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Atemschaukel: Roman
 
 
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Atemschaukel: Roman [Gebundene Ausgabe]

Herta Müller
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (98 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 28 (17. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446233911
  • ISBN-13: 978-3446233911
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (98 Kundenrezensionen)
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Herta Müller
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das macht 'Atemschaukel' so brillant: Müller verknappt die historischen Hintergründe zugunsten der Gedankengebilde. Ein relevanter und sprachlich furioser Roman." Nora Reinhardt, KulturSpiegel, 26.09.09 "Ein politischer Roman von bemerkenswerter psychologischer Subtilität, der den Nullpunkt der Existenz nachvollziehbar macht." Stefana Sabin, Neue Zürcher Zeitung, 27.09.09 "Ihr Werk, dessen Kraft sich aus dem Schrecken speist, ist zugleich reich an Schönheit und für den Leser ein großes Glück. So spricht Erinnerung, wenn sie lebendig ist. Es schnürt einem die Kehle zu und macht Luftsprünge aus Wörtern. Und es ist neben all dem Hunger, dem Elend, dem Sterben im Lager unglaublich viel vom Glück die Rede." Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.10.09 "Das eine Werk, das in dieser Saison alle anderen überragt; eine herzzerreißende, demütig und bescheiden machende Lektüre. Wer nicht immun ist gegen Wahrhaftigkeit und Poesie, dem schenkt dieses Buch das Erlebnis großer Literatur; das Zeugnis einer Menschlichkeit, die den Einzelnen transzendiert. Solch tiefe Wirkung lässt sich nicht beabsichtigen oder gar planen; sie ist die Essenz großer Kunst – und ihre Erkenntnis steht jedem zu Gebote. Der Eindruck, den 'Atemschaukel' hinterlässt, ist ein bleibender. Der Nobelpreis für Herta Müller hat das auf triumphale Weise nur bestätigt." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.09

"Ein überwältigender, ergreifender, demütig machender Roman, die vielleicht nachhaltigste Leseerfahrung dieses Herbstes." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.09 "Ein sprachliches Kunstwerk, wie es das in diesem Herbst kaum ein zweites Mal geben dürfte. Wer es schafft, Herta Müllers bestürzenden, bedrückenden und - wegen seiner sprachlichen Kraft - beglückenden Roman zu Ende zu lesen, wird dieses Buch nie wieder vergessen." Hajo Steinert, Focus, 10.08.09 "Dass eine so arme Geschichte, dass ein so armes Lebensstück mit so viel Schönheit erzählt wird, ohne jeden Schnörkel, ganz der Wahrhaftigkeit verpflichtet, das macht nicht zuletzt die Größe dieses Romans aus." Jochen Jung, Der Tagesspiegel, 19.08.09 "Ein kühnes Sprachkunstwerk, das seinesgleichen sucht in der europäischen Literatur unserer Zeit." Karl-Markus Gauß, Süddeutsche Zeitung, 20.08.09 "Ein atemberaubendes Meisterwerk." Michael Naumann, Die Zeit, 20.08.09 "Die Lager sind ja eine menschliche Grenzerfahrung, die wir in ihrer Andersartigkeit gern in einem Dachspeicher unseres kollektiven Gedächtnisses verstauben lassen. Müller holt sie aus dieser Verdrängung heraus, gliedert sie mit ihrer Sprachkunst in unsere Kultur ein und macht sie der Trauer zugänglich." Ruth Klüger, Die Welt, 15.08.09 "Das Unsägliche von alltäglicher Angst in diktatorischer Gesellschaft, von Arrest, Folter und Mord auf eigentümliche Weise buchstäblich zur Sprache zu bringen ist die Kunst dieser Autorin." Michael Naumann, Die Zeit, 20.08.09 "Mit seinem dichten Motivnetz schafft der Roman eine Intensität und Präsenz, die ihresgleichen in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur nicht haben. Ein Manifest der Erinnerung und der Sprache, deren komplexes Verhältnis es auf ergreifende Weise bezeugt. Ein Meisterwerk." Michael Lentz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.09

Kurzbeschreibung

Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. "Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15º C." So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

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221 von 243 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Herta Müllers Atemschaukel" ist ein beeindruckendes Buch. Die aus dem heute rumänischen Banat stammende Autorin schildert darin die Erlebnisse eines bei der Deportation 17-jährigen siebenbürgisch-sächsischen Jungen. Als Vorbild für die literarische Figur dürfte der ebenfalls aus Siebenbürgen stammende Oskar Pastior gestanden haben, mit dem zusammen Müller diesen Roman eigentlich schreiben wollte. Doch verstarb der als Sprachakrobat deutschlandweit sehr geschätzte Pastior 2006. Immerhin reisten beide vorher noch in die Ukraine und besuchten das Lager, in dem Pastior fünf Jahre zwischen 1946-51 verbrachte.

Ausgehend von den gemeinsamen Gesprächen, von ihren Notizen und wohl auch von einigen Aufzeichnungen Pastiors, verfasste Müller diesen Roman, der vor kurzem für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. In etwa 60 Kapiteln schildert Müller Erlebnisse, Ereignisse und Personen im und um das Lager. Aus der Erzählperspektive des jungen Leo Auberg werden der Hunger, die Kälte, die Arbeit, die Müdigkeit usw. sehr eindrücklich geschildert. Die Bedeutung einer Geste, einer Handlung wird im Miteinander der Insassen verdeutlicht. Im Vordergrund steht dabei nicht nur, was die Menschen einander absichtlich oder gerade durch Passivität antun, sondern auch, was die Verhältnisse, die Arbeitsbedingungen, die Erniedrigungen für eine Gewalt der einzelnen Person aufzwingen. Mutig ist dabei bereits der Einstieg in das Sujet. Müllers Protagonist scheint sich über die Deportation beinahe gefreut haben, denn er konnte so der bedrückenden Enge der sächsischen Diasporagemeinschaft entkommen, in der er seine Homosexualität verbergen musste.

Der Roman ist letztlich eine einzigartige Sprachmanifestation in dem Herta Müller eigenen Stil. Die außerordentlichen Erlebnisse des zähen, langen, monotonen, pausenlosen Hungers, des Egoismus, der Niedertracht und der Einsamkeit verlangten nach einer einzigartigen Sprache, die das Besondere der Situation adäquat beschreiben kann. Herta Müller gelingt es, meiner Meinung nach, diese Sprache zu entwickeln und in einem unverwechselbaren, von Bildern, Metaphern, Anspielungen und Allegorien gesättigten (fast übersättigten) Stil und Sprache die inhumane und trostlose Lage der Insassen wiederzugeben (Hungerengel", Atemschaukel" usw.). Die Erlebnisse im Lager sind keine vorübergehenden Events", sondern das gesamte restliche Leben kennzeichnende tiefgehende Erfahrungen. Es gibt im Leben keinen Ausweg, keine Fluchtmöglichkeit vor ihnen, so das Fazit des Romans. So wie es unmöglich war, dem Lager lebendig vorzeitig zu entkommen (die Entflohenen sind gefasst worden oder umgekommen, der Himmel (die Transzendenz) bot auch keine Lösung und keinen Trost), genauso quälten die Erinnerungen die Lagerinsassen jahrzehntelang. Diese primären und sekundären Qualen in einer meisterhaften Sprache von großer Eindringlichkeit und Kraft eingefangen zu haben, ist das große Verdienst von Herta Müller. Sie soll für den Nobelpreis vorgeschlagen worden sein. Dieser Roman beweist, dass sie des Preises würdig ist.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mal Klartext 25. Mai 2010
Von Birkholz
Format:Gebundene Ausgabe
Ich sage vor allem was zu den Anmerkungen, das Buch sei kein Roman, habe keine Handlung, und die Sprache sei egoistisch, kuenstlich, entrueckt, ueberfrachtet, plakativ, monoton, zu distanziert, sprunghaft, bleischwer, Bemerkungen wie "Deshalb ist es für einen Autor auf Weltklasseniveau ganz, ganz wichtig, dass er das gesunde Mittelmaß zwischen sich und dem Leser findet."

Es ist das Recht des Lesers, dergleichen Meinungen zu sagen, aber "Rezensionen" verlangen doch einwenig mehr... Es ist einfach nicht Aufgabe der Literatur, Leser zu befriedigen, und unegoistisch, natuerlich, unentrueckt, nicht ueberfrachtet usw. zu sein, oder gar ein "gesundes Mittelmass" zu finden. Literatur von Weltklasse hat sich nicht mit Lesern zu befassen, sondern mit Sprache. Zudem ist ein "Roman" heute nurmehr eine relativ langer Text, und genauer ist er, in der Weiterentwicklung der modernen Literatur, nicht mehr definierbar. Auch die alte aristotelische "Einheit der Handlung" ist seit 200 Jahren kein allgueltiges Diktum mehr. Die von Mueller verwendete Sprache und Strukturierung halte ich fuer eine moegliche, und passende, und wahrscheinlich (sofern ihre andere Texte ein aehnliches Niveau haben) nobelpreiswuerdige.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Atemschaukel 22. Januar 2010
Von Leseratte
Format:Gebundene Ausgabe
Atemschaukel" ist ein Buch, das zu lesen ich zweimal angefangen habe. Der Einstieg ist nicht einfach, obwohl (oder gerade weil?) die Sparche sehr poetisch und intellektuell herausfordernd ist. Also keinesfalls eine leichte Lektüre zum Entspannen. Hat man jedoch einmal den Anfang und die dazu notwendige Konzentration gefunden, fasziniert dieses Buch mit seiner wunderschön mitreißenden und auch sehr traurigen Geschichte, die traurig stimmt, ohne falsche Betroffenheit zu erzeugen. Im Kopf entsteht ein genaues Bild von den Vorkommnissen und man lernt vieles darüber, wie das Leben in den Lagern nach dem zweiten Weltkrieg gewesen ist und verspürt tatsächliche Trauer, wie schwer es den Überlebenden fällt und/oder fiel, den Einstieg in das Leben danach zu schaffen, das bezüglich ihrer Erfahrungen bitter, einsam und schweigsam war. Die Sprache, die Herta Müller nutzt, ist wunderbar und wenn man drinnen" ist, beschwingt sie und besticht durch eigene Neologismen, z.B. der titelgebende Neologismus Atemschaukel", die vieles aussagen. Herta Müller gibt zudem Anstöße, sich mit Themen zu beschäftigen, v.a. mit der Frage, was Heimat" darstellt. Am schönsten ist- finde ich- der Satz, Heimat ist die Sehnsucht nach dem Ort, an dem man satt war". Hertha Müller schafft wunderschöne Metapher, die sie unglaublich geschickt mit einer schweren und harten, realen und historischen Geschichte verbindet, die lyrisch wirkt, den Menschen und sein Denken in den Mittelpunkt stellt, ohne dabei den zeitgenössischen Rahmen und die Tradition des Vergessens auszusparen. Interessant ist auch, wie dieses Buch entstanden ist, nämlich auf Basis von Aufzeichnungen und Notizen, die Hertha Müller in Gesprächen mit dem (tatsächlich) Überlebenden, Oskar Pastior, geführt hat, der leider 2006 verstarb und dieses Werk nicht mehr mit ihr gemeinsam schreiben konnte. Dennoch liest sich Atemschaukel" wie eine sehr traurige, anrührende, lyrisch und sprachlich ausgefeilte Autobiographie, die nicht zuletzt dadurch beeindruckt, weil Hertha Müller nicht nur in die Gedankenwelt eines Gefangenen in einem sowjetischen Lager, sondern auch eines Mitglieds des anderen Geschlechts einzusteigen versteht. Der Roman ist eine Sprachmanifestation ohnegleichen und sicherlich sehr typisch und eigen, was den Schreib- und Erzählstil von Hertha Müller anbelangt. Ein unvergessliches Buch, das fesselt und nach dem man noch lange Zeit gedanklich in dieser Erzählung lebt. Hertha Müller hat sich mit Atemschaukel" ihren Nobelpreis tatsächlich verdient- wer sich schon immer einmal gefragt hat, nach welchen inhaltlichen und sprachlichen Kriterien ein Literaturnobelpreis verliehen wird, sollte dieses Buch lesen und wird es verstehen!
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Mit Licht und Schatten
Teilweise brilliant. Müller kann mit der Sprache umgehen, und erschafft Sätze von poetischer Schönheit. Der Hungerengel, Hasoweh, Eingenbrot und Wangenbrot. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von buecheroeli veröffentlicht
Mich macht das sprachlos!
Nach diesem Roman von Herta Müller,braucht man erst einmal Luft zum Atmen.Erst einmal durchschnaufen,und alles in Ruhe sacken lassen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Detlef.H. veröffentlicht
Entgegen dem Vergessen
Es waren nicht nur die Juden in den KZs, die deutschen Kriegsgefangenen in russischen Gulags, es waren auch die Rumäniendeutschen, die Opfer der Geschichte des Zweiten... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Bücher-Liebhaberin veröffentlicht
Sehr gut
Sehr gut, alles bestens. Guter Zustand des Artikels. Guter Preis. Schneller Versand. Das Buch ist sehr spannend und interessant. Vielen Dank
Vor 7 Monaten von Nannie1985 veröffentlicht
Ein großes und ergreifendes Buch!
Im Roman Atemschaukel arbeitet die Literaturnobelpreisträgerin 2009 die geschichtlichen Ereignisse rund um die Deportation des Siebenbürger Lyrikers Oskar Pastior... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Bibliofilo veröffentlicht
sehr abstrakt
Also wahrscheinlich schwebt die Autorin in höheren Spähren und es ist einfach chic dieses Buch aus diesem Grund als Weltliteratur zu feiern. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von meine Meinung veröffentlicht
grandioses buch!
mein drittes buch von herta müller, nachdem ich von ihrem stil feuer gefangen habe: es ist leichter und einfacher zu lesen als ihre anderen bücher und ich kann nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von esc veröffentlicht
Emotion aus zweiter Hand - wenig gebraucht
Hm, hab ich mir gedacht. Literaturnobelpreis, hab ich mir gedacht. Mußt' mal lesen, hab ich mir gedacht. Hätt' ich's nur gelassen... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von M. Scholz veröffentlicht
Ein grandioses Buch
Ein wirklich grandioses Buch, das mich tief beeindruckt hat. Subtil und geistreich werden dem Leser die Qualen der Lagerinsassen nahe gebracht, die Gedanken und Sorgen der... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Sarastro veröffentlicht
Noch ein wichtiger Buch zu Geschichte 20 Jahrhundert
Noch ein wichtiger Buch zu Geschichte 20 Jahrhundert, da dieses Schicksal teilten sich Millionen.
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Vor 9 Monaten von Lena Lena veröffentlicht
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