Mein Nürnberger Wörterbuch Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn, das erstmals im Verlag Nürnberger Presse 1962 erschien, wird nun bald 30 Jahre alt. Inzwischen sind fast 25 000 Exemplare verkauft worden. Jede der fünf Auflagen unterschied sich von der vorhergehenden durch Zuwächse und Ergänzungen. Ständig bin ich mündlich, telefonisch und schriftlich mit vielen meiner Leser im Kontakt, die am Wörterbuch mitarbeiten.
Immer wieder werden dabei - hochsprachlich und halbmundartlich - Fragen nach der Herkunft der Wörter, nach ihrer Etymologie an mich gestellt Warum sagt man Ingreisch, koperneckisch und Läbberi? Was bedeutet einen auf die Kirchweih laden? Warrum heißt es Armleuchter, Polanti und Tod von Forchheim? Können Sie das Wort Schlenkerla oder Ölgötze erklären? Seit wann gibt es die Ausdrücke Peterleinsbube und Mauthalle? Aber auch vollmundartlich wurde immer wieder gefragt: Schdaddworschd, Bläb-berla und Gischbl - Werum sachd mer denn asuu und ned andersch?
Asuu und ned andersch heißt deshalb auch meine Antwort auf die vielen Fragen. Der Titel des vorliegenden Buches klingt sehr entschieden, fast etwas rechthaberisch. Neben gesicherten Erklärungen enthält meine Sammlung von einhundert Wortgeschichten - darunter sind auch viele deftige Ausführungen - allerdings auch manche unsichere und offene Deutung. Als vorsichtiger Nürnberger müßte ich dann eigentlich sagen: Dou sooch i ned asuu und ned asuu, nou koo kaner soong, i hob asuu oder asuu gsachd.
So sachlich genau und wissenschaftlich abgesichert die Wortartikel auch sind, so sorgen doch eingestreute humorvolle Geschichten, lustige Mundartproben und farbige Originalquellen aus alter Zeit, und nicht zuletzt die schmissigen, mit dem Text verzahnten Zeichnungen von Jules Stauber, für eine amüsante Lektüre.
Herbert Maas