piotr anderszewskis kunst bleibt auch live aus carnegie hörenswert:
bachs partita mit sinfonia-intro-vehemenz und subtil ausgehorchter,
beinah 'getupfter' themenfolge, verhaltene sarabande, delikat pointiertes
rondeau etc, alles zeitlich differenziert im stabilen rhythmus.
schumanns 'schwänke' ebenso mit differenzierter dynamik und endlich
wieder einmal als stimmungs-wanderung und weniger als vorlaute
piano-bravourstück-nummern-folge.
in janaceks 'nebel' findet er zu einer in sich idiomatisch stimmigen
klangwelt, ohne diffuse verzärtelungen,
und beethovens grosse as-dur-sonate (op.110) liegt bereits in seiner
überwältigend tiefsinnig formulierten studio-einspielung vor und
(
Klavierrecital -
erfreulicherweise insofern, weil dieser carnegie-mitschnitt leider
klangtechnisch (im fortebereich rauhe, wie übersteuert-verzerrte klänge,
als ob die mikronase mitten in den saiten hing) z.t. nicht optimal ist.
vernachlässigbar jedoch im vergleich zum höchst erfreulichen, musikalisch
überzeugend eindrucksvollen ganzen.