Atherton Haus der Macht ist nicht nur der spannende Auftakt einer Trilogie, sondern auch ein wunderschönes Buch für Kinder und Erwachsene, das zum Nachdenken anregt und dem Leser sehr deutlich die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt in der Familie oder in einer Gemeinschaft zum Ausdruck bringt. Vor allem wenn eine Welt sich verändert oder die Zustände, in denen Menschen leben, nicht mehr akzeptabel sind.
Der Schreibstil des Autors ist sehr lebendig und macht das Lesen zu einem wahren Vergnügen. Weil man nur Schritt für Schritt hinter die Geheimnisse des rätselhaften Planeten Atherton kommt, sind Spannung und Neugier vorprogrammiert, man kann einfach nicht anders, man muss immer weiterlesen. Die Charakter auf den Ebenen Highlands oder Tabletop sind liebevoll und überzeugend gestaltet, egal ob sie böse, hinterhältig oder sehr sympathisch sind.
Mit den kleinen Protas Edgar, Samuel und Isabel habe ich am meisten mitgefiebert, weil sie so tapfer und entschlossen gehandelt haben, obwohl sie so jung sind und gerade Edgar und Isabel nicht die ideale Kindheit erlebt haben. Samuel ist zwar in besseren Verhältnissen aufgewachsen, aber im Grunde ist er ein einsames Kind, weil ihm ein guter Freund gefehlt hat. Materieller Überfluss ist schön und gut, aber einen Freund braucht man eben auch.
Atherton ist ein fiktiver Planet, der aus drei Ebenen besteht. In der obersten Ebene, den Highlands, leben die Priviligierten, die Nahrung und Wasser im Überfluss haben und lesen können. Auf der zweiten Ebene Tabletop leben Menschen, die arm sind und ohne Bildung, und die für die Menschen aus den Highlands schuften müssen, damit diese alles im Überfluss haben. Das erinnert sehr an Sklavenarbeit auf Plantagen. Man merkt sehr deutlich, wie einfach es doch ist, Menschen aufgrund von Armut und fehlender Bildung zu kontrollieren.
Die dritte Ebene sind die Flatlands, die gefährlich und ohne Leben zu sein scheinen.
Edgar, ein Junge aus Tabletop, der wie die andren Bauern auf Tabletop für einen Aufseher arbeiten muss, hat ein Geheimnis, denn der klettert jede Nacht den Felsen in Richtung Highlands hoch, auf der Suche nach etwas, was ihm jemand hinterlassen hat. Als Edgar endlich fündig wird, hütet er seinen Schatz solange, bis er nach einer waghalsigen Kletterpartie auf Samuel stößt, der ihm weiterhelfen kann. Die beiden schließen Freundschaft und Edgar vertraut Samuel an, dass der Felsen nach unten sinkt. Leider bleibt Edgars Geheimnis nicht unentdeckt und dadurch kommt eine richtige Lawine ins Rollen. Die Menschen auf Tabletop begehren auf und wollen sich nicht mehr unterjochen lassen, die Menschen aus den Highlands wollen die von unten nicht auf ihrer Ebene haben. Die Geschichte nimmt nun einen spannenden Verlauf.
Mehr möchte ich nicht verraten, am besten das Buch selber lesen. Denn es ist sehr lesenswert!
Und auf die Fortsetzung bin ich schon sehr gespannt!