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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
460 von 550 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Mangelhafte Kritik,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus (Gebundene Ausgabe)
Ich stimme den vorigen Rezensenten zu: Das Buch ist der Schnellschuss eines Trittbrettfahrers und argumentiert auf teils erstaunlich niedrigem Niveau. Dabei wäre es durchaus interessant, mal zu erfahren, mit welchen Argumenten Dawkins aus christlicher Sicht zu kritisieren wäre - aber wenn das alles wäre, was von christlichen Apologeten aufgeboten werden kann, dann wäre noch die schärfste Kritik von Dawkins eher untertrieben.McGrath macht es sich mit seiner Kritik zu einfach. Ein Beispiel von vielen: Ohne große Begründung und praktisch argumentationsfrei wird das christliche Dogma, dass man Gott nicht beweisen könne, von McGrath aufgegriffen und als unhinterfragbare Weisheit verkündet. So muss sich McGrath mit den Kernargument von Dawkins, dass die Unwahrscheinlichkeit von Gottes Existenz begründet, nicht auseinandersetzen, er ignoriert sie schlicht und unterstellt Dawkins einen massiven Fehler, weil er überhaupt argumentiert hat. Dann, nachdem McGrath so das Kernargument (und weitere) schlicht ignoriert und sich nicht damit beschäftigt, wird Dawkins einerseits eine "Armut an Argumenten" bescheinigt, und obendrein dann noch "Dogmatismus", weil Dawkins angeblich "dogmatisch" voraussetzt, dass es keinen Gott gibt. Aber dies ist weder ein Dogmatismus von Dawkins noch eine Argumentationsarmut auf seiner Seite, sondern folgt aus dem Dogmatismus von McGrath und seiner eigenen Ignoranz und ist damit ein echter Bumerang. So nicht, Herr McGrath. Dann wird der Kritik von Dawkins, die sich dediziert gegen amerikanischen christlichen Fundamentalismus wendet, eine liberale theologische Position entgegengestellt, um dann die Verfehltheit von Dawkins Argumenten festzustellen. Ja, und? Wenn ich Maier kritisiere, wird dann die Kritik an Maier ungültig, weil sie nicht auf Herrn Müller passt? Und dann kann man ganz bequem im gleichen Zug noch Dawkins unterstellen, er habe einen fundamentalistischen (und damit natürlich falschen) Begriff vom Christentum. In diesem Zusammenhang muss man unwillkürlich an die Kritik von Sam Harris an den liberalen Christen denken, die den Fundamentalismus verteidigen und damit unterstützen und erst möglich machen. Dabei muss selbst McGrath anfangs Dawkins zugestehen, dass seine Kritik am christlichen Fundamentalismus nicht verfehlt ist. Die Verteidigung Gottes gegen atheistische Argumente (von denen es mehr gibt, als die meisten auch nur ansatzweise ahnen) durch Kritikimmunisierung (Gott steht über der Logik, Gott kann man weder beweisen noch widerlegen und dergleichen Dogmen mehr) mag populär sein, weil sie einen davor bewahrt, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen, aber sie ist äußerst bequem und bestätigt die Kritik von Dawkins, dass Religion zur Denkfaulheit erzieht. Und hieran sind die liberalen Gläubigen noch mehr schuldig zu sprechen als die Fundamentalisten. Fazit: Eine intelligente Kritik an Dawkins von christlicher Seite steht immer noch aus. McGrath kann diese Lücke jedenfalls nicht füllen. Ein Vorurteil über intelligente Christen jedenfalls bestätigt McGrath für seine Person: Intelligenz und Glauben an das Christentum schließen sich deswegen nicht aus, weil die Intelligenz nicht auf das Christentum angewandt wird. Das ist natürlich insofern ein Vorurteil, weil es auch jede Menge Christen gibt, die sich intelligent mit ihrem Glauben beschäftigen, aber McGrath, so scheint es, gehört nicht zu diesem Personenkreis, wenn man nach diesem Buch urteilt. Das könnte aber auch daran liegen, dass es sich um ein schnell hingeschriebenes Werk handelt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
88 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Über die "intellektuelle Zuverlässigkeit des Christentums",
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus (Gebundene Ausgabe)
McGrath füllt den grössten Teil seines Buches "Der Atheismuswahn" mit der Anzweiflung, ja Negierung von Dawkins Wissenschaftlichkeit sowie mit der Repetition der Binsenwahrheit, dass die Wissenschaft die letzten Sinnfragen nicht beantworten kann.Einen umso grösseren Appetit erzeugt er beim Leser auf die wissenschaftlichen Argumente, mit denen er die Existenz Gottes als Welten- und Menschenschöpfer plausibel machen zu können glaubt (McGrath betreibt nach eigenem Bekunden eine "wissenschaftliche Theologie", worunter man sich wahrscheinlich sowas wie einen "schwarzen Schimmel" vorstellen muss). Tatsächlich mangelt es nicht an entsprechenden Appetithäppchen, zum Beispiel: '' Mancher Leser würde sich gerne mit Themen beschäftigen wie etwa "der Erforschung der intellektuellen Zuverlässigkeit und der geistigen Kraft des Christentums" (Seite 17). '' In einem Vortrag will McGrath Dawkins Religionskritik "dargestellt und dann Punkt für Punkt eine Gegendarstellung, die auf Fakten beruht, geliefert" haben (Seite 20). '' "Dawkins hat völlig recht, wenn er fordert, dass wir unser Leben nicht auf Täuschungen aufbauen sollten. Jeder von uns sollte seine Überzeugungen einer Prüfung unterziehen" (Seite 21). Es kann einem, meine ich, nicht verargt werden, wenn man angesichts solcher Breitspurigkeiten hungrig wird auf die Erklärungen, Beweise, Evidenzen, Plausibilitäten etc. inbezug auf Gottes Existenz und dessen Wirken in der Welt. Aber es blieb beim Hunger. McGrath legt in der Tat nur Uneigentliches vor. So stellt er etwa fest,... '' dass Religion und Wissenschaft voneinander lernen könnten; '' dass "die eigentliche Ursache für religiöse Erfahrungen Gott sei" (Seite 83); '' dass es viele Naturwissenschaftler gäbe, die gläubige Christen seien; '' dass "hier die relevante Frage nicht sei, ob das, was Jesus sagte, richtig sei; es geht darum, ob wir das richtig verstanden haben, was Jesus gesagt hat" (Seite 112). Zum letzteren: Am "richtigen" Verständnis dessen, was Jesus gesagt hat, beissen sich die Gottesexperten seit Jahrhunderten die Zähne aus. Dabei produzieren sie nicht etwa Klärungen, sondern jede Menge Uneinigkeit und in deren Folge Streit, Anfeindungen, gegenseitige Ausgrenzungen, Kriege und Sekten. Daraus muss man als Aussenstehender ja wohl den Schluss ziehen, dass bislang noch keiner so richtig verstanden hat, was Jesus sagte - ausser natürlich McGrath. Endlich wenigstens MaGrath! Von irgendwie raffinierten oder einleuchtenden Argumenten, die die Existenz Gottes nahelegen könnten, fehlt dann aber doch jede Spur. Wenn ein potenzieller Leser also hoffen sollte, seinen ins Trudeln geratenenen Glauben mit Hilfe von McGraths "Atheismuswahn" wieder ins Lot zu kriegen, liest er besser die frommen Traktate, die von heilsgewissen Christen auf der Strasse verteilt werden - selbst wenn deren Substanz nicht über jene der Werbebotschaften auf Waschmittelkartons hinausreicht. Wahrscheinlich war es keine gute Idee, dieses Buch zu schreiben, weil es offensichtlich von einem einzigen Motiv angetrieben wurde, nämlich Dawkins zur Mücke zu machen. Von einem auf eine Person gerichteten Anti-Buch kann man nicht mehr erwarten als grimmiges Zähnefletschen, peinliches Anti-Gestammel und verzweifeltes Zappeln im eigenen Netz. Etwas Erfreuliches hat McGraths "Atheismuswahn" bei mir dennoch bewirkt: Ich bekam Lust aufs "Original", auf Dawkins "Gotteswahn". Aufgrund von McGraths bierernsten Fuchteleien darf ich mir davon gewiss viel Schmunzeln und Vergnügen versprechen. Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
219 von 282 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Nichts als Falschaussagen, Scheinheiligkeit, Heuchelei und Dawkins-Beleidigungen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus (Gebundene Ausgabe)
Schon im Titel zwei Fehler: es gibt keinen Atheismus-Wahn und keinen atheistischen Fundamentalismus.Ein Wahn erklärt eine unbeweisbare Sache zu einer absoluten Wahrheit. Diese wird wider bessere Argumente verbissen verteidigt. So gesehen stimmt der Titel von Dawkins Buch "Der Gotteswahn" - und Religiösen Wahn gibt es definitiv. McGraths Buch müsste aber "Die Atheismus-Überzeugung" heißen. Eine Überzeugung ist zwar auch der feste Glaube an einen Sachverhalt, dieser ist aber nicht absolut und unverrückbar, sondern durch gute Argumente und Beweise veränderbar. Der allgemeine Begriff "Fundamentalismus" leitet sich aus dem christlichen Fundamentalismus her und verlangt nach einem nicht hinterfragbaren Fundament (z.B. die Unfehlbarkeit der Hl. Schrift). So eine Basis hat und braucht der Atheismus nicht, weshalt der Begriff "Atheistischer Fundamentalismus" ein Widerspruch in sich selbst ist. Wenn ich NICHT an die Existenz einer um die Sonne kreisenden Teekanne (© Dawkins) glaube, bin ich deswegen kein Fundamentalist. McGrath gelingt es nicht, durch oftmaliges Wiederholen dieser Fehler der Wahrheit näherzukommen. "Der Atheismus-Wahn" ist kein Buch, das durch inhaltliche Brillianz, logisches Denken oder zwingende Beweisführung auffällt. Der Stil erinnert an den unsäglichen "Jan van Helsing". Vielmehr ist es eine Sammlung von Beleidigungen und persönlichen Angriffen gegen Dawkins, von Pseudowissenschaftlichkeit, von schuldig gebliebenen Beweisen, von Larmoyanz, Unaufrichtigkeit, Scheinheiligkeit und Heuchelei. Beispiele? Auf S. 13 beklagt McGrath den Mißbrauch der Naturwissenschaften zur Untermauerung von atheistischem Fundamentalismus. Ohne Beispiel oder Beweis. Er kritisiert auf S. 19, dass Dawkins keine Definition von Wahn bringt - zitiert dann aber doch die von Dawkins vorgeschlagenen (und somit vorhandenen) Definitionen - bleibt aber eigene schuldig. Die Geschichte auf S. 20 mit dem Mann aus der Vorlesung ist unglaubwürdig, scheinheilig, heuchlerisch. Und somit ekelhaft. McGrath unterstellt Dawkins auf S. 26, dass dieser auf "ein paar ausgesuchte Textfetzen des Reformators Martin Luther" "im Internet gestoßen ist". Auf S. 27 genauso: "Anekdoten anstelle von Beweisen, Surfen nach Zitaten im Internet anstelle eines strengen und sorgfältigen Umganges mit Primärquellen". McGrath stellt unbeweisbare Behauptungen auf und unterstellt Dawkins Unwissenschaftlichkeit, ist dann gönnerhaft (S. 30: "... ein völlig verständlicher Fehler, der jedem passieren könnte, der neu ist auf dem Gebiet."). Das ist Scheinheiligkeit mit persönlichem Untergriff. McGrath kommt Dawkins' Argumenten nicht einmal annähernd bei und versucht nun die persönliche Diffamierung (auch S. 31: "Pastiche", S. 32: "... schnoddrige und simplifizierenden Argumentation ..."; unterlegter Kasten S. 24). Dawkins habe auch "ein ziemlich begrenztes Verständnis von Gewalt" (71), der "Gotteswahn" beruht "auf ausrangierten Annahmen des 19.Jahrhunderts" (75) - alles ohne Erkläung, Zitat, Beleg oder Beweis. Man spürt förmlich, wie dünn der Strohhalm ist, an den McGrath sich klammern muss. Ein weiteres Manko ist, dass McGrath eine Auseinandersetzung mit dem Begriff "Atheismus" unterläßt und dabei (absichtlich?) übersieht, dass Atheismus keine "Bewegung", keine Lehre, keine Wahrheit oder Weltanschauung (71) ist. Eine bewußte Falschaussage findet sich z.B. auf S. 39: "Der Gotteswahn" geht von einer grundsätzlichen Überzeugung aus: Die (Natur-)Wissenschaft hat Gottes Existenz widerlegt." McGrath unterstellt Dawkins persönliche Motive, Emotionalität (s. 40: "... empört Dawkins""; "Dieselbe Ansicht findet sich zu Dawins Verärgerung ..."), womit Dawkins' Unsachlichkeit und Unwissenschaftlichkeit bewiesen werden soll. Fiese Unterstellungen auf S. 43, verbunden mit Scheinheiligkeit (gehört sich ja für einen guten Christen): Dawkins neige "leider" dazu, "wie ich mit Bedauern einräumen (!) muss, jeden, der hinsichtlich des Gültigkeitsbereiches der Naturwissenschaften Fragen aufwirft, als einen naturwissenschaftshassenden Idioten darzustellen." (43); oder: S. 57 f: "... gleichermaßen beleidigend werden religiöse Menschen mit Hitler verglichen". Wenn das nicht ekelhaft ist!? Hitler war kein "bekennender Atheist" (S. 54) wie McGrath meint, sondern ein (Tauf-schein-) Katholik! Falschaussagen, Beleidigungen, Scheinheiligkeit, wohin das Auge reicht! Er bekrittelt, dass Dawkins nicht unterscheide zwischen Religion und "Glaube an Gott" (67), für Dawkins wären dies "nur die zwei Seiten einer Medaille" (78). Selbst bleibt er aber diese höchst interessante Unterscheidung schuldig. Dieses "unangemessene Vorgehen" von Dawkins "blendet die Frage, wie seine These zu den nichttheistischen Religionen passen soll, nahezu völlig aus" (78). Ich habe eine Vorstellung von einer "nichttheistischen Religion". Aber welche hat McGrath? Hier wäre eine Definition mehr als angebracht. So geht es durch, "Gott" seis gedankt, nur 126 Seiten lang: fehlende Beweise (auch: S. 113, 117), immer wieder Beleidigungen, immer wieder die falsche Aussage, Atheismus sei doktrinär (125). Von der guten Idee einer offenen, hochstehenden Diskussion über Religion und Atheismus, einmal aus der Sicht eines Gläubigen ist leider nichts geblieben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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