Um es vorwegzunehmen: Der Klappentext klingt furioser, als das Buch tatsächlich ist. Trotz guter Sätze über die Beliebigkeit einer Welt, in der alles verfügbar und fast alles machbar ist, die zu ihrer eigenen Aufführung und Simulation wird, bleibt der Text selbst in eben dieser Beliebigkeit hängen wie im beschriebenen Weidengestrüpp. Wahrscheinlich ist das Gestrüpp wohl eine Metapher, niemand weiß bei dieser allgemeinen Informationsflut noch, was wirklich und was authentisch ist, und wie der letztendich identitätslos gewordene Mensch seinen Weg durch dieses Geflecht hindurch machen soll. Und die Straße ist die ganze Zeit nebenan. Ja, wahrscheinlich ist es gewollt, das, obwohl wie gesagt das Buch zuerst so gut und vielversprechend aufspielt, die Knalleffekte und stumpfe Action von Hollywoodproduktionen einzieht, nachdem man sich zuerst über einige Passagen in einem Murakami wähnen könnte. Das , finde ich ( nunmal ein realer Mensch mit ganz natürlichen Vorlieben) ist des Guten zuviel. Irgendwie habe ich dann doch das Gefühl Saarilathi, der Hauptperson, gehe plötzlich einfach die Luft aus. Auch wenn der Autor das Finnen-Klischee vom schapsbrennenden Kauz zum Schluß gleich mit in die Luft fliegen lässt, ein wenig mehr Langsamkeit und Überschaubarkeit hätten dem Buch besser gestanden.