELF UHR NACHTS und LE MEPRIS - DIE VERACHTUNG.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von express am 14. Oktober 2014
Format: DVD
Ausser Atem (À bout de souffle) ist zweifellos das definitve Manifest der Nouvelle Vague. Diese Bewegung war zwar schon vor diesem Entrée von Jean-Luc Godard entstanden, wie die Zeitschrift L'Express 1957 in einer vieldiskutierten Untersuchung feststellte und darin Lebensstil, Moden, Ängste und Vergnügungen der heranwachsende Generation zum ersten Mal als "la nouvelle vague" bezeichnete. Den Zeitgeist hatte Françoise Sagan in ihrem Bestseller Bonjour Tristesse ausführlich und pikant beschrieben.

Godard war tatsächlich der letzte der fünf Cahiers du cinéma Kritiker, der einen Spielfilm in voller Länge vorstellte. Jacques Becker und Louis Malle waren Godard vorausgegangen. In den Jahren 1958 und 1959 war Claude Chabrol mit Le Beau Serge und Les Cousins äusserst erfolgreich. Auch François Truffaut mit Les quatre cents coups und Tirez sur le pianiste sowie Alain Resnais mit Hiroshima mon amour sorgten für grosses Aufsehen. Es war dann À bout de souffle vorbehalten, dieser Bewegung blitzartigen Aufschwung zu verleihen, die gleichzeitig aggressiv und nochchalant, jugendlich und intellektuell verfeinert auftrat. Auch nach über fünfzig Jahren ist der Esprit dieser jungen Generation von auteurs-cinéastes hier noch spürbar.

Godard bekennt sich ganz offen zum US-amerikanischen Film Noir der 1940er Jahre, der damit einen entscheidenden Anteil an der Erneuerung des europäischen Kinos trägt. Jedoch war die Herangehensweise von Godard vollkommen neu und innovativ.
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