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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2003
So leidenschaftlich und so "leibhaftig" wie Said, schwärmt Rezensent Wulf Segebrecht, schreibt in Deutschland sonst niemand über die Liebe. Said dichte über alles, was ihm - von Kopf bis Fuß - unter die Augen komme: Haut und Haar, Augen, Mund, Zunge, Brüste, Hüften und Schenkel. Ein wahrer Genuss also. Für den Rezensenten gewinnt Saids Sinnlichkeit Kraft vor allem aus seiner Zwiespältigkeit: Im Hinblick auf die Geliebte sei er immer direkt und zupackend, im Hinblick auf die Liebenden jedoch schwarzgallig-melancholisch. Denn nicht nur die Lust, auch der Tod sei in Saids Gedichten gegenwärtig. Wer sich allerdings Persisch-Exotisches erhofft, wird von Segebrecht enttäuscht. Said, meint dieser, ist ein durch und durch deutscher Dichter, wie unter anderem an der "Konzentration auf den eigenen After ... das Sperma und die nassen Bettlaken" zu erkennen sei.
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Pressestimmen
"ungekünstelte, lebensnahe und doch sehr vielschichtige Sprache" (Stefan Weidner)