Vorne weg: Das Buch ist gut, und für jede Feuerwehr die sich bis dato noch nicht mit dem Thema Notfallmanagement im Atemschutzeinsatz auseinandergesetzt hat eine sehr gute, wenn nicht sogar notwendige Standardlektüre. Denn eines ist sicher: das Thema geht jede Feuerwehr mit Atemschutzgeräten an!
Ich finde es sehr schön, dass die Autoren des Buches versuchen die gesamte Bandbreite zum Thema nach heutigem Wissensstand zu besprechen (Organisation / Ausrüstung / Ausbildung / Einsatz). Damit werden gute Impulse für die Arbeit in der eigenen Wehr gesetzt.
Wieso aber nur vier von fünf möglichen Sternen?
Eigentlich würde ich sogar eher auf 3,5 Sterne tendieren, denn die guten fachlichen Anregungen werden meiner Meinung nach durch zu viele Querverweise auf andere Werke der Schreiber, durch eindeutig viel zu viele Verweise auf die (wenn auch gute) Internetseite der Verfasser sowie durch ein zu ausgeprägtes Meinungsbild der Verfasser über diverse Themen geschmälert. Das nervt dann sogar zeitweilig beim Lesen!
Ein Beispiel: Die Bewertung der Tauglichkeit eines Rettungsmittels mit einem harten Urteil (tauglich / bedingt tauglich / nicht tauglich) lässt sich aus eigener Erfahrung auch leicht in die andere Richtung verschieben. Scheinbar objektive Argumente sind bei näherem Hinschauen dann doch nur subjektive Meinungen von Personen oder Gruppierungen. Hier hätte mir besser gefallen, wenn der Leser zum Nachdenken angeregt worden wäre, welche Lösung denn für seine Bedürfnisse die beste zu sein scheint, in dem Vor- und Nachteile (wertungsneutral) angesprochen werden.
Trotzdem: Alles in allem ein gutes Buch, aber wie im Titel meiner Rezession geschrieben mit (nach meiner Meinung) unschönen Schreibstil.