Bruce und Looney sind die besten Freunde in Sawyer, sie tauchen gemeinsam um die Wette, sie begeistern sich fürs Surfen, sie suchen neue Herausforderungen, beide wollen sehen und spüren, wer kann weiter gehen, wer traut sich mehr. Sie lernen den geheimnisvollen Surfer Sando (und seine Freundin Eva) kennen, mit dem sie sich in immer wieder neue und noch gefährlichere Abenteuer auf der Suche nach der ultimativen Welle wagen, bis sich Bruce die Frage nach dem "wie weit will ich gehen" stellt, auch wenn er schnell merkt, welche Folgen das für die Freundschaft mit Looney und Sando hat. Tim Winton hat mit "Atem" einen tiefgehenden, einfühlsamen Roman geschrieben, in dem Surfen per se der Ausgangspunkt ist, so wie z.B. das Bergsteigen in James Salters "In der Wand" der Ausgangspunkt ist. Ein bewegender Roman, ein großes Buch. Wenn man auch mit dem "Surfen" nichts am Hut hat (wie ich), kann man sich dem Sog und der Schönheit dieses Romans nicht entziehen. Man schmeckt das Salz, man spürt die Gefahr, man ist in den Wellen dabei und empfindet die herbe Schönheit der Küste Australiens, als wäre man dabei. Absolute Lesempfehlung (auch für absolute Nicht-Surfer).