Twilight-Star Tayler Lautner in seiner ersten großen Rolle als Actionheld, auf der Flucht vor seinen Verfolgern und auf der Suche nach Antworten...klingt spannend, ist es aber nicht, denn >>Atemlos<< raubt dem Zuschauer zu keiner Sekunde den Atem.
UND DARUM GEHTS:
Nathan Harper ist geschockt, als er auf einer Website für vermisste Kinder sein Foto entdeckt. Als er seine vermeintlichen Eltern mit der Wahrheit konfrontiert, beginnt eine unspannende, unspekatuläre Jagd nach der sinnfreien Wahrheit wer er ist, und warum er sein Leben lang versteckt wurde.
KRITIK:
Gleich vorweg, >>Atemlos<< ist ein Teenie-Action-Film. Wer hier (wie ich) einen knackigen Actioner mit ordentloch bums und einem frischen, aufstrebenden Jungstar erwartet (was der Trailer durchaus versprach), der kann gleich weiter schalten, denn alles bewegt sich hier, wenn überhaupt, im soliden Mittelfeld. Die Story ist Actiontypisch natürlich kein Highlight, jedoch bietet >>Atemlos<<, was untypisch für dieses Genre ist, auch wenige Dieser. Die Erzählweise ist recht platt, kommt leider nie so richtig in Fahrt und wird wenn sie es denn mal tut, immer wieder von unglaubwürdigen Momenten und unnötigem Teenie-Gebrabbel zerstört. Das fängt bei der Entdeckung des Fotots auf der Website für vermisste Kinder an und hört am recht unspektakulären Ende auf. >>Atemlos<< ist im Kern leider tatsächlich nur ein Teeniefilm mit Sixpack, in einem Actiongewand, was das FSK 12-Siegel absolut rechtfertigt. Denn im Verlgeich zu anderen Genre-Kollegen mit der gleichen Freigabe, kommt >>Atemlos<< leider nie zum Schuss, geschweige denn über dieses 12er-Niveau hinaus. Er bietet zwar Action welche Handwerkilich auch gut gemacht ist, allerdings wirkte das Gezeigte meist doch total unspektakulär und, abgesehen von Herrn Lautner, gespielt. Hinzu kommt, dass das "Geheimnis" um den verloren gegangen Sohn (quasi der Pfeiler dieses Films) super banal und sinnfrei ist. Das ganze wird dann auch noch zu allem Übel mit einer ordentlichen Portion Logikfehler garniert, welche ich allerdings dem Genre zugute halte.
Der Cast spricht leider eine ähnliche Sprache. Dieser klingt zunächst recht vielversprechend, ist aber genau genommen eine kleine Enttäuschung. Taylor Lautner zunächst einmal bekommt hier seine erste große Rolle und beweist in diesem Film zwei Dinge. Zum einen, das er einen gut trainierten Körper hat (was er mehr als einmal unter Beweis stellt) und zum andern, das er die Action physisch wirklich gut rüber bringt. In allen anderen Belangen ist er um ehrlich zu sein, eine totale Niete. Seien es die emotionalen (lächerlichen) Momente wie, "du hast im Schlaf geweint" oder eben andere wichtige Aspekte. Nichts wirkt wirklich glaubhaft oder authentisch, egal in welcher Situation er sich bewegt. Was im übrigen für den gesamten Cast gilt. Egal ob Sigourney Weaver (Avatar), Alfred Molina (Duell der Magier), Michael Nyqvist (Millenium Trilogie) oder Jason Isaacs (Harry Potter), jeder der Anwesenden liefert wenn überhaupt, nur das aller aller Nötigste ab. Egal ob CIA-Agent oder russischer Ganove, keiner ragt hier aus dem Feld heraus oder weiß zu überzeugen.
Musikalisch bekommt man in >>Atemlos<< zudem nichts überraschendes geboten. Keine einprägsamen oder kraftvollen Klänge, nein die Action wird nur mit dem Nötigsten versorgt und das wirkt sich natürlich nicht unbedingt positiv auf das ganze "Spektakel" aus.
BLU-RAY>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Diese spricht dagegen eine positive Sprache. Das Bild ist über die gesamte Laufzeit scharf, klar und kontrastreich - keine Körnchenbildung. Der Ton ist ebenfalls über die gesamte Laufzeit sauber abgemischt, bietet aber genau wie die Story, wenig Highlights für die Ohren. Dennoch macht die blaue Scheibe diesen Film gleich deutlich ansehnlicher.
BLU-RAY>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
FAZIT:
Alles in allem ist >>Atemlos<< nicht das was ich erwartet habe aber eben auch genau das was ich erwartet habe. Ein durchschnittlicher Actionstreifen mit Teenie-Touch und einem duchschnittlichen Hauptdarsteller, umgeben von hochrangigen Stars die nur das Nötigste abliefern. Die Story ist schwach, bietet sehr wenige Highlights und lässt nicht nur einmal das Gefühl von Lanbgeweile aufkommen. Die Action bietet für 2012 leider nur echte Standartkost und haut einen nicht ein einziges Mal vom Hocker. Dennoch wirkt sie meist aufgrund von Tayler Lautner recht authentisch und flott und der Film weiß eben doch, den Zuschauer bis ins Ziel zu ziehen.
Wer einen Abend mal nichts zu tun und lust auf einen stink normalen Actionfilm mit einem Teeniestar hat, der kann beruhigt zu >>Atemlos<< greifen. Aber erwartet bitte nicht zuviel in den rund 106 Minuten. Und wenn, dann bevorzugt auf Blu-ray, was >>Atemlos<< nicht nur deutlich ansehnlicher macht, sondern auch den knappen dritten Stern beschehrt.