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Atomstation
 
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Atomstation [Taschenbuch]

Halldór Laxness , Hubert Seelow
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 203 Seiten
  • Verlag: Steidl; Auflage: 2., Aufl. (Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3882438118
  • ISBN-13: 978-3882438116
  • Originaltitel: Atomstödin
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,8 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 385.915 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Halldór Laxness
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2000
Voll des Lobes ist Aldo Keel für diesen neu aufgelegten Roman. Als Werk der Weltliteratur bezeichnet der Rezensent die schon über 50 Jahre alte Erzählung "Atomstation" des isländischen Schriftstellers. Thema ist die Abtretung eines Militärstützpunktes an die Amerikaner, die der Autor kritisch betrachtet: "Ein plumper Agitprop-Roman ist `Atomstation` aber nicht", versichert Keel. Selten ist es seiner Meinung nach einem Schriftsteller so gut gelungen, Frauenthemen anzusprechen und eine Ich-Erzählerin sprechen lassen, wie in diesem Roman über die sich verändernde isländische Identität. Sein Lob gilt auch der Übersetzung von Hubert Seelow, die der Rezensent für präziser und gelungener hält als die alte Übersetzung von Ernst Harthern.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Das Mädchen Ugla, vom isländischen Norden nach Reykjavik gekommen, sieht mit Staunen das Luxusleben, die Kälte hinter den schönen Fassaden und die politischen Umtriebe. Nach den heimlichen Besuchen der netten Männer aus Amerika herrscht Unruhe in der Stadt: Soll die Republik etwa zu einer amerikanischen Atomstation gemacht werden?Halldor Kiljan Laxness, am 23. April 1902 in Reykjavik geboren, erhielt 1955 den Nobelpreis für Literatur. Werke u.a.: "Weltlicht"
(1937-40), "Atomstation" (1948), "Die glücklichen Krieger" (1960), Romane. Halldor Laxness starb am 9. Februar 1998. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. Kiss
Format:Gebundene Ausgabe
Ugla, eine einfache, ungebildete, 21-jährige Frau vom Lande, zieht in die Stadt, um im Hause eines Politikers als Dienstmädchen zu arbeiten. Wenig Achtung schlägt ihr anfangs von den Kindern und der Ehefrau entgegen, die ihr nicht einmal eine eigene Meinung zubilligen will. Doch Ugla bricht aus ihrer unterwürfigen Rolle aus, zumal sie nicht auf den Kopf gefallen ist, lernt Harmonium spielen bei einem Organisten und schenkt der kommunistischen Idee Gehör, die von der Ehefrau des Politikers so sehr verachtet wird. Als Ugla schwanger wird, bricht das Zerwürfnis zwischen ihr und ihren Arbeitgebern auf...
Die einfache, prägnante Sprache macht einem gut die Schwermut deutlich, von der die Ich-Erzählerin Ugla zu Anfang ergriffen zu sein scheint, da sie sich als dummes, ungebildetes Landei sieht. Später lebt sie allerdings auf, als ihr politisches Interesse geweckt wird und sie sozusagen erwachsen wird und ihren eigenen Weg geht. Dabei muss ich allerdings zugeben, nicht alles verstanden zu haben, was in diesem Buch passiert. Das liegt an dieser traumgleichen Atmosphäre mit teilweise skurrilen Personen und Dialogen, die man so sicher nicht in echt führen würde. Aber interessant ist die Lektüre auf jeden Fall, stellenweise voller Humor, aber auch tragisch und hoffnungsspendend. Ein recht guter Roman über die Selbstfindung einer Frau in Zeiten des politischen Umbruchs und der Orientierungslosigkeit der Gesellschaft, nämlich dem Kampf Islands um seine Unabhängigkeit. Man könnte sogar Parallelen ziehen zwischen Ugla und ihrem Land. Einige Politiker wollen ein großes Gebiet an Amerika verkaufen, damit dort eine militärische Basis/Atomstation gebaut werden kann. Doch sowohl Kommunisten (oder Patrioten, wie man's nimmt), als auch Ugla sind nicht bereit, sich zu verkaufen. Das Land gehört den Isländern, Uglas Kind zu ihr, auch wenn ihr viel Geld und die Ehe von dessen Vater angeboten wird - Freiheit und Unabhängigkeit sind wichtiger, obwohl die andere Möglichkeit weitaus bequemer wäre.
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Titel irreführend? 28. September 2011
Von h'mph
Format:Taschenbuch
Die Atomstation, die von den Amerikanern im Island um 1950 gebaut werden soll, ist möglichwerweise zum Teil symbolisch zu verstehen. Im Fokus des Mini-Romans steht die junge Frau Ugla, ein Mädchen vom Lande, das als Hausmädchen in einem unangenehmen reichen Haushalt angestellt, eine persönliche und politische Emanzipation durchmacht und zu sich selber findet, so wie Island als Land mit seiner Rolle und mit Abhängigkeiten ringt. Ein Entwicklungsroman und zugleich ein Porträt des Island jeder Zeit, wobei die Politiker eher parodistisch porträtiert werden und für mein Gefühl die politischen Diskussionen etwas plakativ und unbefriedigend sind. Interessante Lektüre, die einen irgendwie melancholisch und unbefriedigt zurücklässt.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein großer kleiner Roman 18. Februar 2008
Format:Taschenbuch
"Atomstation" ist ein großer Roman mit kleiner Seitenzahl. Es werden viele Aspekte des isländischen Themas, mit dem sich Laxness zeit seines Lebens auseinandergesetzt hat, behandelt. Der Kommunismus, die zwiespältige Moral der etablierten Gesellschaftsform, die Selbstfindung einer einzelnen starken Persönlichkeit, die Definition des typisch Isländischen, die Beziehung Mann-Frau, der Einfluss der Isländersagas, usw. Ein durchaus empfehlenswertes kleines Kleinod!
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