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Außer Atem
 
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Außer Atem

Jean-Paul Belmondo , Jean Seberg , Jean-Luc Godard    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Van Doude
  • Regisseur(e): Jean-Luc Godard
  • Komponist: Martial Solal
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Mono), Französisch (Mono), Spanisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 24. Juli 2001
  • Produktionsjahr: 1961
  • Spieldauer: 86 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005LJBV
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.273 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieser ohne überflüssige Verzierungen auskommende und aufregende Film des Regisseurs Jean-Luc Godard aus dem Jahre 1959, der die französische Nouvelle-Vague-Bewegung einleitete, hat nicht allein wegen seines unorthodoxen Schnitts und des Einsatzes der Handkamera Pionierarbeit geleistet, sondern auch wegen seiner unerschrockenen und unkritischen Darstellung einer amoralischen Jugend. Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg spielen ein junges Liebespaar, das sich auf der Flucht befindet, nachdem Belmondo einen Polizisten erschossen und ein Auto gestohlen hat. Er befindet sich mit seiner amerikanischen Freundin bald auf einer Odyssee durch die Straßen von Paris auf der Suche nach Geld, das man ihm schuldet, das ihnen die Flucht nach Italien ermöglichen soll. Als Verfolgungsfilm bietet Außer Atem einige aufregende Aufnahmen aus den Pariser Straßen der 50er-Jahre. Als Liebesfilm widerspricht er allen Erwartungen und präsentiert sich teils als Tragödie, teils als Bonnie-und-Clyde-Krimi. Das Ergebnis ist ein absolut originelles Filmerlebnis. Außer Atem, der nicht nur ein Remake mit Richard Gere, sondern auch zahlreiche Filme und TV-Serien inspirierte, hat einen festen Platz in der Filmgeschichte. --Robert Lane

Produktbeschreibungen

Der Bonvivant Michel Poiccard - ein Gauner, Rebell, Draufgnger auf der Jagd nach seinem Vergngen. In einer gestohlenen Luxuslimousine ist er auf dem Weg nach Paris. Doch er gert in eine Geschwindigkeitskontrolle. Ein Polizist stellt ihn - und wird von Michel kaltbltig erschossen. Auf der Flucht vor dem Gesetz taucht er bei Patricia, einer Zeitungsverkuferin, die Journalistin werden will, unter. Er versucht Geld fr die gemeinsame Flucht nach Italien zu beschaffen. Aber der Kreis der Polizei wird immer enger. Patricia wird verhrt. Und sie muss sich entscheiden Karriere oder Liebhaber?

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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Videokassette
Godards 1959 gedrehter Film 'Außer Atem' (À bout de souffle) markiert den Beginn einer neuen Ära des französischen Kinos: der 'Neuen Welle' (Nouvelle Vague), zu deren Protagonisten neben Godard weitere ehemalige Filmkritiker der Fachzeitschrift 'Cahiers du Cinéma' wie Truffaut, Chabrol u.a. gehören.

Godard hatte rund zehn Jahre als Kritiker bei den 'Cahiers' verbracht, bis er den Versuch unternahm, alles, was er als Regisseur zu sagen hatte, in seinem Erstlingwerk auszudrücken. Daß dies eine Milchmädchenrechnung sein mußte, war ihm klar, und doch hinterließ der Streifen deutlichere Spuren als jeder andere französische Film in den Jahren zuvor. Seine bewußt 'falschen' Schnitte, der Verzicht auf zusätzliche Beleuchtung, die unorthodoxe Arbeitsweise ohne festes Drehbuch, die Spontaneität der Hauptfiguren sowie seine Verarbeitung amerikanischer Einflüsse machten diesen Film zu einem Klassiker. Die ungewöhnlich dichte Atmosphäre sowie die nahezu ideale Besetzung (Seberg, Belmondo) sind in dieser Form von ihm nicht wieder erreicht worden.

Nach dem unbesonnenen Mord an einem Polizisten in Südfrankreich hetzt der junge Michel (Jean-Paul Belmondo) durch das Paris der späten Fünfziger, versucht seine amerikanische Geliebte Patricia (Jean Seberg) zu überreden, ihm nach Italien zu folgen, stiehlt Geld bei einer Freundin, versucht, einen ungedeckten Scheck einzulösen, schwängert seine große Liebe und landet schließlich in den Armen der Polizei - verraten von eben dieser Geliebten, die dem Fahndungsdruck nachgibt, als sie um die Verlängerung ihres Visums fürchten muß.

Mit einer Kugel im Rücken stolpert er die Straße bis zur nächsten Kreuzung herunter, wo er zusammenbricht. Fassungslos sieht Patricia ihren Geliebten sterben, als dieser flüstert, das sei doch alles zum kotzen. Da sie ihn nicht versteht, erklärt der Polizist, "er hat gesagt, Sie sind wirklich zum kotzen". Noch immer benommen von den Ereignissen dreht sie sich frontal zur Kamera und fragt mit scharfem amerikanischem Akzent, "was heißt das, 'zum kotzen'"?

Die Thematisierung des Lebens als Abenteuerroman, als Krimi und als schnelles, unbedarftes Glück verleihen Godards Debut den Hauch einer Form der Schnellebigkeit, die im Hier und Jetzt aufgeht und sich in der Annahme, nur das Auskosten des Moments erzeuge Authentizität, nicht darum schert, über den Tellerrand der Unmittelbarkeit hinauszuschauen. In Michels Worten, "il faut tout ou rien".

Unbedingt empfehlenswert!

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Der Film "Außer Atem" (frz. "A bout de souffle", 1960), einer der Vorreiter der Ende der 1950er Jahre entstandenen Filmrichtung "Nouvelle Vague" in Frankreich ist vor allem aufgrund seiner innovativen filmischen Mittel berühmt geworden (häufige Verwendung von Handkameras, "Jump Cuts", direkter Blick in die Kamera). Zu den inszenatorischen Regelverstößen gehören nicht nur die eingebundenen Vulgärausdrücke (Der Film endet mit Patricias Frage: "Was ist kotzen?") in die oftmals sinnentleerten Diaologe, der Film wurde auch ausschließlich (und das war für den Film der 50-er Jahre wirklich ein Novum) an Originalschauplätzen gedreht; die Alltagsgesräusche der Metropole Paris werden nicht ausgeblendet, sie sind den ganzen Film hindurch eine bewusst bewahrte Geräuschkulisse.

Der Film handelt von einem französischen Kleinkriminellen namens Michel, der, nachdem er einen Polizisten erschossen hat, kurzzeitig Unterschlupf bei der emanzipierten amerikanischen Studentin Patricia findet. Patricia, die sich zwischen Karriere und Liebehaber entscheiden muss, liefert ihn schließlich der Polizei aus. Es ist von Anfang an klar, dass Michel, der Ganove und die ehrgeizige und selbstbewusste Patricia nicht zusammenpassen. Doch Michel ist sich dessen bis zum Ende nicht bewusst.

Godard imitiert bei Michel den klassischen amerikanischen Gangstertypus, macht jedoch einen Verlierertyp daraus. Die berühmte Schluss-Szene, die sehr innovativ für diese Filmrichtung war, wurde unzählige Male von nachfolgenden Regisseuren kopiert.
Die beiden Protagonisten richten sogar während ihrer Dialoge Fragen an den Zuschauer, was als Verweis auf Brechts episches Theater, bei dem die Vermeidung der Identifikation mit Protagonisten eine große Rolle spielt, angesehen wird.

Dieser Film ist weniger der Handlung wegen, sondern aufgrund der filmischen Mittel und Darstellung wirklich sehenswert.
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Forever Young 28. November 2002
Von Ein Kunde
Format:DVD
Zu den filmtechnischen Meriten dieses Streifens ziehen Sie bitte ein x-beliebiges Filmlexikon zu Rate, dort werden Sie seitenweise Sekundärmaterial zu diesem Klassiker finden.
Was mir aber noch vor allem anderen auffällt, ist die Jugendlichkeit des Films, nicht nur jene der beiden begnadeten Darsteller, sondern der Stimmung, die aus jedem Kamerawinkel sprüht. Man ist als Zuschauer wirklich dabei, weniger in einem naturalistischen Sinne des neoverismo, als vielmehr in einer Reflexion seines eigenen Ichs, seiner Erfahrungen, Sehnsüchte und Ängste. Das tragische Ende, das sich schon bald abzeichnet bzw. das man aus eigener Erfahrung ahnt, trifft hart in eine Realität, der man schon fast entronnen scheint. Doch es bleibt keine negative Stimmung zurück, und das Geschehen läuft in einem Spiegel ab, in den man ohne drohende Langeweile immer wieder schauen kann, weil Godard es fertig gebracht hat, daß der Film
immer jung bleibt.
Zudem ist dies ein idealer Einstieg in das Werk dieses Regisseurs, da er zwar kompromißlos aber leicht zugänglich ist,
nicht so schwere Kost wie manches, das noch folgen sollte.
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