Anders als bei seiner letzten CD "Der Standort Deutschland", auf der es nur Highlights gibt, kann man hier zwischen sehr guten und sehr sehr guten Stücken unterscheiden. Besonders zu erwähnen sind wohl die Gemeinderatssitzung mit dem Weber Max, eine bitterböse Ohrfeige für die schwarze Kommunalpolitik, und die "Menschenfresser", bei dem Polt einem das Lachen entlockt, so dass man gar nicht auskommt, aber gleichzeitig einen dermassen schwarzen Humor an den Tag legt, dass man gar nicht wirklich lachen will. Das zeichnet einen guten Satiriker aus. Polt könnte man als bayerischen Philosophen bezeichnen, denn er macht sich wirklich Gedanken über das Leben und möchte nicht nur politisieren oder einfach nur lustig sein. Das schönste Stück ist die Beschreibung der "Gemütlichkeit", die er fast lyrisch Vorträgt, wie ein Gedicht, Assoziationen, unwirkliche Bilder, die es aber genau treffen, da wird es einem gleich selber ganz gemütlich. Zu guter letzt, und das ist wohl doch ein absolutes Highlight seines Schaffens, hört man ihn dann auch noch in einer Verschmelzung von afrikanischer Lebensfreude und bayerischer Blasmusik singen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)