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Atemschaukel: Roman [Taschenbuch]

Herta Müller
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (128 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Juni 2011
Rumänien, Januar 1945. »Es war 3 Uhr in der Nacht, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.« So beginnt der erschütternde Bericht eines jungen Mannes, der in ein russisches Straflager verschleppt wird – so wie 60000 andere Rumäniendeutsche, von deren Schicksal Herta Müller in diesem ungeheuren Buch erzählt. In Gesprächen mit dem verstorbenen Dichter Oskar Pastior und anderen Überlebenden der Lager hat sie den Stoff gesammelt – und zu überwältigender Literatur geformt.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 3 (1. Juni 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596187508
  • ISBN-13: 978-3596187508
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (128 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.124 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Eine kleine, zarte Person stand im Oktober 2009 plötzlich - von heute auf morgen - im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit. Das Nobelkomitee hatte seine Entscheidung kundgetan: Herta Müller erhielt den Literaturnobelpreis. Bis zu dieser Auszeichnung war die 1953 in Nitzkydorf in Rumänien geborene Autorin einen weiten Weg gegangen. Nach ihrem Studium der Deutschen und Rumänischen Philologie in Temeswar verdiente sie ihren Lebensunterhalt zunächst als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Ihr erstes Buch wurde 1982 in zensierter Form veröffentlicht, die Originalfassung konnte nur im Ausland erscheinen. Fortan wurde Herta Müller zu Hause mit einem Publikationsverbot belegt und vom rumänischen Geheimdienst drangsaliert. 1987 siedelte sie nach Berlin über. Dort erreichte sie auch der Anruf aus Schweden.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Herta Müller wurde 1953 in einem deutschsprachigen Dorf im Banat/Rumänien geboren. Nach einem Publikationsverbot und Repressionen durch den Geheimdienst Securitate konnte sie 1987 nach Berlin ausreisen, wo sie auch heute lebt. Zu ihren bekanntesten Werken gehören die Romane ›Atemschaukel‹ und ›Der Fuchs war damals schon der Jäger‹, die Prosabände ›Niederungen‹ und ›Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt‹, der Essayband ›Der König verneigt sich und tötet‹. Für ihren Roman ›Herztier‹ wurde sie 1998 mit dem Impac Dublin Literary Award ausgezeichnet, dem weltweit höchstdotierten Literaturpreis für ein einzelnes Werk. Nach zahlreichen weiteren Ehrungen erhielt sie 2009 den Nobelpreis für Literatur.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Interlope Gesellschaft
Die Trudi Pelikan und ich, Leopold Auberg, waren aus Hermannstadt. Bevor wir in den Viehwaggon klettern mussten, kannten wir uns nicht. Artur Prikulitsch und Beatrice Zakel, also Tur und Bea, kannten sich schon als Kinder. Sie kamen aus dem Gebirgsdorf Lugi aus dem Dreiländereck der Karpato-Ukraine. Aus derselben Gegend, aus Rakhiv, kam auch der Rasierer Oswald Enyeter. Auch der Akkordeonspieler Konrad Fonn kam aus dem Dreiländereck, aus dem Städtchen Sucholol. Mein Lastautokompagnon Karli Halmen kam aus Kleinbetschkerek, und Albert Gion, mit dem ich später im Schlackekeller war, kam aus Arad. Die eine Sarah Kaunz mit den Seidenhärchen auf den Händen kam aus Wurmloch, die andere Sarah Wandschneider mit der Warze am Ringfinger aus Kastenholz. Sie kannten sich vor dem Lager nicht, glichen sich aber wie Schwestern. Im Lager hießen sie nur die zwei Zirris. Irma Pfeifer kam aus der Kleinstadt Deta, die taube Mitzi, also Annamarie Berg, aus Mediasch. Der Advokat Paul Gast und seine Frau Heidrun Gast waren aus Oberwischau. Der Trommler Kowatsch Anton kam aus dem Banater Bergland, aus dem Städtchen Karansebesch. Katharina Seidel, die wir Planton-Kati nannten, kam aus Bakowa. Sie war schwachsinnig und wusste all die fünf Jahre nicht, wo sie ist. Der am Steinkohleschnaps gestorbene Maschinist Peter Schiel war aus Bogarosch. Die singende Loni, Ilona Mich aus Lugosch. Der Schneider Herr Reusch aus Guttenbrunn. Usw.Wir waren alle Deutsche und wurden von zu Hause abgeholt. Außer Corina Marcu, die mit Flaschenlocken, Pelzmantel, Lackschuhen und einer Katzenbrosche am Samtkleid ins Lager kam. Sie war Rumänin und wurde in Buza ̆ u nachts auf dem Bahnhof von den Wachsoldaten unseres Transports eingefangen und in den Viehwaggon gesteckt. Vermutlich musste sie die Lücke auf der Liste füllen, eine Tote ersetzen, die auf der Fahrt gestorben war. Sie erfror im dritten Jahr beim Schneeschaufeln an einer Bahnstrecke. Und David Lommer, der Zither-Lommer genannt wurde, weil er Zither spielte, war Jude. Weil man ihm sein Schneideratelier enteignet hatte, fuhr er als Schneidermeister durchs Land und ging in die besseren Häuser. Er wusste nicht, wieso er als Deutscher auf die Liste der Russen kam. Zuhause war er in der Bukowina, in Dorohoi. Seine Eltern und die Frau mit den vier Kindern waren vor den Faschisten geflohen. Wohin wusste er nicht, und sie wussten auch schon vor seiner Deportation nicht, wo er war. Er nähte in Großpold für eine Offiziersfrau ein Wollstoffkostüm, als er abgeholt wurde.
Wir waren alle in keinem Krieg, aber für die Russen waren wir als Deutsche schuld an Hitlers Verbrechen. Auch der Zither-Lommer. Er musste dreieinhalb Jahre im Lager zubringen. Eines Morgens hielt ein schwarzes Auto vor der Baustelle. Zwei Fremde mit edlen Karakulmützen stiegen aus und sprachen mit dem Vorarbeiter. Dann nahmen sie den Zither-Lommer im Auto mit. Ab dem Tag blieb in der Baracke das Bett vom Zither-Lommer leer. Seinen Koffer und seine Zither haben Bea Zakel und Tur Prikulitsch wahrscheinlich auf dem Basar verkauft.
Bea Zakel sagte, die Karakulmützen waren hochrangige Parteileute aus Kiew. Sie hätten den Zither-Lommer nach Odessa gebracht und dort eingeschifft nach Rumänien. Als Landsmann konnte der Rasierer Oswald Enyeter sich erlauben, Tur Prikulitsch zu fragen, warum nach Odessa. Tur sagte: Der Lommer hatte hier nichts zu suchen, von dort kann er hin, wo er will. Ich sagte zum Rasierer, statt zu Tur: Wohin soll er wollen, bei dem zu Hause ist niemand mehr. Tur Prikulitsch hielt gerade den Atem an, um nicht zu wackeln. Der Rasierer stutzte ihm die Nasenhaare mit einer rostigen Schere. Als auch das zweite Nasenloch fertig war, bürstete er ihm die Haarschnipsel wie Ameisen vom Kinn und drehte sich halb vom Spiegel weg, damit Prikulitsch nicht sieht, dass er mit dem Auge zwinkert. Bist du zufrieden, fragte er. Tur sagte: Mit meiner Nase schon. Im Hof draußen hatte der Regen aufgehört. Auf der Einfahrt schepperte der Brotkarren durch die Pfützen. Jeden Tag zog derselbe Mann den Karren mit dem Kastenbrot durchs Lagertor in den Hinterhof der Kantine. Das Brot war immer mit einem weißen Leintuch zugedeckt, wie ein Leichenhaufen. Ich fragte, welchen Dienstgrad der Brotmann hat. Der Rasierer sagte, gar keinen, die Uniform habe er geerbt oder gestohlen. Mit dem vielen Brot und dem vielen Hunger brauche er die Uniform, um sich Respekt zu verschaffen.
Der Karren hatte zwei hohe Holzräder und zwei lange Holzarme. Er glich den großen Schubkarren, mit denen zu Hause die Scherenschleifer durch die Straßen fuhren, von einem Ort zum anderen, den ganzen Sommer lang. Der Brotmann hinkte, wenn er einen Schritt vom Karren wegging. Sein eines Bein war ein Holzfuß aus zusammengenagelten Schaufelstielen, sagte der Rasierer. Ich beneidete den Brotmann, der hatte zwar ein Bein zu wenig, aber Brot hatte er viel. Auch der Rasierer schaute dem Brotkarren nach. Er kannte nur den Halbhunger, wahrscheinlich machte er mit dem Brotmann hie und da Geschäfte. Auch Tur Prikulitsch, der einen satten Magen hatte, schaute dem Brotmann nach, vielleicht um ihn zu kontrollieren oder nur abwesend. Ich wusste nicht weshalb, doch mir schien, dass der Rasierer Tur Prikulitsch vom Brotkarren ablenken wollte. Anders konnte ich mir nicht erklären, weshalb er, gerade als ich mich auf den Hocker setzte, sagte: Was sind wir doch für eine interlope Gesellschaft hier im Lager. Alles Leute von überall her, wie im Hotel, in dem man eine Zeitlang wohnt.
Es war in der Baustellenzeit. Was hatten Ausdrücke wie INTERLOPE GESELLSCHAFT, HOTEL und ZEITLANG mit uns zu tun. Der Rasierer war kein Komplize der Lagerleitung, aber privilegiert. Er durfte in seiner Rasierstube wohnen und schlafen. Wir mit unseren Baracken und dem Zement hatten keinen Witz mehr im Schädel. Am Tag hatte Oswald Enyeter die Rasierstube zwar nicht für sich, wir kamen und gingen. Er musste jedes Elend frisieren und rasieren. Manche Männer weinten, wenn sie sich im Spiegel sahen. Monat um Monat musste er sehen, wie wir immer verwahrloster durch seine Tür kamen. All die fünf Jahre wusste er genau, wer noch kam, aber schon halb aus Wachs war. Und wer nicht mehr kam, weil er arbeitsmüd und heimwehkrank war oder schon tot. Das alles hätte ich nicht aushalten wollen. Andererseits musste Oswald Enyeter aber keine Brigade aushalten und keinen verdammten Zementtag. Und keine Nachtschicht im Keller. Er wurde von unserer Verwahrlosung belagert, aber nicht maßlos betrogen vom Zement. Er musste uns trösten, wir nutzten ihn aus, weil wir nicht anders konnten. Weil wir hungerblind waren und heimwehkrank, ausgestiegen aus der Zeit und aus uns selbst und fertig mit der Welt. Also die Welt mit uns.
Damals sprang ich vom Stuhl auf und schrie, dass ich im Unterschied zu ihm nur Zementsäcke habe, kein Hotel. Und dann trat ich gegen den Hocker, dass er fast kippte, und sagte: Sie gehören hier zu den Hotelbesitzern, Herr Enyeter, ich nicht.
Leo setz dich hin, sagte er, ich dachte, wir duzen uns. Du irrst dich, der Besitzer heißt Tur Prikulitsch. Und Tur streckte die rosarote Zungenspitze aus dem Mundwinkel und nickte. Er war so dumm und fühlte sich geschmeichelt, kämmte sich im Spiegel, blies durch den Kamm. Er legte den Kamm auf den Tisch und die Schere auf den Kamm, dann die Schere neben den Kamm und den Kamm auf die Schere. Dann ging er. Als Tur Prikulitsch draußen war, sagte Oswald Enyeter: Hast du das gesehen, er ist der Besitzer, er hält uns in Schach, nicht ich. Setz dich wieder hin, bei den Zementsäcken kannst du schweigen, ich muss mit jedem etwas reden. Sei doch froh, dass du noch weißt, was das ist, ein Hotel. Bei den meisten ist doch alles, was sie noch wissen,... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
228 von 254 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine einzigartige Sprachmanifestation 24. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Herta Müllers Atemschaukel" ist ein beeindruckendes Buch. Die aus dem heute rumänischen Banat stammende Autorin schildert darin die Erlebnisse eines bei der Deportation 17-jährigen siebenbürgisch-sächsischen Jungen. Als Vorbild für die literarische Figur dürfte der ebenfalls aus Siebenbürgen stammende Oskar Pastior gestanden haben, mit dem zusammen Müller diesen Roman eigentlich schreiben wollte. Doch verstarb der als Sprachakrobat deutschlandweit sehr geschätzte Pastior 2006. Immerhin reisten beide vorher noch in die Ukraine und besuchten das Lager, in dem Pastior fünf Jahre zwischen 1946-51 verbrachte.

Ausgehend von den gemeinsamen Gesprächen, von ihren Notizen und wohl auch von einigen Aufzeichnungen Pastiors, verfasste Müller diesen Roman, der vor kurzem für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. In etwa 60 Kapiteln schildert Müller Erlebnisse, Ereignisse und Personen im und um das Lager. Aus der Erzählperspektive des jungen Leo Auberg werden der Hunger, die Kälte, die Arbeit, die Müdigkeit usw. sehr eindrücklich geschildert. Die Bedeutung einer Geste, einer Handlung wird im Miteinander der Insassen verdeutlicht. Im Vordergrund steht dabei nicht nur, was die Menschen einander absichtlich oder gerade durch Passivität antun, sondern auch, was die Verhältnisse, die Arbeitsbedingungen, die Erniedrigungen für eine Gewalt der einzelnen Person aufzwingen. Mutig ist dabei bereits der Einstieg in das Sujet. Müllers Protagonist scheint sich über die Deportation beinahe gefreut haben, denn er konnte so der bedrückenden Enge der sächsischen Diasporagemeinschaft entkommen, in der er seine Homosexualität verbergen musste.
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76 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Zanker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Ich wollte ein Buch schreiben, und es so gut schreiben, wie ich kann. Ich wollte dem, was ich von Literatur erwarte, so gut es geht gerecht werden. Das ist Alles. Und für andere Dinge hat Literatur sich nicht zu rechtfertigen."

Herta Müller

Die mehrfach ausgezeichnete Herta Müller, hat einen Trauma-Roman verfasst, der zum deutschen Buchpreis 2009 nominiert wurde, und der sich auf Gespräche von ehemaligen Deportierten Deutschen in Rumänien abstützt sowie mit dem ursprünglich deportierten Schriftsteller Oskar Pastior, mit dem ursprünglich der Wunsch entstand, den Roman zusammen zu schreiben, Oskar Pastior verstirbt jedoch im Oktober 2006, sodass Herta Müller diese Nachkriegsgeschichte alleine fertigstellen musste.

Erzählt wird die Geschichte des jungen siebzehnjährigen rumänendeutschen Leo Auberg, (neben vielen Einzelschicksalen, die nicht selten mit dem Tod endeten) der endlich weg wollte, aus dieser Stadt, "in der alle Steine Augen hatten", dem die Deportation gerade recht kommt. ("Ich wollte weg aus der Familie und sei es ins Lager".) Wir erleben den Protagonisten während Fünf Jahren Arbeitslager in der Ukraine, wo in einem isolierten Klima, die demütigenden Arbeitsbedingungen, die psychischen Belastungen, die erniedrigenden Verhältnissse, die Hölle in einem sowjetischen Arbeitslager, das idiotische Antreten zum Appell, und dem unendlichen Ausmass des Hungerns, "alles was ich tat, hatte Hunger", "mein Hunger und ich", eine traumatische Erfahrung, die sich in die Seele einbrennt, vom "Hungerengel" begleitet wird, ("denn man war sich nicht sicher, ob es einen Hungerengel für uns alle gibt oder jeder seinen eigenen hat.) und ein Leben lang eine Bedeutung haben sollte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 60 Jahre in nur 88 Minuten 11. März 2011
Format:Audio CD
Herta Müller, Literaturnobelpreisträgerin 2009, hat mit Atemschaukel einen der am höchsten
gelobten Romane der vergangenen Jahre verfasst. Es geht darin um die Lebensgeschichte des
Literaten Oskar Pastior, im Text Leopold Auberg genannt, der nach dem Zweiten Weltkrieg fünf
Jahre in einem sowjetischen Arbeitslager interniert war.

Der Regisseur Kai Grehn hat diesen Stoff zu einem Hörspiel verarbeitet. Grehn hat bereits Die
Geschichte des Franz Biberkopf nach dem Roman Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin vertont
und war damit 2006 für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. Mit seiner Inszenierung von
Atemschaukel hat Grehn erneut eine Nominierung für den Deutschen Hörbuchpreis für sich
verbuchen können, diesmal in der Kategorie ,Beste Fiktion'.

Grehn erzählt die Geschichte von Leopold Auberg, der mit 17 Jahren aus Rumänien in ein
sowjetisches Arbeitslager in der Ukraine verschleppt wird, aus zwei Perspektiven: Aus der Sicht des
jungen Leopold, gesprochen von dem Schauspieler Alexander Fehling (bekannt aus Kinofilmen wie
Goethe! und Inglourious Basterds) sowie aus der Perspektive des alten Leopold, 60 Jahre nach der
Haft, gesprochen von Regisseur und Schauspieler Vadim Glowna (bekannt aus Filmen wie Vier
Minuten). Einerseits vermittelt diese Teilung einen beruhigenden Grundoptimismus angesichts der
Tatsache, dass Leopold das Lager überleben wird. Anderseits zeigt diese doppelte Sicht auf das
Lager wie erschütternd dieses Ereignis für das Leben Leopolds war und dass es ihn niemals wird
loslassen können.
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5.0 von 5 Sternen Eindringlich & Poetisch
"Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. "Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von dreizwoeinsheinz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Keine Lektüre für den entspannten Abend
Ein Buch das unter die Haut geht. Das liest man nicht so nebenbei. Sehr intensiv beschriebene wahre Ereignisse. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von levin_joshua veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Angenehm zu lesen und gut dokumentiert
Dieser Roman von Herta Müller hat nicht unberechtigt den Literatur- Nobelpreis erhalten.
Er ist leicht zu lesen, hat aber ein zu schnell vergessenes oder bewusst... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Norbert Petri veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wenn das Lager zur Heimat wird
Herta Müller ist nicht einfach zu lesen - leichter ist es mit dem gut vorgetragenen Hörbuch. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von audiobookfan H. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen gut
Unsere Erwartungen haben sich erfüllt, Qualität ist prima und passt zum Preis-Leistungs-Verhältnis unserer Vorstellung. Wer Fan ist, kommt auf seine Kosten. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Andrea Wertek veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erstaunlich
Erstmal ist es erstaunlich dass dieser Roman mit dieser Thematik den Nobelpreis fuer Literatur bekam. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von BLU-ANGEL veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Meditation in Hunger
Das wäre interessant: Würde einer, der die Qualen des fast Verhungerns am eigenen Leib erlebt hat, dieses Buch empört weglegen, weil hier eine ein literarisches... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von M. A. Spannring veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Phantasmagorische Sprache
Atemschaukel: RomanHerta Müller war mir vor dem Preis nicht bekannt, also siegte die Neugierde. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von dirk resuehr veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen So ein Satz hält einen am Leben
Herta Müller erzählt in diesem Roman von Deportationen, von Zwangsarbeit, Hunger und Tod. Und sie erzählt von der Macht der Worte, Kraft zu geben und zu verwandeln. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Leselöwin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lieblingsbuch
Ich war sehr kritisch, da Bücher von Nobelpreisträgern meist sehr schwer zu lesen sind. Das ist bei diesem Buch auch so, ich könnte immer nur ein paar Seiten lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von rone veröffentlicht
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